Frühkindliche Bildung

Neue RAF gegen RWE? Das Opfer wurde mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik geflogen, sagte eine Sprecherin der Polizei Düsseldorf. Zu einem .

Wenn Sie genau hinhören, könnten Sie Merkel weinen hören. Während einer Demo gegen die Startbahn-West am Frankfurter Flughafen wurden zwei Polizisten erschossen und sieben weitere zum Teil schwer verletzt. Ihr ältester Sohn ist vor einigen Jahren zusammen mit seiner Familie nach Mumbai gezogen und schickt den Eltern jeden Monat ebenfalls 80 Euro. Denkbar wäre, dass diese Optionen ihre eigenen Einschränkungen und Komplikationen mit sich bringen würden.

Referent / Projektmanager (m/w/x) Ressortleitung Verlage

Neue RAF gegen RWE? Das Opfer wurde mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik geflogen, sagte eine Sprecherin der Polizei Düsseldorf. Zu einem .

Vorwiegend also gepflanzte Bäumchen. Doch zur Reife kam nur Bouteillan, Ascolana "reiften" als kleine Stecknadelköpfe, verfärbten sich also tatsächlich recht dekorativ, aber in Zwergenform. Als Problem zeigte sich nun, dass nicht nur Frost im Winter, sondern auch eine ungünstige, zu kurze Wachstumsperiode im Sommerhalbjahr das Potential für Olivenpflanzen bei uns erheblich einschränkt. Erneut problematisch war auch, dass der winterliche Kälteschutz im Frühjahr auch hervorragend nächtliche Kühle bewahrte und Aufwärmung tagsüber einschränkte oder gar umkehrte Verdunstungskälte.

Verloren habe ich drei Bäume an die Schermäuse, keinen an den Frost! So habe ich eine Ascolana bereits am Februar wieder ausgepackt, die sich in sehr gutem Zustand zeigt, ohne Frostrisse und mit erhaltenem Blattwerk.

Lediglich am Kronenscheitel gab es einige erfrorene violett verfärbte Blätter. Die letzten Olivenpflanzen habe ich am Alle Pflanzen waren jedoch sehr gut erhalten, wie auch zu erwarten war nach einem Winter mit -6 Grad als vereinzelt stehender tiefster Temperatur am Erheblich geschädigt wurden kurz nach dem Auspacken einige Pflanzen durch weidende Rehe!

Es wird wieder wärmer im Winter - sicherlich nicht kontinuierlich, so funktioniert Klima nicht. Wer Exoten im Freien überwintern möchte, sollte die Wetterbedingungen in seiner Region schon vor Pflanzunternehmungen genau studieren.

Relevant sind Wind-, Temperatur- und Feuchtigkeitsparameter. Hilfreich sind dabei auch die Klimazonenkarte und die zugehörigen Erläuterungen von "Garten pur". Entsprechend sollte der Standort gewählt und die Pflanzpositionen festgelegt werden. Eventuell können auch Bauwerke errichtet werden, die Windschutz und Wärmeabstrahlung bieten. Sepp Holzer gestaltet für seine Permakulturprojekte massive Geländeveränderungen.

Davon halte ich persönlich nicht viel, aber das ist eher aus Werten als rational begründet. Mit den bisherigen Wetterdaten ihrer Region sind zugleich erste grobe Prognosen für die weitere Entwicklung möglich. Modelle für die regionale Klimaentwicklung unter den Bedingungen der Klimaerwärmung können hinzugenommen werden - sollten allerdings nicht allzu ernst genommen werden.

Sie arbeiten mit langen Zeiträumen und lassen für die kommenden 20 Jahre kaum verlässliche Schlussfolgerungen zu. Eine Registrierung ist notwendig. Dort auf die Abbildung "Medium Range" klicken. Es werden Windgeschwindigkeiten, Geopotential und Temperaturen angeboten. Gegen Gebühr können bis zu 30 Tage Vorhersagen abgefragt werden. Was lokale Niederschläge betrifft, dürfte der Wetterbericht ihrer Tageszeitung am brauchbarsten sein. Mit kostenfreien Internetangeboten habe ich sehr unbefriedigende Erfahrungen gemacht.

Nicht nur die Werbeeinblendungen nerven. Die Prognosen sind häufig auch sehr unzuverlässig - bisweilen wird nicht einmal das aktuelle Wetter treffend beschrieben. Frosteindringtiefen können Sie unter dem Menüpunkt "Agarwetter" beim Deutschen Wetterdienst erfahren. Dort gibt es auch Angaben zur Bodenfeuchte, zur phänologischen Jahreszeitentwicklung und einen recht groben aktuellen Wetterdienst mit Temperaturtrends auf 15 Tage hinaus.

So schrieb Giovanni Presta, ein führender Agronom des ausgehenden Jahrhunderts, der Aufklärung, zum Klima in Griechenland lakonisch "ha l'inverno siccome l'ha la Germania" - und dies "a motivo dei frequenti ed altissimi nevosi monti e delle vaste e profonde valli".

Will man verstehen, was einem Olivenbaum bei uns zu schaffen macht, muss man im Herbst oder im Frühjahr über die Alpen fahren. Dann werden die Unterschiede deutlich fühlbar. Und im Winter können ein paar Nächte mit einigen Grad weniger oder ein paar Eistage mehr die Entscheidung bringen.

Immer wieder hat es auch in Olivenanbauländern fatale Frostereignisse gegeben. Bleiben wir bei Griechenland, so hat der Frost im Februar den Olivenanbau hier in Bergregionen, auch auf den Inseln, teilweise zum Erliegen gebracht. Besonders betroffen war unter anderem Lesbos.

Giovanni Presta listet für die Toskana Frostfatalitäten , , , , , und auf. Jahrhundert, nach dem Ende der kleinen Eiszeit, gibt es nur für Zeugnisse zu Olivensterben in der Toskana. Jahrhundert sind dann aber gleich drei überliefert. Der Extremfrost im Februar suchte auch die Olivenhaine in Südfrankreich heim.

In Frankreich erfroren 2,5 Millionen Olivenbäume. Zunächst einmal sorge ich dafür, dass die Pflanzen stabil in den Winter gehen. Dazu benötigen sie Kalium und den weitgehenden Verzicht auf Stickstoffdüngung. Mit dem Schnitt bin ich nach schlechten Erfahrungen in den Anfangsjahren sehr zurückhaltend. Selbst "Sucker", Triebe aus der Unterlage, lasse ich zunächst stehen. Schwach entwickelte Pflanzen können bisweilen gerade dank der Unterstützung durch Wildoliventriebe an der Basis gut durch den nächsten Winter kommen.

Denn schwache Pflanzen benötigen jedes Blatt, um Zuckereinlagerungen als Frostschutz zu produzieren. Federstahltunnels mit Thermovlies M85 das ist auch zur Feuchtigkeitsregulation sehr gut geeignet und lässt genug an Licht durch. Heizung ab Grad mit Öllichtern und Dauerkerzen. Problematisch bei starkem Wind, der unter die Tunnels greift, und bei Schneelast. Thermofolie, Vlies und Vliestunnels.

Einzeleinhüllungen mit Thermofolie und Vlies. Bei niedrigen Neuaustrieben verwende ich übergestülpte Kartoffelkörbe mit Laub gefüllt, darüber Luftpolsterfolie.

Zur Vorbereitung Zuckereinlagerung lasse ich alles wachsen, was kommt, schneide nicht mehr, auch keine Wildtriebe. Verzicht auf Luftpolster-Thermofolie, unter der bei Sonne hohe Temperaturen enstehen und die schlechte Feuchtigkeitsregulation leistet. Einpacken nur noch mit Vlies, wobei ich die Kronen zuvor zusammenbinde und Zweige auch nach unten binde um Höhe zu reduzieren.

