Schwellenländer: Krise? Welche Krise?

Die steigende Bedeutung der lokalen Investoren hat die Abhängigkeit von ausländischem Kapital reduziert. Am Markt für indische und chinesische Staatsanleihen spielen Ausländer mit einem Anteil von jeweils weniger als fünf Prozent ohnehin so gut wie keine Rolle. Anders sieht es bei in Lokalwährung denominierten Staatspapieren aus Mexiko, Südafrika oder Indonesien aus, wo der Anteil.

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet. In den vergangenen Jahren sind in vielen Märkten nennenswerte nationale Kapitalsammelstellen entstanden. Nach einem Moratorium ist die Regierung nun wieder dazu übergegangen, Tiefseebohrungen zu genehmigen. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mordversuche an Assad und israelische Verhandlungen.

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US-Präsident Barack Obama will die Abhängigkeit der USA von ausländischem Öl deutlich reduzieren. Binnen zehn Jahren soll der Ölimport um ein Drittel gekürzt werden.

Die USA produzierten viel mehr Öl als heute oder bis Die Nachrichtenmedien zitieren oft Produktionszahlen, stellen sie aber selten in einen Zusammenhang. Wie viel sind 9,2 Millionen Barrel? Und was kannst du damit machen? Ein Fass Öl enthält 42 Gallonen. Im Durchschnitt können Sie etwa 19 Gallonen Benzin davon bekommen.

Die restlichen 23 Gallonen werden in andere Derivate destilliert, die Sie vielleicht nicht direkt kaufen, die aber für die moderne Zivilisation nicht weniger wichtig sind, wie Kerosin, Schmierstoffe usw. Oder für den erklärendsten Superlativ von allen verbrauchen die Vereinigten Staaten das Äquivalent von 8.

Aber wenn die USA Öl importieren, ist das gar nicht so schlimm? Ist das nationale Wohl bedroht, wenn der politische Umsturz erneut den Irak, Russland Saskatchewans Northwest Rebellion von tötete Dutzende. Es könnte wieder passieren. Dies ist eine rhetorische Frage. Nach der Verfassung der Vereinigten Staaten wird der Präsident nicht vom Volk, sondern von einem Gremium von Wählern, die die Föderierten Staaten vertreten, gewählt.

Jedoch setzte sich im Laufe der Zeit die Idee durch, dass die Gouverneure ihre Einwohner konsultieren müssten, bevor sie die Vertreter ihres Staates im Wahlkollegium ernennen.

In einigen Staaten ist diese Konsultation obligatorisch, in anderen ist sie jedoch nur beratend, der Gouverneur kann daher machen was er will.

Wie auch immer, die Wahl vom 6. November hatte keinen konstitutionellen Wert. Die Hauptfunktion der Umfrage, die wir nun erlebten, ist nicht, einen Präsidenten zu wählen, sondern den nationalen Pakt zu erneuern. So beteiligten sich nur etwa Millionen Erwachsene von an der Wahl.

Dies entspricht einer Wahlbeteiligung, die viel niedriger ist als diejenige, die bei dem Referendum und den Parlamentswahlen in Syrien konstatiert wurde, obwohl die Wahl in vier in Krieg befindlichen Bezirken nicht stattfinden konnte. Die 1,67 restlichen Prozente gingen an die 18 anderen Kandidaten, von denen Sie noch nie gehört haben und die keinen Zugang zu den Medien haben, um sich ihren Mitbürgern vorzustellen.

Entgegen einer weitverbreiteten Meinung sind die Demokratische und die Republikanische Partei staatliche Einrichtungen. So wurden die Vorwahlen innerhalb der Partei nicht von den Parteien, sondern von den Föderierten Staaten und auf ihre Kosten organisiert.

Im Gegensatz erlaubt das Syrien von heute eine Litanei von politischen Parteien, die nun beginnen, in den Medien Zugriff zu bekommen.

Wer es zum Modell nimmt, sollte aufwachen. Dieser kurze Vergleich sollte den syrischen, mit den bisherigen Reformen unzufriedenen Leser, nicht verzweifeln. Er soll ihn im Gegenteil ermutigen, indem man zeigt, dass die Institutionen des Landes sich in die richtige Richtung entwickeln, auch wenn es noch vieler Mühe bedarf.

Beide Länder haben zusätzlich mit hausgemachten Problemen zu kämpfen. Anders sieht die Situation in Asien aus. In den vergangenen Jahren sind in vielen Märkten nennenswerte nationale Kapitalsammelstellen entstanden. Dazu zählen unter anderen Pensionskassen und Publikumsfonds, über die lokale Anleger an der Entwicklung des heimischen Kapitalmarkts partizipieren können.

Die steigende Bedeutung der lokalen Investoren hat die Abhängigkeit von ausländischem Kapital reduziert. Am Markt für indische und chinesische Staatsanleihen spielen Ausländer mit einem Anteil von jeweils weniger als fünf Prozent ohnehin so gut wie keine Rolle.

Anders sieht es bei in Lokalwährung denominierten Staatspapieren aus Mexiko, Südafrika oder Indonesien aus, wo der Anteil ausländischen Investoren teilweise über 40 Prozent liegt. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren viel ausländisches Geld in die Schwellenländermärkte geflossen ist, zogen diese Investoren zuletzt verstärkt Mittel aus Aktien- und Rentenfonds mit Emerging-Markets-Fokus ab.

Eine Entwicklung, die zu einem Abwertungsdruck bei den jeweiligen Währungen führen kann. Die Entstehung einer heimischen Investorenbasis stellt aber zunehmend ein Gegengewicht dar und kann kurzfristige Schwankungen zumindest teilweise ausgleichen.

Eine im Vergleich zu Europa oder Japan eher konventionelle Notenbankpolitik hat in einer Vielzahl von Schwellenländern zu fallenden Inflationsraten und steigenden Realzinsen geführt. Trotz des gestiegen Zinsniveaus in den USA gibt es daher nach wie vor Schwellenländer, die — nach Abzug der Inflation — ein vergleichsweise attraktives Renditeniveau aufweisen. Hinzu kommt, dass einige Schwellenländerwährungen aus dem Blickwinkel des realen effektiven Wechselkurses REER unterbewertet erscheinen und die einzelnen Volkswirtschaften durch die Währungsabwertungen wettbewerbsfähiger geworden sind.

Solche Vergleiche besitzen wegen einer unterschiedlichen Zusammensetzung der Aktienindizes und verschiedener Rechnungslegungsstandards allerdings wenig Aussagekraft. Fakt ist aber, dass in einigen Emerging Markets mittlerweile sehr erfolgreiche Unternehmen mit veritablen Geschäftsmodellen und visionären Management Teams entstanden sind. Unseres Erachtens täten Investoren gut daran, sich mit diesen Unternehmen, die von strukturellen Wachstumstrends profitieren, intensiver zu beschäftigen.

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