EZB: Was der niedrige Leitzins für Ihr Geld bedeutet


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Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in diesen Zeiten, denn erhöhter Konsum steigert die Nachfrage und demzufolge die Produktion in den Unternehmen. Die Verbraucher haben aufgrund niedriger Zinsen weniger Anreize zum Sparen und geben ihr Geld aus, das ist ein wesentlicher Faktor, der die Wirtschaft ankurbeln kann.

In Fällen steigender Zinsen sieht das anders aus, mit steigenden Zinsen will die EZB die Inflationsrate senken, sie möchte, dass die Verbraucher weniger Kredite aufnehmen und weniger konsumieren, denn wenn die Nachfrage sinkt, sinken für gewöhnlich auch die Preise, denn nach den Gesetzen der Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.

Wenn die Banken durch eine Leitzinsänderung mehr, oder weinger für Zentralbankgeld zahlen müssen, werden sie auch mit zeitlicher Verzögerung die Konditionen für Tages- udn Festgeld anpassen. Noch zu Zeiten des "Diskontsatzes" war klar: Es gibt keinen unmittelbaren, quasi mechanistischen Effekt bei der Reaktion der Tagesgeldzinsen auf Leitzinsänderungen. Leitzinserhöhungen "ermutigen" die Kreditwirtschaft zur verzögerten, vorsichtigen Tagesgeldzinsanhebung und zu rascher, vorauseilender Kreditzinsanhebung.

Zu diesem Verhalten haben die Direktbanken und die Möglichkeiten des Online-Bankings erheblich beigetragen. Eine Meldung aus den letzten Tagen, u. Des Weiteren werden die Erfolgsaussichten für die Eurozone überprüft. Mit der Kritik am QE beschäftigt sich Kapitel 5. Mit dem QE soll weiterhin Einfluss auf die Wirtschaft genommen werden.

Durch Steuerung dieser Zinssätze versuchen die Zentralbanken hauptsächlich, die Inflationsrate zu beeinflussen, da diese das primäre Ziel darstellt. Mit Preisniveaustabilität ist eine europaweite und mittelfristige Inflationsrate von nahe, aber unter zwei Prozent gemeint.

Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union Artikel Bank of England Act Diese Ziele werden normalerweise durch Geldpolitik in Form von Zinsänderungen erreicht. Bei expansiver Geldpolitik werden beispielsweise die Zinsen gesenkt.

Der Transmissionsmechanismus, durch den sich Zinssenkungen auf die Wirtschaft auswirken und die Nachfrage nach Investitions- und Konsumkrediten erhöhen, wird als Zinskanal bezeichnet vgl. Banken sind bei niedrigen Zinsen verstärkt dazu bereit, Geld zu günstigen Konditionen zu verleihen.

Des Weiteren reagieren Unternehmen nach einer Zinssenkung mit einem Anstieg ihrer Investitionstätigkeit sowie Privatpersonen mit einer erhöhten Konsumbereitschaft. Dadurch werden Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum positiv beeinflusst. Der Zinssatz verliert jedoch seine Wirkung, wenn er die natürliche Grenze von null erreicht hat. Bei einer Absenkung unter null würden die Menschen das Geld zu Hause aufbewahren, anstatt es zur Bank zu bringen vgl.

Dieses Phänomen erkannte bereits John Maynard Keynes. Er sprach in diesem Zusammenhang von der Liquiditätsfalle. Diese beschreibt die Situation, in der der Zinssatz die kritische Grenze erreicht hat. Bei der Liquiditätsfalle nach Keynes kann die Grenze auch bei Zinsen über null liegen und ist abhängig von der Zinsreagibilität der Geldnachfrage.

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage wird davon ausgegangen, dass diese Wirkungslosigkeit bei Zinsen nahe null einsetzt. Ab dieser Grenze wird das Geld in liquider Form gehalten und nicht mehr bei der Bank verwahrt. Deshalb würde es ohne positive Folgen bleiben, wenn der Zinssatz unter die Grenze von null gesenkt wird.

Geld in liquider Form, welches zur Wertaufbewahrung beziehungsweise als Schutz gegen Zinsverluste gehalten wird, wird als Spekulationskasse bezeichnet.

Daneben gibt es die Transaktionskasse, in der liquide Mittel für vorhersehbare Transaktionen gehalten werden. Je niedriger die Zinsen sind, desto mehr Geld befindet sich in der Spekulationskasse, da die Nachfrage nach Wertpapieren sinkt.

Folglich steigt auch die Geldnachfrage. Erreicht der Zinssatz die kritische Grenze von null, werden sämtliche verfügbare liquide Mittel, abgesehen von der Transaktionskasse, in der Spekulationskasse gehalten, um auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zu warten. Das Resultat dieser Wirkungskette ist, dass die expansive Geldpolitik ihre Macht verloren hat vgl. Damit liefert Keynes eine Erklärung für die Wirkungslosigkeit der konventionellen Geldpolitik bei sehr niedrigen Zinsen und begründet die Aussage Fawleys, dass die Menschen ihr Geld in diesem Fall zu Hause aufbewahren vgl.

Der Zinskanal verliert somit seine Bedeutung als Transmissionsmechanismus, da eine weitere Zinssenkung keinen Effekt hätte. Lediglich bei einer Zinserhöhung würde er wieder eine Rolle spielen. Diese Erhöhung würde sich dämpfend auf die Wirtschaft auswirken und ist Bestandteil restriktiver Geldpolitik. Die Wirtschaftskrise, die ihren Anfang nahm, leitete in Kombination mit der Eurokrise ab eine Phase niedriger Zinsen und Inflations- sowie Wachstumsraten ein.

In der folgenden Abbildung wird diese Problematik am Beispiel der Eurozone aufgezeigt. Der Einsatz unkonventioneller Instrumente, zu denen das QE zählt, wurde schon im April aufgrund sehr niedriger Inflationsraten nicht ausgeschlossen.

Die Zusammensetzung der Eurozone hat sich in der Zeit der Datenerhebung mehrfach geändert und wurde entsprechend berücksichtigt.

Basisjahr der Inflationsrate ist Auf der Abszisse wird der Zeitraum von Januar bis März dargestellt. In der Abbildung wird deutlich, dass der Leitzins immer an die Inflationsrate beziehungsweise an die Inflationserwartung angepasst wird. Fonds Kategorien und KVGs. Ernüchternder Jahresabschluss an den Märkten.

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