Auch darauf achten, dass noch Sonnenlicht an die Pflanzen kommt, nicht dauerhaft zu dicht einpacken, das sollte nur kurzfristig bei zweistelligen Frostwerten geschehen. Ich mulche bei Bodenfrostgefahr hoch, decke den Mulch ab.

Noppenfolie verwende ich nur noch zur Bodenabdeckung bisweilen gegen Dauerfrost. Kernzeit für das Einpacken ist Bei der Pflanzung bereits darauf achten, dass der Stützpfahl gut angebracht ist für die Wintereinhüllung. In der Regel dürfte dies eine Position in südwestlicher Richtung sein. Stickstoff schon im Frühjahr bereit stellen Hornspäne, Kompost, Boden lockern , damit das Pflanzenwachstum gut verlaufen kann und genügend Zucker eingelagert wird als Frostschutz für den Winter.

Ab Anfang September aber keine Stickstoffgaben mehr, um schwammiges Holz zu vermeiden! Auch Magnesium sollte im Boden bereit stehen. In Italien wird empfohlen: Im Oktober eine Kupferspritzung nach Bioanbauregeln genügt vollkommen , die sowohl Occhio di Pavone regulieren hilft, als auch allgemein Hefepilze reduziert, die im Winter Kristallisationskerne für die Eisbildung bereitstellen. Vor dem Einpacken Krone binden, nach oben ragende Zweige nach unten binden, wenn die Elastizität dies zulässt nicht bei Frost einpacken!

Insgesamt auf kompakte Krone achten nicht eigens für den Winter schneiden - je mehr Pflanzenmasse in den Winter geht, umso besser. Einpacken mit Vlies, nicht zu früh, erst wenn Temperaturen unter -4 Grad zu erwarten sind. Allerdings so terminieren, dass möglichst nicht bei oder unmittelbar nach Regen nasse Pflanzen eingepackt werden müssen. Auch daran denken, dass sich bei Sturm schlecht mit Vliesen hantieren lässt.

Im Bodenbereich zusätzlich mit trockenem Mulchmaterial abdecken. Darüber Kunststofffolie, die bei längeren Trockenphasen abgenommen werden kann. Folgende Prinzipien haben sich bewährt: Denn dies bedeutet zusätzlichen Anpassungsstress für die Pflanzen. Hohe Temperaturdifferenzen vermeiden - daher nicht mit dunklem Material oder Luftpolsterfolie einhüllen im Winter.

Darauf achten, dass die Pflanzen noch Sonnenlicht bekommen, also nicht zu dick einpacken. Auch auf Feuchtigkeitsschutz achten, vor allem am Holz, vor allem im unteren Stammbereich. Verdunstungskälte am Boden vermeiden durch Regenschutz unten bzw.

Freilegen des Bodens Entfernen von feuchtem Mulch im Wurzelbereich. Dazu gehört natürlich, sich an deren Anweisungen und Bedingungen zu halten. Und diese Bedingungen umfassen häufig die Installation einer Wurzelheizung - die natürlich auch ein entsprechendes Honorar für den Gärtner bedeutet. Bei erfahrenen Partnern dürfte diese Heizung auch korrekt angelegt sein und tauglich. Von eigenkonstruierten Wurzelheizungen kann ich bei wertvollen älteren Bäumen nur abraten. Die Frosteindringtiefe in Deutschland wird meist überschätzt.

Entsprechende Informationen gibt es während der Wintermonate auf den Internetseiten des Deutschen Wetterdienstes dwd , unter "Agarwetter" den Link dazu finden Sie auf meiner Seite zu " Informationsquellen ". Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass mit gewächshausähnlichen Überbauungen auch ein vorzügliches Überwinterungshabitat für Mäuse geschaffen wird.

Überbauungen sind natürlich auch windanfällig und schneelastgefährdet. Es geht hier wohlgemerkt um Heizung im Freiland oder in Kühlhäusern. Notwendig ist sie nur, wenn Temperaturen signifikant abhängig auch vom Pflanzenalter, bei älteren kann es näher an Zweistellig gehen unter -5 Grad an den Pflanzen erwartet werden. Lichterketten für die Kronen werden empfohlen, Gasheizstrahler und Elektroheizgeräte auf Distanz werden eingesetzt, ich selbst habe einige Winter mit Dauerkerzen und Öllichtern in Vliesiglus oder Zeltbauten gearbeitet.

Insbesondere durch starke Wärmequellen können Schäden verursacht werden, indem die Pflanze das Signal "Frühling" bekommt und ihren eigenen Winterschutz abbaut. Da Oliven sehr träge im Aufbau des Winterschutzes sind, hat das fatale Konsequenzen wenn die Wärmequelle dann ausfällt, unwirksam wird durch Starkwind oder nicht mehr gegen den Frost bestehen kann. Direkt geschädigt kann das Gewebe auch durch Austrocknung werden, wenn die Pflanze den Stoffwechsel heruntergefahren hat und etwa ein Wärmestrahler - gar mit Gebläse - die Rinde austrocknet.

Schädlich ist auch die einseitige Erwärmung, wenn die Wärmequelle dafür sorgt, dass in der Rinde eine hohe Temperaturdifferenz zwischen der Seite, die der Heizquelle zugewandt ist und der abgewandten Seite besteht.

Und dies so, dass sie zu keiner Austrocknung der Pflanze führen. In jedem Falle benötigt die Olive auch eine relative Winterruhe mit Temperaturen nahe am Gefrierpunkt, ansonsten kommt es zu einer schwachen oder keiner Blütenbildung. Oliven sind anspruchslose Pflanzen, die auch auf kargen Böden existieren können. Das legendäre langsame Wachstum ist eine Folge entsprechender Standorte, zumal in hitzig-trockenen Lagen. Bekommen Olivenbäume besseren Boden und Wässerung, wachsen sie ein entsprechendes Klima vorausgesetzt unlegendär schnell.

Die Menge und Qualität des Öls nimmt dabei jedoch nicht immer entsprechend zu. Düngung und Wässerung können im Gegenteil zu einem gravierenden Qualitätsverlust beim Öl und darüber hinaus zu Krankheitsanfälligkeit und Frostanfälligkeit führen.

Da ich sowohl meinen kleinen Weinberg als auch den Olivenhain ökologisch pflege, bringe ich keine unspezifische mineralische Mischdünger aus und keine chemisch erzeugte Stickstoffpräparate. Eine Analyse meines Bodens hat Magnesium- und Kaliummangel ergeben, weshalb ich diese Mineralstoffe in den entsprechenden Düngeraufbereitungen Kieserit, Kalisulfat sparsam und gezielt ausbringe.

Vor allem ein gutes Angebot an Kalium z. Zur Stickstoffversorgung mulche ich und gebe gelegentlich Hornspäne oder eigenen Kompost aus dem Wiesenschnittmaterial an die Baumscheiben. Wässerung ist bei uns nur bei Neupflanzungen und eventuell nach dem Winter notwendig, wenn Bodenabdeckungen den Boden an den Wurzeln haben austrocknen lassen.

Oliven sind in den meisten Fällen keine tauglichen Zimmerpflanzen. Ihr Charakter sprengt kleinere Räume hoffnungslos. Auch wenn die meisten Olivensorten windige Lagen nicht besonders schätzen, besonders nicht in Verbindung mit Kälte und Feuchtigkeit, mögen sie doch gute Durchlüftung, um nicht an Pilzkrankheiten oder Schädlingen zu leiden.

