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Diese Legende wandelte sie gelegentlich ab. Dies wieder und wieder festzustellen, doch die Folgen dieser Ungleichheit sind tödlich. Als eigentlicher Hintergrund kann die Sicherung wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen angesehen werden. Der Konzern erhielt die Konzession ohne finanzielle Gegenleistung für 99 Jahre.

Inhaltsverzeichnis


Margaretha wollte unbedingt zurück nach Europa , doch John zögerte, da ihm bewusst war, dass seine Pension für ein angemessenes Leben dort nicht ausreichen würde. Die Beziehungsprobleme wurden stärker, die Ehe war völlig zerrüttet.

Es kam wiederholt zu Versöhnungen, die nach wenigen Wochen wieder in Streit und Trennung umschlugen. Tochter Non wurde der Mutter zugesprochen, verblieb jedoch einvernehmlich beim Vater, der sich mittlerweile in Velp heute Gemeinde Grave niedergelassen und wieder geheiratet hatte.

John kam seiner Unterhaltspflicht Margaretha gegenüber nicht nach, so dass sie gezwungen war, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Auch dieser Versuch blieb erfolglos. Da es wenig Fachleute für indische oder javanische Tänze und Kultur gab, musste sie eine Entlarvung ihrer Fantasiegeschichten, Lügen und Flunkereien kaum befürchten. Ihr dunkler Teint, ihre vollen Lippen und glänzenden Augen zeugen von weit entfernten Landen, von sengender Sonne und tropischem Regen.

Sie wiegt sich unter den Schleiern, die sie zugleich verhüllen und enthüllen. Ihre Brüste heben sich schmachtend, die Augen glänzen feucht. Die Hände recken sich und sinken wieder herab, als seien sie erschlafft vor Sonne und Hitze. Was sie erfleht, können wir nur ahnen […] Der schöne Leib fleht, windet sich und gibt sich hin: Von nun an gab sich Margaretha als Exotin aus, wobei sie behauptete, sie stamme aus dem Süden Indiens, von der Küste von Malabar , aus der heiligen Stadt Jaffnapatam die aber gar nicht an der Malabarküste, sondern auf Ceylon liegt [45] , und ihre Familie bestehe aus Mitgliedern der oberen Kaste der Brahmanen.

Sie sei in der unterirdischen Halle des Gottes Shiva aufgewachsen und von Kindesbeinen an in den rituellen Tempeltänzen unterrichtet worden, die sie zu Ehren der Götter Tag für Tag getanzt habe. Sie habe sich in herrlichen Gärten ergangen, sei mit Girlanden aus Jasmin bekränzt worden und habe die Altäre der Götter dekoriert.

Sie hätte wohl ihr ganzes Leben an diesem Ort zugebracht, wenn nicht ein bildschöner, junger britischer Offizier sie einmal bei einem solchen Tanz gesehen, sich unsterblich in sie verliebt, sie entführt und geheiratet hätte. Ihm habe sie sodann einen Sohn geboren, Norman, den eine fanatische Dienerin grundlos vergiftet habe.

Diese Legende wandelte sie gelegentlich ab. Häufig siedelte sie ihre Kindheit auf Java an. Oft behauptete sie, die Enkelin eines javanischen Sultans zu sein, dessen Tochter einen niederländischen Offizier geheiratet habe.

Obwohl bereits früh partielle Zweifel an ihrer Lebensgeschichte aufkamen, unter anderem durch die französische Schriftstellerin und Tänzerin Colette , wurde Mata Haris Legende ihrer indischen beziehungsweise indonesischen Herkunft erst durch den Journalisten Charles S. Mata Hari hatte zwar einige Jahre in Indonesien verbracht, jedoch weder indische Tänze gelernt noch sich mit ihnen intensiver beschäftigt. Was sie von indischen Tänzen und Liebeskünsten wusste, hat sie wahrscheinlich einer Übersetzung des Kamasutra entnommen und für ihre Zwecke abgeändert.

Sie war nie in Indien gewesen, und in Indonesien ist diese Tradition unbekannt. Aber sie konnte erzählen, was sie wollte, man glaubte ihr vorbehaltlos; gerade diese geheimnisvoll-exotische Note wirkte auf ihr erlebnishungriges Publikum und bahnte ihr den Weg zum Erfolg.

