Berühmte Theoreme


Aktien bewegen sich zufällig, und Prognosen sind nutzlos:


Wie grundsätzliche Zweifel an der Berechnung von Über- oder Unterbewertungen zu einer neuen Beurteilung von Produktivitätsfortschritten führten. Ein bahnbrechendes Ergebnis der Finanzwissenschaften verdient es, besser bekannt zu werden — nicht zuletzt wegen seiner Relevanz für die Reform der Unternehmenssteuern.

Die Erinnerung an den Ursprung der Angebotstheorie ist verblasst. Die Debatte über angebots- oder nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik aber lebt weiter.

Warum der Klassiker unter den neoklassischen Produktionsfunktionen die ökonomische Forschung im Sturm eroberte und trotzdem kritisiert wird. Aktien bewegen sich zufällig, und Prognosen sind nutzlos: Die These trotzt auch den besten Anlagefonds und den grössten Börsenblasen.

Franco Modigliani und Merton H. Miller haben die Corporate Finance mit ihrer ökonomischen Analyse neu definiert. Mit ihrem Irrelevanztheorem zu Kapitalstruktur und Unternehmenswert stellen sie Praktiker vor ein Rätsel. Wie die Skizze auf einer Serviette einen US-Präsidenten beeinflusst hat und in die Wirtschaftsgeschichte eingegangen ist. Wie sich eine statistische Beobachtung zur Relation von Arbeitslosigkeit und Nominallöhnen zu einer Handlungsanleitung für die Wirtschaftspolitik entwickelte.

Milton Friedman bezeichnete sie als Binsenweisheit. Seit Jahrhunderten wird zu erklären versucht, wie Notenbanken durch Erhöhung der Geldmenge ein Vielfaches an Einlagen und Kreditvolumen erzeugen können. Die risikogerechte Bewertung wird dabei von Arbitrageuren gewährleistet.

Wie Einkommens- und Vermögensungleichheiten grafisch und zahlenmässig exakt erfasst und dargestellt werden können. Wenn die Zinsparität gilt, können Anleger keine Gewinne aus Zinsdifferenzen unterschiedlicher Währungen erzielen. In der Praxis gibt es aber Abweichungen.

Die Reaktion auf Verluste ist grösser als auf Gewinne, und kleine Wahrscheinlichkeiten bekommen zu viel Gewicht. Auch Anleger tappen in diese Fallen. Zwei US-Forscher weisen nach, dass trotz Globalisierung viel weniger Investitionskapital ins Ausland fliesst, als die ökonomische Theorie nahelegt.

Das Prinzip der modernen Wohlfahrtstheorie gibt der Ökonomie kein Instrument für mehr soziale Gerechtigkeit, sondern ein enges Korsett zur Effizienzsteigerung. Zwei schwedische Ökonomen haben die Handelsforschung und die Debatte über die Gewinner und die Verlierer des Freihandels geprägt.

Weshalb zwei unterschiedliche Zinssätze am Kapitalmarkt zu einem Ungleichgewicht führen und damit die Saat für Inflation oder Deflation legen. Wie grundsätzliche Zweifel an der Berechnung von Über- oder Unterbewertungen zu einer neuen Beurteilung von Produktivitätsfortschritten führten.

Ein bahnbrechendes Ergebnis der Finanzwissenschaften verdient es, besser bekannt zu werden — nicht zuletzt wegen seiner Relevanz für die Reform der Unternehmenssteuern.