Auch gelegentlicher Taufall und Brisen vom Meer tun der Olive gut. Letzteres kann etwa durch leichtes Einsprühen mit Salzlösung bis max. In geschlossenen Räumen leiden Oliven, vor allem im Winterhalbjahr, häufig an Pilzerkrankungen oder Läusebefall, wenn Ventilation fehlt. Und auch wenn Oliven Wärme allgemein schätzen: Sie benötigen im Winterhalbjahr Kühle, um sich insgesamt wohl zu fühlen und Widerstandskräfte gegen Schädlinge zu entwickeln.

Staunässe muss allerdings auch vermieden werden! Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht in warmen oder feuchten Räumen stehen. Geheizte Räume sind für die Überwinterung absolut nicht geeignet, da sind Erkrankungen vorprogrammiert.

Gelegentlich kann auch Wassermangel die Ursache sein. Oliven haben auch im Winter, bei Temperaturen ab etwa 5 Grad plus, Stoffwechsel und verbrauchen entsprechend Wasser.

Manchmal klingt die Auseinandersetzung um die richtige Grünpflege wie ein Glaubenskrieg. Die einen sehen den Untergang ihrer Grünfläche kommen, wenn sie nicht jeden Samstag mähen, die anderen halten einen Schnitt im Jahr für optimal. Die einen entnehmen das Mähgut, die anderen lassen es liegen.

Und alle schwören darauf, dass ihre Methode die beste sei. Nun gibt es natürlich grundsätzlich Unterschiede zwischen einem Liege- oder Spielrasen beim Haus und der Streuobstwiese. Und alle Varianten dazwischen und daneben, wie etwa der Unterwuchs eines Weinbergs, haben eigene Beurteilungskriterien.

Ich möchte daher grundsätzliche Konsequenzen der verschiedenen Schnittregimes aufzeigen. Und zwar am Beispiel der vier Grundvarianten der Pflege: Eine grasdominierte Wiese lässt sich so etwa recht zügig in eine kräuterbetonte umstrukturieren. Wobei hilfreich auch das Einbringen von standorttypischem Saatgut ist - etwa durch "Impfen" mit Mähgut von ökologisch wertvollen Wiesen der Nachbarschaft. Die klassische landwirtschaftliche Pflege, die das Abernten des Mähgutes zum Ziel hat.

Inzwischen auch zur Landschaftspflege eingesetzt als Ersatz für die traditionelle bäuerliche Pflege, die spezielle, ökologisch wertvolle Wiesenbiotope geschaffen hat. Funktioniert allerdings nur bei Düngungsverzicht, da Düngung Gräser fördert und dominierende Stickstoffzehrer wie Löwenzahn.

Dabei bleibt das Mähgut einfach liegen und verrottet unstrukturiert. Führt zu Wiesenverfilzung und begünstigt tendenziell die Gräser und kriechende Pflanzen. Für die ökologische Pflege wenig sinnvoll. Genau genommen bedeutet "Mulchen" das Abdecken des Bodens mit organischem Material. Mit der Entwicklung moderner Mähgeräte, die das Grüngut kleinteilig zerhacken oder schneiden, wurde der Begriff jedoch zunehmend auf diese Weise des Grünschnitts bezogen.

Allerdings wird der Insektenbestand damit drastisch reduziert. Zudem findet langfristig eine Stickstoffanreicherung des Bodens statt, was für den Obstanbau sinnvoll ist, für seltene Blühtenpflanzen jedoch nicht, da diese vor allem auf mageren Standorten gedeihen.

Wird das Mähgut entnommen, entfaltet sich ein besonders hoher Artenreichtum. Bleibt das Mähgut liegen oder wird um die Bäume einer Obstanlage in Ringen gelegt, kommt es zur Humus- und Stickstoffanreicherung an den Liegestellen.

Für Insekten ist der liegenbleibende Schnitt interessant - aber auch für Mäuse, was bedacht werden muss, wenn z. Obstbäume oder Obstgehölze gepflanzt werden! Mulchringe sollten daher gelegentlich "gestört" werden und zum Ende des Jahres oder spätestens im nächsten Frühjahr umgegraben.

Bei einmahliger Mahd sind die nicht in den Griff zu bekommen, auch bei zweimaliger Mahd kann es zur weiteren Ausbreitung kommen über Samenflug. Man muss also zwischendurch reingehen, zumal beide Arten, wenn sie erst blühend gemäht werden, zur Samennotreife in der Lage sind.

Mittel erster Wahl, aber sehr mühsam ist das Ausroden mit der Hand. Einfacher ist die Kontrolle mit der Sense, dabei wird jedoch oft mehr weggenommen als notwendig ist, unter Umständen wertvolle Magerpflanzen in der Blüte. Ich verwende gerne die Elektro-Motorsense.

Die Vorteile gegenüber einer Benzin-Motorsense: Weniger Lärm, keine Abgase oder Ölabscheidungen, Antriebsleistung stufenlos regelbar, leichtes Gewicht. Ein weiterer Vorteil der Motorsense liegt darin, dass die Pflanzen zerkleinert werden. Bei blühendem Berufkraut oder Kanadischer Goldrute wird damit z.

Bei der Kanadischen Goldrute wird durch das Zerkleinern zudem die positive Wirkung der Pflanze auf die Bodenqualität über ihre ätherischen Öle breiter gestreut. Die Pfauenaugen-Krankheit, Spilocaea oleagina oder italienisch "Occhio di Pavone", und die ganz ähnliche "Piombatura" Mycocentrospora cladosporioides sind die sicherlich in Olivenanbauländern bekanntesten und häufigsten Olivenkrankheiten, die auch bei in Deutschland gekauften Olivenpflanzen auftreten können.

Sie greifen die Blätter an und bringt diese zum Absterben, was die Pflanzen schwächt. Im fortgeschrittenen Stadium verfärbt sich bei der Piombatura das ganze Blatt gelblich, mit Ausnahme der dunklen Ringe. Bei uns haben die beiden Pilzerkrankungen vor allem bei Zimmeroliven und in den Übergangsjahreszeiten beim Zusammenwirken von Feuchtigkeit und Wärme ab 16 Grad gute Verbreitungsmöglichkeiten.

Dabei geschieht die Ansteckung vor allem ausgehend von befallenen lebenden Blättern. Von abgefallenen Blättern am Boden geht eher selten eine Ansteckung aus. Die Unterscheidung zwischen den beiden Erkrankungen wird nicht immer klar durchgeführt. Grund zur Panik besteht nicht, da sich beide Krankheiten bei vitalen, gut gelüfteten und nicht überdüngten Pflanzen schon durch Abzwicken der befallenen Blätter kontrollieren lassen.

Die Firma Neudorff bietet dazu ein passendes Mittel auf Kupferbasis an, das im Gartenbereich eingesetzt werden darf. Allerdings ist die Wirksamkeit von Kupferpräparaten bei M. Grundsätzlich ist an wenig gut durchlüfteten Standorten darauf zu achten, dass die Krone nicht zu dicht wird.

Pflanzenstärkend gegen Pilzerkrankungen wirken auch zahlreiche Kräuteransätze, etwa mit Kanadischer Goldrute bitte nicht eigens deswegen anpflanzen, ist ein biotopzerstörender invasiver Neophyt! In Deutschland stellt sich das Problem Olivenfliege Bactrocera olea vorläufig nicht.