Sie wurde zur Sensation. Die Zeitungen schrieben über sie, die Kritiker überschlugen sich geradezu mit ihren Komplimenten, sie war in aller Munde, tout Paris ganz Paris wollte sie sehen. Ihr Siegeszug als gefeierte Tänzerin begann. März in seinem Museum Guimet vor einem ausgesuchten Publikum und präsentierte dort Nachempfindungen indischer Tempeltänze. Er stellte ihr passende Tanzbekleidung, einen Sarong und ein besticktes Bustier , Schleier und Schmuck zur Verfügung und riet ihr, einen Künstlernamen anzunehmen.

Die Szene, in der sie zuletzt nahezu unbekleidet tanzte, war Sensation und Skandal zugleich. Das Jahr war das erfolgreichste für Mata Hari. Ende des Jahres kündigte sie einem holländischen Journalisten an, sie werde das Tanzen aufgeben und einen osteuropäischen Fürsten heiraten.

Trotzdem hatte sie bereits nach kurzer Zeit mit Konkurrenz zu kämpfen. Hier lernte sie den französischen Botschafter Jules Cambon kennen. Diese Bekanntschaft rettete ihr später zwar nicht das Leben, aber Cambon war der einzige, der in ihrem Prozess zu ihren Gunsten aussagte und sich nicht versteckte.

April erging das Scheidungsurteil für ihre Ehe. Ihr Publikum erfuhr nichts von diesem Vorgang, sie gab sich weiter als geheimnisumwitterte indische Tempelbajadere Mata Hari aus, über deren romantische Herkunft sich die Zeitungen gegenseitig mit fantastischen Geschichten übertrumpften. Die Zeitungen waren voll mit begeisterter Kritik:. Mata Hari selbst tritt gemessenen Schrittes ein. Sie verrichtet ein Gebet vor dem Götzenbild, wie ein Priester den Gottesdienst.

Die Kühnheit des Kostüms bildet eine kleine Sensation. Schon aber ist Mata Hari verschwunden. Er hat mich auf Java aufwachsen lassen und dann in ein aristokratisches Internat nach Wiesbaden geschickt. Sie kehrte nach Paris zurück.

März befand sich Mata Hari in Rom und telegrafierte an ihren Manager, ob inzwischen neue Engagements für sie eingetroffen seien. Sie schrieb auch an Richard Strauss , um sich für seine neue Inszenierung als Salome vorzuschlagen: In Frankreich angekommen, musste Mata Hari feststellen, dass man sie als Künstlerin schon fast vergessen hatte und es in Paris von Kopien ihrer Tänze geradezu wimmelte.

September , einer Wochenzeitung für Kunst und Kultur, ihren Rücktritt von der Bühne an und beklagte sich über ihre Konkurrentinnen: Aber ihr Stern war noch nicht gesunken. Als sie erwartete, von Antoine auch für die Aufführung von Antar in seinem eigenen Theater am Boulevard de Strasbourg engagiert zu werden, wurde sie enttäuscht. Schnell wurden Journalisten auf den Streit zwischen dem Regisseur und der Tänzerin aufmerksam, und beide leiteten die Aussagen des jeweils anderen der Presse zu.

Mata Hari klagte gerichtlich auf Verleumdung und forderte Schadensersatz. Antoine erhob daraufhin Gegenklage gegen Mata Hari. Auch in den privaten Salons der italienischen Oberschicht tanzte sie die Salome.

Im März versuchte sie, ein Engagement von Sergej Djagilew zu erhalten, der mit seinem Ensemble märchenhafte Erfolge in Europa feierte, wurde jedoch brüsk abgewiesen. Als sie in Monte Carlo auftrat, war es zu einem Kontakt zwischen Djagilew und ihr gekommen, und nachdem sie als Schwarze Venus Erfolge gefeiert hatte, entstand in ihr ernstlich der Gedanke, mit den Ballets Russes aufzutreten. Djagilew forderte Mata Hari auf, sich zu entkleiden und eine Kostprobe ihres tänzerischen Könnens auf der von Bühnenarbeitern bevölkerten Bühne zu geben.