Aber da ich auch zahlreiche Anfragen aus anderen Regionen erhalte, vor allem aus dem Piemont möchte ich auf das Thema hier eingehen. Olivenfliegen sind zweifach problematisch, einmal als Überträger des "Olivenkrebses", der von Bakterien verursacht wird - dieser wird an der Pflanze selbst durch Ausschneiden und Verbrennen des Materials bekämpft. Darüber hinaus beeinträchtigt die Olivenfliege durch den Besatz der Olivenfrüchte mit ihren Larven, was die Qualität des Olivenöls beeinträchtigt.

Bei starkem Befall wird auch die Vitalität der Bäume herabgesetzt. Werden die bewirtschaftet, dürften die Bewirtschafter selbst etwas gegen die Olivenfliege auf ihrem Gelände unternehmen. Liegen sie aber brach, gibt es ein Problem, dass nämlich von dort immer wieder Olivenfliegen in Ihren Hain einfliegen können.

Biologische Bekämpfungsmittel sind zum einen Pheromonfallen it. Damit werden die Fliegen angelockt und abgetötet. Weiters können selbst konstruierte Flaschenfallen eingesetzt werden, die eine Lockflüssigkeit enthalten, in der die Fliegen ertrinken.

Empfehlenswert mit eingestülpter Öffnung erschwert das Ausfliegen. Verwendet werden Mischungen aus verschiedenen der Komponenten Wasser, Zucker Lockstoff , Spülmittel um die Oberflächenspannung herabzusetzen, damit die Fliegen sich nicht auf der Flüssigkeit halten können , Spiritus soll Fliegen betäuben und die Brühe haltbarer machen , Rotwein Lockstoff, Betäubung oder Essig Lockstoff, ansonsten ähnliche Funktionen wie Spiritus.

Windige Lagen und trockene Luft gefallen den Olivenfliegen nicht. Schermäuse sind im Garten- und Obstbau wenig beliebt, da sie Wurzeln fressen und damit junge Obstkulturen stark schädigen können. Sie werden auch als Wühlmäuse bezeichnet, obgleich sie nur eine Gattung von Wühlmäusen sind, zu denen auch die Feldmaus, die Bisamratte und die Lemminge gehören.

Ihre Nagespuren sind denen des Bibers ähnlich, können von Laien aber auch mit denen von Maikäferengerlingen verwechselt werden. Ihre Gänge sind hochoval und weitgehend frei von Wurzelwerk im Unterschied zu den querovalen des Maulwurfs, der Fleischfresser ist.

Sie sind extrem lichtscheu, daher halten sie ihre Gänge immer geschlossen und bevorzugen Wiesen mit hohem Bewuchs. Wobei sie besonders vitale Exemplare bevorzugt haben. Da Menschen die natürlichen Feinde von Schermäusen wie Eulen, Greifvögel oder Mauswiesel erheblich reduziert oder in ihren Jagdrevieren eingeschränkt haben, können sich Schermäuse auf gut beschatteten Streuobstwiesen lebhaft vermehren.

Ein Weibchen kann zwei bis vier Male zwei bis fünf Junge im Jahr werfen. Die Vermehrungsquote ist bei günstigen, ungestörten Bedingungen etwa 1: Ein Teil der Jungen wird allerdings von Spitzmäusen oder Maulwürfen gefressen oder von Parasiten getötet.

Oktober ist die beste Zeit zur aktiven Bekämpfung, da die Schermäuse dann besonders aktiv sind, um ihre Wintervorräte anzulegen. Sehr gute Erfolge hatte ich auch im März, am späteren Nachmittag. Die Bekämpfung kann mit speziellen Fallen am ökologieverträglichsten erfolgen. Allerdings ist das sehr mühsam und erfordert einige Übung. Maulwürfe haben engere, eher querovale, Schermäuse eher hochovale Gangdurchschnitte. Teilweise sind die Gangsysteme von Schermäusen und Wühlmäusen auch miteinander verbunden bzw.

Sie knabbern gelegentlich mal an Oliventriebspitzen, an der Felsenbirne und an anderen Büschen. Anfang April haben sie die bodennahen Oliventriebe fast vollständig abgeweidet - das Laub war intakt aus dem Winter gekommen und war offensichtlich ein verlockendes Angebot. Meine Felsenbirnen muss ich zügig ernten, will ich sie nicht an die Rehe verlieren.

Wirklich problematisch sind die Fegeschäden durch Rehböcke. An die habe ich schon drei Sanddorn und einen Tellerpfirsich verloren.

Auch junge Maulbeerbäume, Haselnüsse, Faulbaum und Felsenbirne wurden schon angefegt. Unter den Oliven waren bisher drei Pflanzen massiv betroffen, und zwar besonders vitale Exemplare. Ich habe daher inzwischen die meisten Pflanzen in meinem Gelände mit Holzstäben "umzäunt". Was unschön und beim Mähen und auch sonst in der Pflege lästig ist.

Aber ich ziehe das den Plastikmanschetten vor, die ich nur ungern in mein naturnah gepflegtes Gelände einbringen möchte. Zudem habe ich schon erlebt, dass Manschetten weggerissen waren von einem Bock vor dem Fegen. Die ideale Lösung habe ich noch nicht gefunden. Vergrämungsmittel sind völlig sinnlos gegen Rehe. Wildschweine sind auf meinem Gelände auch gelegentlich unterwegs.

Sie suchen dort vor allem im Frühjahr Maikäferengerlinge. Eine frisch gepflanzte Olive ist einmal wühlenden Wildschweinen zum Opfer gefallen.

Engerlinge können dort allerdings keine gewesen sein, das hatte ich vor der Pflanzung weiträumig überprüft.

Da hat wohl die lockere Erde gelockt. Vor allem bei "Eigenimporten" oder Gelegenheitsgeschenken, aber auch bei älteren Pflanzen aus dem Gartencenter gibt es Probleme mit der Rogna dell'olivo, dem Olivenkrebs - je nach Geschmack hässlichen bis malerischen Gewebewucherungen an Ästen und Zweigen. Bei klarer Baumschulherkunft ist die Erkrankung höchst selten, da sie eher bei älteren Pflanzen auftritt, die schon häufigere Schnitte hinter sich haben und die in befallenen Anlagen mit fruchtenden Pflanzen und damit auch Olivenfliegenvorkommen standen.

Rogna dell'olivo Pseudomonas sevastanoi wird verursacht durch einen Bakterium, Pseudomonas syringae. Das Eindringen in die Pflanze geschieht an Holzverletzungen, dabei sind die Olivenfliege und kontaminierte Schnittwerkzeuge die Hauptüberträger. Günstige Übertragungsbedingungen sind auch gegeben bei Feuchtigkeit und Wärme an Holzwunden, dabei kann das Bakterium von infizierten Stellen aus "wandern" und in Verletzungen eindringen.

Eine Saftstromausbreitung innerhalb der Pflanze scheint nicht stattzufinden. Befallen werden vor allem junge Zweige, die z. Beim Auftreten von Rogna sollten befallene Zweige abgeschnitten und Wunden an stärkeren Ästen oder am Stamm mutig ausgeschnitten werden. Die Werkzeuge sind mit Eisensulfat, Spiritus oder Chlorbleiche zu desinfizieren.

Die Wunden müssen mit Baumwachs verschlossen werden. Bei Zierpflanzen ist abzuwägen, ob man einen Schnitt vornehmen möchte und in welchem Umfang. Einen an Stamm und starken Ästen verwucherten Solitär "kurieren" zu wollen, macht eher keinen Sinn. Oft wurden die Pflanzen auch wegen der "malerischen" Wucherungen gekauft und der ökonomisch im Anbau sinnvolle Schnitt würde ästhetisch einen Verlust bringen.

Die Ausbreitung sollte in jedem Falle verhindert werden, indem alle Schnittwunden am jungen Holz gut versorgt werden. Klone, Clone, Clons sind das, was Sie üblicherweise in der Baumschule kaufen. Denn Klon benennt zunächst nichts weiter als eine Pflanze aus ungeschlechtlicher Vermehrung.

Im Griechischen bedeutete "klon" soviel wie "Zweig", "Trieb" oder "Spross". Olivenklone sind also aus abgeschnittenen Zweigen oder Stammbasisstücken durch Wurzelung entstandene Pflanzen. Dazu kommt die geschlechtliche Vermehrung aus Samen, wie sie etwa bei der Produktion von Weihnachtsbäumen Nordmann-Tannen üblich ist.

Heute hat der Begriff durch das Klonen von Tieren und potentiell auch Menschen sowie die Technik der Genmanipulation einen besonderen Beigeschmack gewonnen, klingt wissenschaftlich exklusiv bis abenteuerlich und anrüchig. Manche Baumschulen machen sich ein Anliegen daraus, möglichst viele "eigene" Züchtungen, sprich "Klone" auf den Markt zu bringen.

Das Sortenangebot an Oliven ist derart umfassend, dass es eines genmanipulativen Aufwandes kaum bedarf. Zumal Oliven recht krankheits- und schädlingsstabil sind und wenig Profit durch einschlägige gentechnische Manipulationen zu erwarten ist.

Eine unrühmliche Ausnahme macht eine Züchtung mit Stabilität gegen Xyllela fastidiosa, die befremdlicherweise gemeinsam mit dem rätselhaften Erscheinen von Xyllela fastidiosa an süditalienischen Olivenbäumen auftauchte. In der Natur entstehen junge Olivenpflanzen aus den Früchten der alten, die recht sortenstabil sind, aber doch auch durch Fremdbefruchtung immer wieder - meist geringfügige - Varianten hervorbringen.

Allerdings findet sich diese Sorte in keiner wissenschaftlichen Datenbank oder in Untersuchungen mit genaueren Angaben. Wie eben schon angesprochen, gibt es zur Vermehrung von Oliven die vegetative und die generative, die ungeschlechtliche und die geschlechtliche Vermehrung.

Die vegetative Vermehrung schafft genetisch identische Nachkommen, also Klone. Im menschlichen Bereich sind eineiige Zwillinge Klone - ganz ohne Fortpflanzungstechnologie. In der Regel werden diese Pflanzen dann als wurzelechte Exemplare einer definierten Sorte Mutterpflanze gehandelt. Es ist allerdings auch möglich, diese Exemplare zur Grundlage einer Veredelung zu machen, etwa um die guten Wurzelungseigenschaften einer Sorte mit den guten Geschmackseigenschaften einer anderen zu verbinden.

Die Veredlung ist dann eben nicht wurzelecht, aber Ergebnis einer, genau genommen zweier vegetativer Vermehrungsakte. Pflanzen aus Sämlingen sind generativ entstanden und können eine neue Sorte begründen. In der Regel werden Sämlinge in der Olivenvermehrung nur als Veredelungsgrundlage verwendet, da ihre Eigenschaften nicht exakt zu definieren sind und keine Sortenreinheit garantiert ist. Hier werden also generative und vegetative Vermehrung verbunden.

Für Veredelungen werden aber gerne auch Wildformen der Olive verwendet, nicht nur Edelsorten mit definierten Wurzeleigenschaften.

Wurzelechte Exemplare haben den Vorteil, das bei massiven oberirdischen Frost- oder sonstigen Schäden aus den verbliebenen Wurzeln wieder Pflanzen mit den gleichen Eigenschaften enstehen. Veredelte Exemplare haben den Vorteil, die positiven Eigenschaften zweier Sorten miteinander verbinden zu können - allerdings nur getrennt in Wurzelbereich und oberirdische Pflanzenteile.

Heute wird davon ausgegangen, dass es zumindest im nahen Umkreis der Veredelungsstelle dabei durchaus zu Gentausch kommen kann, die Eigenschaften sich möglicherweise weiter als bisher angenommen wechselseitig beeinflussen und modifizieren können.

Alllerdings ist dieser Bereich noch sehr wenig erforscht. In Grenzlagen mit der Gefahr oberirdischer oder doch zumindest bodennaher Zerstörung der Pflanzen etwa durch Frostereignisse empfiehlt sich daher die Verwendung wurzelechter Sorten. Es gibt wenig Grund zur Annahme, die Klimaerwärmung könne bei uns in absehbarer Zeit den Anbau von Oliven ermöglichen.

Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass die kürzere Vegetationsperiode bei uns das Ausreifen der Früchte mit erheblichen Unsicherheiten belastet. Anlagen in Deutschland werden weiterhin den Charakter von Experimenten haben, mit entsprechendem Aufwand und eingeschränkten Erfolgserwartungen.

Aber das hier Folgende gilt auch für Anlagen in günstiger gestellten Grenzlagen. Faktoren für die Standortwahl sind: Windschutz windige Kuppen wenig geeignet , Sonnenexposition Süd bis Südwest , Bodenbeschaffenheit nicht zu fest und nicht zu feucht. Faktoren für die Sortenwahl sind: Bodenbeschaffenheit, Niederschlagshäufigkeit und Windexposition. Selbstredend kommen grundsätzlich nur besonders froststabile Sorten in Frage - wobei man sich nicht auf Geheimtipps verlassen sollte, sondern auf belastbare Quellen s.

Der Anbau sollte bei uns grundsätzlich eher auf Buschform, maximal Vasenform abzielen. Diese Erziehungsformen ermöglichen nach Frostkalamitäten einen rascheren Neuaufbau.

Abweichend von den Empfehlungen für Olivenanbauländer mit Abständen im Bereich von etwa 6 Metern kann bei uns mit dem halben Abstand gearbeitet werden, da nicht die Entwicklung ausladender Kronen zu erwarten ist. Sollte die Klimaentwicklung diese in Zukunft ermöglichen, kann immer noch ausgedünnt werden.

Der Anlagenaufbau sollte bei Bedarf den Windschutz mit einplanen, zumal bei uns der Wind im Winterhalbjahr einen zusätzlichen Kältestress-Faktor bedeuten kann.

Eingeplant werden muss auch der Winterschutz für Junganlagen und auch darüber hinaus möglicher Frostschutz bei Extremereignissen für ältere Anlagen. Hochstammerziehung macht für unser Klima keinen Sinn, da der Verlust in strengen Wintern gravierend ist und der Baum sich schlecht wieder erholen kann bzw.

Sie einen Neuaufbau zum Hochstamm nach Frostschaden nur schwer hinbekommen. Diese Form ermöglicht frühere Ernten als Hochstämme und lässt sich relativ leicht wieder aufbauen. Eine Alternative hierzu, die ich für meinen Hain künftig erproben möchte, ist die Buscherziehung, idealerweise mit wurzelechten Exemplaren, die einen Neuaufbau mit gutem Ertrag innerhalb von wenigen Jahren bei milden Wintern ermöglicht. Es gibt Empfehlungen, bei Buscherziehung etwa alle zehn Jahre "auf Stock" zu setzen.

Damit werden Schnitt- und Ernteaufwand minimiert und der Ertrag maximiert. Nach dem Neuaustriebe wird drei Jahre gewartet, ehe im Zentrum der Pflanze ausgelichtet wird. Danach erfolgt kein weiterer Schnitt! Diese Methode wurde von Balilla Sillari in der Toskana entwickelt. Mir erscheint diese Methode für Grenzlagen vielversprechend, da sie eine Adaption an starke Frostereignisse elegant ermöglicht.