So war sie am Sie kehrte jedenfalls ohne die Tochter nach Frankreich zurück. Über das weitere Leben von Non ist nur noch bekannt, dass sie beabsichtigte, im Herbst des Jahres , also zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, nach Indonesien überzusiedeln, um dort als Lehrerin zu arbeiten.

Mata Hari reiste nach Berlin und sah während einer Rundfahrt durch die Stadt den deutschen Kronprinzen. Ihr Interesse wurde von einem Beobachter namens Guido Kreutzer als fanatische Feindschaft gegenüber Deutschland fehlinterpretiert.

Als Mata Hari darum bat, vor dem deutschen Kronprinzen tanzen zu dürfen, wurde ihrer Bitte nicht entsprochen. Der Zenit ihrer Tanzkarriere war bereits überschritten.

Seine Antwort vom 9. März war bezeichnend: Dieses Engagement kam indes nicht mehr zustande, da am Juli der Erste Weltkrieg ausbrach. Sicherlich flüchtete sie auch vor Gläubigern und unbezahlten Rechnungen, jedoch nicht vor Spionen oder Anklagen der Entente , wie später behauptet wurde. Zunächst versuchte sie, über die Schweiz nach Paris zurückzukehren, was aber nicht gelang, weil sie kein Ausreisevisum hatte.

Sie wurde an der Grenze nach Berlin zurückgeschickt. Dort gelang es ihr, einen Fahrschein für einen Zug nach Amsterdam zu ergattern, wo sie sich nach ihrer Ankunft im Victoria-Hotel auf dem Dam einmietete und bald eine kurze Affäre mit dem Bankier Will van der Schalk einging, dem gegenüber sie sich als russische Emigrantin ausgab.

Er beendete die Beziehung, als sich ihre wahre Identität herausstellte. Mata Hari brauchte Geld; ihren aufwendigen und luxuriösen Lebensstil konnte sie nicht aufrechterhalten. Im Oktober mietete sie ein kleines Haus in Den Haag. Wahrscheinlich aus akuten Geldnöten beschloss sie Ende , über England und Dieppe nach Paris zurückzukehren, um ihren luxuriösen Villenhaushalt in Neuilly aufzulösen.

Zu dieser Zeit war sie bereits zahlungsunfähig. Später wurde ihr vorgeworfen, die Reise angetreten zu haben, um wichtige Erkundigungen über die französischen Vorbereitungen zu einer neuen Offensive einzuziehen, was jedoch von ihren Biografen übereinstimmend bezweifelt wird. Bizard, ein Pariser Präfekturarzt, will sie in jenen Wochen wiederholt in den besseren Stundenhotels der Stadt gesehen haben.

Nachdem Masloff zurück an die Front beordert worden sei, soll er dort im Gefecht ein Auge verloren haben. Die Kosten für die Behandlung dieser Kriegsverletzung wurden später von einigen Biographen Mata Haris als mögliches Motiv für eine Spionagetätigkeit genannt. Diese Kontakte und Informationen, mit denen Mata Hari beabsichtigt oder unwissentlich kokettierte oder den Anschein erweckte, wesentlich mehr zu wissen oder in Erfahrung bringen zu können, wurden ihr letztlich zum Verhängnis.

Cramer, habe ihr im Mai die Summe von Sie habe das Geld angenommen, aber nie eine Gegenleistung erbracht. Der Spionagevorwurf wurde später durch den deutschen Generalmajor a.

Mata Haris Mission sei es gewesen, von Paris aus Aufklärung über die nächsten Offensivpläne des Gegners zu betreiben, Reisen durch militärisch interessante Gebiete Frankreichs zu unternehmen und mit der Kriegsnachrichtenstelle West in Düsseldorf Leiter: Major Arnold Kalle Verbindung zu halten.

Danach sei sie nach Den Haag zurückgekehrt, und kurz darauf habe ihr Generalkonsul Cremer Auf der Fahrt von Paris nach Spanien war sie bei der Landung in Southampton den Behörden des britischen Secret Intelligence Service aufgefallen, die von ihren Agenten aus Madrid bereits Informationen über sie erhalten hatten.