Nach Frostschäden sollte grundsätzlich zunächst bis in den Mai hinein abgewartet werden, ehe Schäden beseitigt werden. Dabei sollten auch Äste entnommen werden, die eine starke Rindenschädigung zeigen. In Olivenanbauländern wird empfohlen, auch den Stamm bis auf Bodenniveau abzusägen.

Das macht natürlich nur bei wurzelechten Pflanzen Sinn. Ein neuer Aufbauschnitt sollte erst nach drei Jahren erfolgen, um den Baum wieder in eine Wurzel-Krone-Balance zu führen und Vitalität sowie Froststabilität Zuckeranteil im Gewebe, den Saftbahnen gewinnen zu lassen. Grundsätzlich gilt, dass es keine pauschalen, fixen Zeitangaben geben kann, da jedes Jahr mit anderen Bedingungen aufwartet.

Die angegebenen Schnittzeitpunkte sind nur grobe Orientierungswerte. Ist ein kurzfristiger Formschnitt mit Blick auf die Wintereinüllung geplant, ein grundlegender Erziehungsschnitt, ein Durchlüftungsschnitt zur Vorbeugung von Pilzschäden oder ein Schnitt zur Beseitigung von Frostschäden? Nach Frostschäden sollte nicht vor Juni geschnitten werden, da sich erst bis dahin der Umfang der Schäden deutlich zeigt.

Das abgestorbenen Holz ist zu entfernen, dabei lassen sich auch Erfahrungen zur Holzstruktur und zur Reaktion der Pflanze auf den Winter sammeln. Ein massiver Rückschnitt bis kurz über die Veredelungsstelle oder bei wurzelechten Exemplaren bis in Bodennähe, wie in Olivenanbauländern empfohlen, ist bei uns kaum sinnvoll, da wir eher auf den Erhalt dessen achten sollten, was den Winter überlebt.

Durchlüftungsschnitte bei Problemen mit Occhio di Pavone sollten vor dem Herbst durchgeführt werden - aber behutsam, dichte Kronen kommen besser durch den Winter. Ein Erziehungsschnitt sollte nicht gleich nach der Neupflanzung, sondern erst nach einigen Jahren ungestörter Vegetation erfolgen anders als in Olivenanbauländern.

Schnittziel kann dabei für uns natürlich kein Hochstamm sein. Selbst der Aufbau einer Vasenerziehung erfordert viel Glück, einen guten Winterschutz und damit auch eine windgeschützte Lage und Geduld. Keinesfalls sollte nach einem Winter mit Frostschäden am Holz ein Erziehungsschnitt angesetzt werden, da er die Pflanze zusätzlich schwächt.

Die von mir inzwischen präferierte Buscherziehung erfordert bei üblichem Pflanzenmaterial ein Kappen des Stammes zu geeigneter Zeit im Frühjahr. Geeignet nur bei wurzelechten Pflanzen. Bei Veredelungen ist nur eine Buschvase zu erreichen. In Olivenanbauländern wird hier kaum geschnitten, lediglich die Zahl der Hauptaustriebe ggf. Stattdessen erfolgt ein radikales "auf den Stock setzen" nach etwa 10 Jahren, im Frühjahr. Das häufigste Problem von Olivenbesitzern in Deutschland ist der Blattverlust - zumindest wenn man den einschlägigen Forenbeiträgen und Bogs glauben darf.

Die Anfragen bei mir werden allerdings dominiert von Fragen zum Winterschutz, zu Frostschäden, zu geeigneten Sorten und zu Krankheiten. Zunächst muss ich daran erinnern, dass Oliven, obgleich immergrün, ihre Blätter auch unter "normalen" Bedingungen gelegentlich verlieren bzw. Doch was Olivenbesitzer in Deutschland in der Regel beklagen, ist nicht dieser Blattfall, sondern massiver Blattfall im oder nach dem Winter.

Dahinter stehen zumeist Frostschäden, Trockenstress, Hitzestress oder Umsiedelungsstress. Der Blattfall im Winter wird in der Regel ausgelöst durch ein zu warmes Überwinterungsquartier.

Auch im Winter sollten Oliven in Kübeln bisweilen gegossen werden, sonst kann die Pflanze unter Trockenstress leiden und daher die Blätter abwerfen. Häufig reagieren die Pflanzen auf Winterstress und Frostschäden erst relativ spät im Frühjahr mit Blattverlust.

Davor kann die Pflanze die Blätter allerdings auch durch Schütteln, Wind u. Der sollte am Abend stattfinden. In den ersten Tagen ist bei Sonnenschein unbedingt auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit zu achten. Die Pflanzen sollten im Winter auch nicht zu dunkel stehen. Vollständige Dunkelheit führt gleichfalls im Winter schon zu Blattverlust.

Da hat man nun ein schönes Olivenbäumchen, aber seit Jahren wartet man vergeblich auf Blüten. Oder man hat einen Baum, der schon mal gut geblüht hat, aber dann bleibt die Blüte in einem Jahr plötzlich aus. Gründe dafür gibt es zahlreich. Bei Kübeloliven kann es schlicht daran liegen, dass es ihnen im Winterquartier zu warm war. Auch im Sommerhalbjahr wird in den Kübel oft zu wenig gegossen - weil "die Oliven ja so wenig Wasser brauchen" was nur im Freien stimmt, wo sie mit ausgedehntem Wurzelwerk das Letzte aus dem Boden rausholen können.

Oliven die im Freien stehen, kommen in der Regel bei uns zu ihrer Winterruhe. Nur in Stadtlagen kann es in einem milden Winter durchaus mal vorkommen, dass sie keinen ausreichenden Kälteimpuls bekommen.

Wirkliche Trockenschäden erleiden sie bei uns im Freien in der Regel auch nicht. Und doch kann Trockenheit zur falschen Zeit auch Ursache für ausbleibendes Blühen sein.

Ebenso Mangel an Stickstoff und Phosphor - was jedoch eher selten vorkommen dürfte bei unseren Böden. Und natürlich führen auch Frostschäden zum Ausbleiben der Blüte, da die Pflanzen erstmal damit beschäftigt sind, neue Zweige und Blätter zu produzieren.

Allerdings reagieren unterschiedliche Sorten hier sehr unterschiedlich. Ich hatte schon bei einer Bianchera, der kaum Laub über den Winter geblieben war, vor den ersten Blattneuaustrieben einen Blütenaustrieb! Frostnächte im April, kühle Nächte im Mai können die Blütenstandentwicklung gleichfalls behindern. Ihr weit verzweigtes Wurzelwerk mag es nicht, wenn andere Pflanzen zu nahe stehen. Die Baumscheibe sollte auch gut freigehalten werden, damit sie sich wohl fühlen.

Manche Sorten blühen und fruchten intermittierend, also nur etwa jedes zweite Jahr. Wildoliven, erkennbar an den kleinen Blättern, blühen nur sehr selten. Ob es dann aber Früchte gibt, hängt wiederum von einer Vielzahl an Bedingungen und Faktoren ab. Verschiedene Mechanismen der Frosthärte bei Pflanzen sind untersucht, vor allem die Erhöhung des Zuckergehaltes in Pflanzensäften, also die Produktion eines allseits bekannten "Frostschutzmittels".

Eisharte Pflanzen können darüber hinaus durch Entwässern ihrer Zellen und durch Mittel zur Modifikation der Kristallbildung "Rundung" ihr Überleben bis in weit in den zweistelligen Minusbereich sichern.

Oliven sind nicht eishart. Sie sind jedoch grundsätzlich in der Lage, die Zuckerkonzentration in den Säften als Reaktion auf sinkende Temperaturen zu erhöhen. Damit kann ein Schutz bis in den anfänglichen zweistelligen Bereich geleistet werden. Allerdings erfolgt die Anpassung je nach Sorte in unterschiedlicher Intensität. Zudem wird der "Frostschutz" bei Oliven nur allmählich aufgebaut, aber sehr rapide bei Erwärmung wieder abgebaut mit wiederum sortenspezifischen Differenzen.

Dies erklärt, weshalb Oliven unter den bei uns üblichen intermittierenden Wintern besonders leiden. Auffallend ist nach meinen Erfahrungen, dass auch Clorophylle mit der Frosthärte bei Oliven korrelliert sind.

Besonders frostharte Sorten oder Individuen zeigen eine intensive Dunkelgrünfärbung, die zu Winterbeginn zunimmt und sich den Winter über erhält. Gerade solche Sorten dürften durch falsches Einhüllen leiden! Die Parallelen zur Fichte sind unübersehbar s. Oliven können auch durch die Steuerung ihrer Vegetationsprozesse Froststabilität erreichen. Eine längere Winterruhe bewahrt eine Pflanze davor, bei frühem Saftfluss von einem Frost erwischt zu werden.

Sorten, die erst bei höheren Temperaturen ihren Stoffwechsel hochfahren, sind bei uns also im Vorteil. Allerdings kommen diese Sorten dann bei uns kaum zur Fruchtreife. Die Agrogentechnik arbeitet an der Übertragung des genetischen Hauptschalters von Arabidopsis thaliana zur synchronen Bildung mehrerer pflanzeneigener Frostschutzmittel.

Ich plädiere allerdings für einen gentechnikfreien Olivenanbau in Deutschland ;-. Wie schon oben ausgeführt, ist die Frosttoleranz bei Oliven sortenabhängig. Junge Pflanzen sind aufgrund ihres noch bescheidenen Stoffwechsels nur eingeschränkt zum Aufbau eines Frostschutzes in der Lage. Ältere Äste und Stämme sind aufgrund der Borkenentwicklung auch weit stabiler gegenüber Kambiumschäden durch Frost.

Auch die Umstände einer Frostperiode entscheiden über die Stabilität bei Frost. Wind reduziert die Frosttoleranz. Auch Oliven kennen, wie Menschen, eine "gefühlte" Temperatur. Bei starkem Wind können -6 Grad für eine Olive schon tödlich sein, wogegen sie bei Windstille erträgt. Fatal ist oft auch Feuchtigkeit verbunden mit Temperaturen um den Nullgradbereich, wenn es zur Eisbildung in feuchter Rinde kommt. Occhio di Pavone führt zu gestörtem Stoffwechsel der Blätter und reduziert punktuell die Fähigkeit, Frostschutz aufzubauen.

Was zu massenhafter Verbräunung von Blätter führt, die mit Occhio di Pavone befallen sind. Allerdings wären diese ohnedies früher oder später abgestorben. Frost verbunden mit starker Sonneneinstrahlung kann zu Rindenrissen führen. Bei Windstille und Trockenheit können Oliven kurzfristig bis Grad ertragen, ältere Pflanzen gar bis Temperaturangaben zur Froststabilität von Oliven sind in der Regel bezogen auf Windstille und auch sonst optimale Bedingungen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass die Froststabilität bei intermittierenden Frostereignissen sukzessive abnimmt. Vermutlich nimmt die Froststabilität auch mit fortschreitendem Winter ab durch den Zuckerverbrauch der Pflanze. Angaben dazu, welche Minustemperaturen die Sorte XY zu ertragen vermag, sind daher weitgehend irrelevant für das reale Verhalten in einem Winter. Allerdings wird man mit Sorten, die wissenschaftlich bestätigt oder nach verbürgten Erfahrungen frosthärter sind als andere, in unserem Klima die besten Erfahrungen machen.

Unreif grün oder reif schwarz - mit sehr vielen Zwischenstufen, die durch rot-braune Töne bestimmt sind. Wobei "unreif" mit Einschränkungen gilt. Denn auch grüne Oliven schmecken ja, entsprechend behandelt, durchaus gut. Und für die Pressung von Olivenöl werden aus Qualitätsgründen häufig gerade "unreife" Oliven verwendet. Doch sinkt dabei in der letzten Reifungsphase auch die Qualität, teilweise dramatisch, und das Öl verliert an Haltbarkeit, es oxidiert rascher bzw.

Über die Reifungsunterscheidung hinaus gibt es eine breite Varianz der Olivenfärbungen, die durch Sortenunterschiede bedingt ist. Bei weltweit etwa es kursieren auch weit höhere Zahlen verschiedenen Olivensorten ist das auch nicht erstaunlich. In Italien alleine sind etwa Varietäten verbreitet, davon über offiziell registriert. Nicht immer sind "schwarze" Oliven, die man kauft, wirklich durch Reifung schwarz geworden.

Häufig wird an grün geernteten Oliven nachgeholfen mit Farbstoffen, zum Beispiel Eisengluconat E Wer mit Oliven den Geschmack von Metall oder Seife verbindet, der sollte mal die Sorte oder den Händler wechseln und nach ungefärbten schwarzen Oliven fragen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, immer wieder verschieden eingelegte Oliven zu probieren, auch im Urlaub in entsprechenden Herkunftsländern auf dem Markt, um den Geschmack zu schulen und allmählich zu entdecken, was der eigentliche oder der einem zusagende Olivengeschmack ist.

Es ist durchaus hilfreich, auch einmal eine grüne Olive vom Baum oder eine schwarze unter einem Baum aufzulesen und anzuknabbern - nach entsprechender Reinigung natürlich und behutsam um keinen Schock zu erleben. Angesichts der Zahl von über eintausend Olivensorten weltweit erstaunt es nicht, dass es auch geschmacklich eine enorme Bandbreite gibt. Gemeinsam ist allen Sorten eine charakteristische Oliven-Bitternis.

Die geht auf Wirkstoffe zurück, Biophenole, die in den Früchten und auch in den Blättern enthalten sind, mit teilweise positiven Wirkungen auf die Gesundheit. Nach der Intensität der Bitternis unterscheidet Paul Vossen in seinem verdienstvollen, reich bebilderten PDF mit sechzig gebräuchlichen Olivensorten "mild", "medium" und "strong". Darüber kann trefflich gestritten werden - in Frankreich gilt Aglandaou als "schockierend" bitter Michel Courboulex , was sich mit meiner Erfahrung deckt.

Die bittere Geschmacksnote von verarbeiteten Oliven verdankt sich vorwiegend den Biophenolen. Besonders die Note "scharf", die an Peperoncini, Rucola und Ingwer erinnert, wird häufig genannt. Sie ist auf Oleocanthal zurückzuführen. Weitere wichtige Geschmacksunterscheidungen sind die nach "grasig" oder "fruchtig", angereichert durch Differenzierungen wie "nach frischem Heu", "nach frisch geschnittenem Gras" oder genauere Bestimmungen der Fruchtnoten im weiteren Sinne, der auch Gemüse umfasst.

Bei letzteren dominieren verständlicherweise Noten, die in das Feld des Bitteren gehören, wie "Mandel", "Haselnüsse", "Kastanie", "Radicchio" oder "Artischocke". Als eher milde Fruchtnoten werden "Tomate", "Kiwi" und "Apfel" vorzugsweise "grün" genannt, auch "grüne Banane" ist beliebt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, in Feinschmeckermagazinen liest man von Geschmackserinnerungen an "frisch zerriebene Basilikumblätter" oder "unreife Tomaten am Strauch".