Die Polizei befand ihre Papiere für nicht echt und nahm sie fest. Sie konnte sich verteidigen, und Thompson, der viel Erfahrung im Umgang mit Spionen hatte, glaubte ihren Aussagen. In diesem Gespräch gestand sie, tatsächlich Spionin zu sein, allerdings nicht für Deutschland, sondern für Frankreich. Das war der Fehler, der Mata Haris Agentenkarriere beendete, bevor sie wirklich begonnen hatte, denn der britische Geheimdienst fing dieses Telegramm ab und konnte es entschlüsseln.

Nun war es für den Secret Intelligence Service nur noch Routine festzustellen, um wen es sich handelte. Prompt warnte London die französische Spionageabwehr vor Mata Hari. Darunter waren Beamte der französischen Botschaft, aber auch deutsche Agenten. Hier traf sie nicht etwa, sondern war die unmittelbare Nachbarin einer Berufsschwester von ihr — einer richtigen Spionin.

Marthe Richard auch Richter genannt war eine junge Französin. Nachdem sie gleich zu Beginn ihren Mann im Krieg verloren hatte, stellte Ladoux sie für diese Tätigkeit ein.

Marthe Richard hatte auch keinen Auftrag, sie zu beschatten. Als sie aus einer Zeitung erfuhr, dass Mata Hari angeblich mit Herrn von Krohn ein Verhältnis hatte, suchte sie ihren Liebhaber auf und machte ihm eine Szene. Vittel liegt in den Vogesen , unmittelbar vor der damaligen deutschen Westfront , und war ein Sammelbecken für Offiziere und Mannschaften der französischen Luftflotte. Die Tänzerin erhielt die Genehmigung, sich nach Vittel zu begeben.

Dort unterhielt Mata Hari angeblich auch intime Beziehungen zu französischen Fliegeroffizieren. Sie ging einkaufen, trank Tee, besuchte Freunde und besuchte eine Wahrsagerin. Selbst Ladoux konnte keine verdächtigen Tätigkeiten erkennen.

Die Männer, die diese Berichte verfassten, fügten in diese Berichte allerdings ihre eigenen Verdachtsmomente ein. So soll Mata Hari an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ihre Abreise vorbereitet haben. Beide Male sagte sie die angebliche Abreise wieder ab. Nach Berichten der Agenten wurden die Schiffe, die sie hätte benutzen sollen, torpediert und sanken. Es kann angenommen werden, dass diese Details schon damals einen grundlosen Verdacht schufen, der ihr im späteren Gerichtsverfahren als Beweis präsentiert wurde und die Richter nachhaltig beeindruckte.

Was man bisher ermittelt hatte, reichte für eine Festnahme jedoch nicht aus. Fest stand, dass sie im neutralen Ausland mit Deutschen verkehrte und mit diesen Personen chiffrierte Briefe austauschte. Nachdem ihr dieses verweigert wurde, intervenierte das Auswärtige Amt in einem Telegramm Nr. April beim Home Office. Der britische Geheimdienst hatte sich zu dieser Zeit wegen Mata Haris Kontakten zu deutschen Diplomaten in den Niederlanden eingehend mit ihren Aktivitäten befasst.

Er gab der Tänzerin die Namen sechs belgischer Agenten, die sie aufsuchen sollte. Fünf von ihnen standen im Verdacht, irreführende Meldungen zu liefern, der sechste arbeitete für Frankreich und Deutschland. Zwei Wochen nachdem Mata Hari von Paris nach Spanien abgereist war, wurde letzterer von den Deutschen erschossen, während die übrigen fünf Agenten unbehelligt blieben.

Man wartete für ihre Verhaftung ihre Rückkehr nach Frankreich ab und überwachte gleichzeitig die Abschriften aller Berichte, die von Madrid nach Deutschland gingen. Wurde von Franzosen engagiert von Engländern aber zurückgesandt nach Spanien und bittet jetzt um Geld und weitere Anweisungen. Januar traf Mata Hari in Paris ein. Am Morgen des Februar wurde sie von Polizeikommissar Priolet festgenommen und dem Untersuchungsrichter des Kriegsgerichts, Hauptmann Pierre Bouchardon, vorgeführt.

Sie wurde als Untersuchungshäftling in das Frauengefängnis Saint-Lazare gebracht. Doch ihre Gläubiger verfolgten sie trotz ihrer Festnahme und schickten ihr Rechnungen und Mahnungen ins Gefängnis. Der Termin war nicht publik gemacht worden, dennoch erschienen rund Personen als Zuhörer. Die Richter waren Berufsmilitärs, keine Rechtsgelehrten, und es gab auch keine Geschworenen als Laienrichter.