Leider hatte ich im ersten Standjahr nur eine Hand voll ernten können, Leccino und Olivastra Seggianese - und , , gabs nichts, nach den Frostschäden waren die Pflanzen mit der Bildung neuer Zweige und Blätter beschäftigt.

Und die beiden ausgereiften Oliven waren entsetzlich bitter - ganz wie ich es von Olivenanbauländern kenne. Das könnte am trockenen Sommer oder an der Sorte liegen. Aglandaou gilt als "kräftig" und "herb" im Geschmack. Die Folgen sind Bevölkerungsverschiebungen und Einwanderungsschübe aus Nordafrika.

Trotz der Eurokrise bleiben die Staaten nördlich des Mittelmeeres für die nordafrikanischen Staaten attraktiv. Stattdessen finden sich die Bewohner in verschiedenen Konstellationen zusammen und versuchen, ihr minimales Einkommen zu strecken, indem sie ihre gegenseitige Unterstützung, ihr Wissen und ihre Arbeitskraft einsetzen, um langsam aber systematisch alle nach vorne zu bringen.

Der Name wird bleiben, doch die Funktionsweise der kapitalistischen Gesellschaft wird sich auf zweierlei Arten wandeln: Investitionsströme werden nicht mehr nur von Profitabilität gesteuert werden und Unternehmen werden gezwungen sein, nicht nur über ihre finanziellen Leistungen Rechenschaft abzulegen, sondern auch über die ökologischen und gesellschaftlichen Konsequenzen ihres Handelns. In immer mehr Fällen wird ein Eingreifen notwendig sein, bevor diese Investitionsprojekte aus wirtschaftlicher Sicht profitabel werden.

Rascher geht es, wenn man die Steuern erhöht und die Einnahmen direkt in die gesellschaftlich notwendigen Projekte investiert. Ein gutes Beispiel ist die Entscheidung der deutschen Regierung, während der er-Jahre bedeutende Investitionen in Wind- und Solarenergie zu tätigen und die Verbraucher für die Rechnungen aufkommen zu lassen. Sie werden helfen, Engagement und Macht zu dezentralisieren. Die Grenzen zwischen den Ideen eines Unternehmens und den Ideen seiner Umgebung werden immer durchlässiger.

Doch lässt sich todsicher davon ausgehen, dass zukünftige Kriege uns bis einen Weltgerichtshof der Generationen bringen werden, durch den Regierung, Konzerne und andere Akteure wegen Ökozids und massiver Beeinträchtigung der Interessen zukünftiger Generationen angeklagt und verfolgt werden können.

Randers nimmt an, dass der Lebensstandard in den nächsten 40 Jahren weltweit gesehen nicht plötzlich zusammenbrechen wird. Als Grund dafür nimmt er an, dass zum einen 2—3 Milliarden Menschen arm bleiben werden und nicht vom Produktivitätszuwachs profitieren werden und zum anderen die Reichen alles tun werden, um ihren Lebensstandard trotz aller Verknappungen zu erhalten. Randers führt ihn mit einer rhetorischen Frage ein:. Das würde bedeuten, dass fünf Prozent der arbeitenden Bevölkerung und fünf Prozent des Kapitals für die Herstellung und Erbringung klimafreundlicher Güter und Dienstleistungen arbeiten würden.

Nach 20 Jahren gemeinsamer und gut geplante Anstrengungen wäre die Weltwirtschaft emissionsfrei. Die globalen Finanzmärkte würden die nachhaltige Entwicklung vorantreiben, sobald sie die Überbewertung der fossil-basierten Unternehmen erkannt hätten, meint Nick Robins.

Die Welt muss lernen, mit geringerem Wirtschaftswachstum als heute üblich zu leben. Das gelingt uns nur, wenn wir auch lernen, wie man ohne Wachstum umverteilt. Doch die US-Landmasse ist im Vergleich zur Bevölkerung enorm und so wird das Land auch weiterhin in der Lage sein, sich mit natürlichen Ressourcen zu versorgen und immer noch bedeutende Reserven haben.

Die Nahrungsmittelerzeugung pro Kopf wird gemessen an internationalen Standards sehr hoch bleiben und wenngleich ein beträchtlicher Teil des Überschusses für Biobrennstoffe verwendet wird, kann wohl trotzdem noch einiges an Nahrungsmitteln exportiert werden. Überraschend für viele Bewohner der westlichen Welt wird die chinesische Bevölkerung ihren Höchststand bereits in den er-Jahren erreichen — aber es wird ein flaches und langes Maximum sein.

Die zusätzlichen Belastungen durch mehrere Millionen Menschen werden der Volksrepublik China erspart bleiben und das Land wird in der Lage sein, die frei gewordenen Ressourcen zu nutzen, um für die 1,4 Milliarden Menschen, die in den er-Jahren dort leben werden, eine bessere Existenz zu schaffen. Dieses langsame Wachstum wird in erster Linie dem Bevölkerungsrückgang, aber auch dem langsamen Produktivitätswachstum geschuldet sein.

Die Region verfügt über die notwendigen Arbeitskräfte, um die alternde Bevölkerung zu versorgen. Dies bedingt jedoch einen Einkommentransfer von den derzeit Beschäftigten zu den Einsteigern. Immerhin umfasst sie derzeit ein Drittel der Erde. Allerdings wird die Region auch zum Schauplatz potentieller Klimakatastrophen infolge der Erderwärmung. Die Bevölkerung wächst noch rasch — 1,9 Prozent jährlich —, verglichen mit 2,4 Prozent vor 40 Jahren.

Randers vergleicht seine Studie mit der von Die Grenzen des Wachstums GdW und stellt heraus, dass damals nur recht grobe Szenarios als denkbare Zukunftsalternativen vorgestellt wurden. Wenn von Überziehung overshoot und dem daraus folgenden Zusammenbruch des Systems gesprochen wurde, so bedeute das freilich noch nicht ein Aussterben der Menschheit, sondern nur, dass ein Leben wie zuvor ganz ausgeschlossen werde.

Dabei wurde die entscheidende Aussage der Studie von verkannt, nämlich der Hinweis, dass die Menschheit bald insgesamt mehr verbrauchen werde, als das auf Dauer durchhaltbar sei. Man wird sich in den nächsten 40 Jahren um eine Lösung dieser Probleme bemühen, aber die Bemühungen werden nicht ausreichen um die Armut bis zu beseitigen.

Und was den Klimawandel angeht, ist es wohl auch ihr gutes Recht, es nicht zu tun: Obwohl es möglich wäre, werden sie ihre Wirtschaft nicht neu beleben können, weil sie nicht in der Lage sind, die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Solche Lösungen tatsächlich umzusetzen, ist die eigentliche wirtschaftliche Herausforderung. Die letzten 50 Jahre haben gezeigt, dass dies leichter gesagt als getan ist. Wenn Sie darüber hinaus noch in Ihrem täglichen Leben beweisen, wie einfach es ist, die Treibhausgasemissionen durch den persönlichen Lebensstil zu senken, dann haben Sie meiner Meinung nach mehr als Ihre Pflicht getan.

Denn Sie haben zur politischen Willensbildung beigetragen, die notwendig ist, um einen deutlichen und zielgerichteten Schritt in eine klimafreundliche Zukunft zu veranlassen und mitzutragen. Gegen Ende des Buches listet Randers 20 persönliche Ratschläge, welche gültig sein werden, wenn wir unseren gegenwärtigen Kurs nicht ändern:.