Der Vorsitzende Richter verfügte seine Anwesenheit, um einzelne Punkte zu klären und bedarfsweise auszusagen. Ob er, wie oftmals behauptet, ein früherer Liebhaber Mata Haris war, lässt sich nicht mehr nachweisen; dass er Mata Hari nach wie vor persönlich sehr zugetan, ja wie ein Schuljunge in sie verliebt war, war indes offenkundig. So stellte er in seiner Verteidigung vor allem die menschlichen Aspekte von Mata Haris Leben heraus, die als schwache Frau auf Unterstützung angewiesen sei, und versuchte den vorliegenden Verdächtigungen der Anklage mit diesen Erklärungen zu begegnen.

So soll Clunet des Öfteren in emotionsgeladene Reden verfallen sein und dabei die Entkräftung der Anklagepunkte durch stichhaltige Beweise oder Zeugenaussagen versäumt haben. Erschwerend kam hinzu, dass sie vor Diplomaten und Offizieren tanzte, diese in ihre Stadtvilla in Paris einlud, gerne Geldgeschenke annahm und gute Kontakte zur Presse unterhielt. Da sie zeitlebens mit ihren privaten Finanzen ungeschickt umging, war sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Ebenso musste sie in ihrer Rolle als Künstlerin gute Kontakte zur Presse unterhalten, um möglichst positive Berichterstattungen zu erwirken. Ob Mata Hari überhaupt Gelegenheit hatte, entscheidende Informationen an die deutsche Abwehr weiterzuleiten, konnte damals nicht geklärt werden und ist bis heute umstritten. Der Prozess konnte auch keinen echten Beweis für ihre heute unbestrittene Spionagetätigkeit erbringen. Obwohl Major Ladoux wusste, dass Marthe Richard die Angeklagte hätte entscheidend entlasten können, wurde diese weder einvernommen noch als Zeugin benannt.

Während des gesamten Prozesses wagte überhaupt nur einer von Mata Haris zahlreichen früheren Mäzenen, Bewunderern und Verehrern vor Gericht als Leumundszeuge auszusagen. In seiner Aussage bekräftigte er auch lediglich, dass seine Verbindung zu Mata Hari rein privater Natur sei. Sein Auftritt beeindruckte die Richter dementsprechend kaum, da er mit jeder anderen Aussage auch sich selbst der Weiterleitung möglicherweise kriegswichtiger Informationen bezichtigt hätte.

In der Verhandlung wurden von Seiten der Anklage auch einige Schriftstücke aus dem Briefwechsel der Tänzerin mit einem französischen Minister vorgelegt. Mata Hari behauptete jedoch, der Briefwechsel sei rein privater Natur und daher bestehe sie aus Gründen der Diskretion darauf, den Namen des Briefschreibers zu verschweigen. Ihre Standhaftigkeit, den Urheber der Briefe nicht zu nennen, erhärtete jedoch nur die Verdachtsmomente der Richter.

Sie verzichteten darauf, beide Ex-Minister einer peinlichen Aussage vor Gericht zu unterziehen. Die intime Beziehung Mata Haris zu einem hochrangigen Politiker warf jedoch von vornherein ein schlechtes Licht auf sie. Das zumindest ist mit ein Werk der Werbeindustrie , die selbst schon gefährlich, schädlich und überflüssig wie ein Kropf ist, weil ihr Resultat künstlich, Luft- und Seifenblasenwirtschafterei ist Jedem sein Dritthandy fürs Zweitklo - Ich kaufe, also bin ich [in Abwandlung Descartes ].

Und je mehr EinflüstererInnen und ManipulatorInnen ihm seine seelische und emotionale Wirklichkeit vorgaukeln, vernebeln und verschleiern, desto besser scheint er als "Konsumratte" für den " Wachstum skraken" zu funktionieren, um welchen Preis fragt niemand.

Menschsein ist viel, viel mehr als KonsumentIn sein, wie es die egomanisch-abartige US-Nationalökonomie der ganzen Welt aufzwingen möchte. Doch zu was führt das wirklich? Zur Therapie der "Schuldentollwut": Staatsverschuldung hat eine jahrtausende alte Geschichte und Tradition über fast alle Kulturen und Epochen, geht über alle Herrschaftssysteme, über alle politischen Verwaltungsebenen Gemeinden, Städte, Kreise, Bezirke, Länder, Bund, Nationen und über alle Parteien hinweg.

Sie ist ein grundsätzliches und strukturelles Problem historisch oft durch Inflationen, Währungsreformen und Kriege entschuldet , das nur durch grundlegende strukturelle Veränderungen lösbar ist: Strukturelle Therapie des Schuldenproblems. Das Struktur-Problem Schuldenspirale ist langfristig nur lösbar, wenn echte Stabilitätsbedingungen in die Verfassung so eingebaut werden, dass VerletzerInnen automatisch amtsenthoben , für eine Zeit lang von Wahlen ausgeschlossen und nicht durch Abfindungen oder andere Vergünstigungen belohnt werden dürfen.

Schulden dürfen auch nur dann gemacht werden, wenn zugleich ein Investitions-Kostenfolge- und Tilgungsplan vorgelegt wird, der von Ephoren überwacht wird. Für die Verfassungsgerichte müssen neue Besetzungs - und Kontrollstrukturen gefunden werden. Die Ausbeutung und Zerstörung der Landwirtschaftsbasis der Dritten Welt durch die Globalisierung und die supra-nationalen Egoismen EU ist ein politisches Wirtschaftsverbrechen gegen die Menschlichkeit und die Regierungen der führenden Industrienationen gehörten dafür vor ein internationales Tribunal gestellt.

Kognitive Therapie des Schuldenproblems. Wie fast immer beginnt die Problemlösung mit der Problemwahrnehmung. Doch was ist hier das Grundproblem? Am Beginn einer Verhaltensänderung steht oft eine veränderte, neue Einstellung. Gibt man irrtümlicherweise die Buntwäsche in das Kochwäscheprogramm, dann erfährt man ziemlich schnell, was eine falsche Einstellung der Waschmaschine für Folgen hat hinsichtlich der Buntwäsche sie geht ein, verblasst und verfärbt.

Die elementar notwendige Grundstellung für eine dauerhaft verantwortliche, solide und vernünftige Haushaltswirtschaft ist: Diese elementaren und banalen Binsenweisheiten - für deren Realisation und Beherzigung ein Studium anscheinend eher hinderlich ist - wollen viele Kämmerer, Finanz"fach"leute und PolitikerInnen nicht einsehen oder es ist ihnen egal. Wir werden daher überwiegend von finanzökonomisch uneinsichtigen Dummköpfen oder von Nach-mir-die-Sintflut-Verwahrlosten - oder von einer besonders ungesunden Mischung aus beiden - regiert.

Dummerweise wählen wir diese Leute auch immer noch, so dass man wohl sagen muss: Doch daraus folgt fatalerweise, dass es wahrscheinlich auch keine Problemlösung höchstens einer ungewöhnlichen höheren Ordnung gibt: Denn wenn die grosse Masse der soziologisch-statistisch betrachtet Normalen - inhaltlich betrachtet - die Verrückten sind, dann sind die Verrückten die Normalen und bestimmen, was normal ist.

Hier sind zwei paradoxe Erscheinungen beobachtbar: Dies bestätigt sich auch durch eine Analyse der schuldenfreien Gemeinden in Deutschland. Eine Änderung ist also ziemlich unwahrscheinlich - bis es wirklich nicht mehr geht und alles zusammenkracht. Bei einigen Gemeinden und Ländern scheint dieser Grenzbereich inzwischen recht nahe zu sein Berlin , Bremen , München , so dass im Zusammenhang damit, dass es einige wenige Prozent ja wollen und können und der faktischen Pleitesituation vieler anderer vielleicht ein wenig Hoffnung gibt, wenn auch der begonnene Ausverkauf der öffentlichen Vermögenswerte noch viel Schlimmeres befürchten lässt.

Lüftl-Theorem finden Sie auch praktisch durchgerechnet für die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hier. Entscheidend für die Problematik ist die Geschwindigkeit des Wachstum s, z.

Regression der Faktor b in: Mephisto zum Homo oeconomicus: