Kanada, ein Überblick


Zunehmend kritische Analysen gab es von der Britischen Regierung, [46] vom U. Auch lassen sich aus Luftfotos alleine keine genauen Gesteinstypen oder deren Alter bestimmen. Blätter, die nicht einer der Führungsgruppen angehörten, wie die kommunistische Presse, wurden immer wieder verboten.

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Kanada wies im Jahr eine Ärztedichte von 1,91 pro Einwohner auf. Für wurde sie auf 79,43 Jahre geschätzt, für auf 80,1. Dabei lag die Lebenserwartung der Mädchen bei 83,91, die der Jungen hingegen nur bei 78,69 Jahren. Für liegt die Schätzung bei 84 bzw. Das mittlere Alter der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei 42 Jahren, die Schätzung für liegt bei 43,7 Jahren.

Der Median ist seit von knapp 26 auf 39,5 Jahre gestiegen. In Kanada unterscheidet man drei Gruppen indigener oder autochthoner Völker: Letztere sind ganz überwiegend Nachfahren von Europäern, die mit indianischen Frauen eine Verbindung eingegangen waren. Sie haben zwei eigene Sprachen entwickelt, das Michif , das fast nur französische Substantive und Cree-Verben kennt, und das Bungee , das aus Cree und Schottisch-Gälisch entstand.

Zahlreiche weitere Kanadier haben indianische Vorfahren. Nach dieser Sitte geschlossene Ehen waren erst ab vor dem britischen Gesetz gültig. Die Indigenen verteilten sich auf folgende Gruppen:. Im Schnitt sind die auch als Aboriginals bezeichneten Ureinwohner erheblich jünger als die übrige Bevölkerung. Die Interessen der indigenen Bevölkerung werden staatlicherseits von Indian and Northern Affairs bzw. Affaires indiennes et du Nord vertreten. Es ist neben den Inuit vor allem mit den als Indians bezeichneten First Nations befasst.

Das Ministerium ist für die Anerkennung von Individuen zuständig, aber auch für die Anerkennung von Gruppen als Stämme bands , von denen es eine Liste führt. Im Jahr waren Gruppen als Stämme anerkannt. Die Indigenen selbst sehen sich allerdings eher in eigenen Organisationen, wie der Versammlung der First Nations oder anderen Organisationen vertreten.

Die Indianer besitzen erst seit das volle Wahlrecht, die Inuit erst seit Letzteren steht seit ein eigenes Territorium namens Nunavut zur Verfügung. Die First Nations haben zahlreiche Einzelabmachungen mit der Bundesregierung und den Provinzen getroffen, die vielen ein Traditionelles Territorium zugestehen, in denen sie besondere Rechte und Pflichten haben.

Zugleich kommt es nach wie vor zu Auseinandersetzungen um Landrechte und den Abbau von Bodenschätzen, wie die Grassy-Narrows-Blockade , der Streit um die Urwälder am britisch-kolumbianischen Clayoquot Sound oder der Widerstand der Kitchenuhmaykoosib Inninuwug in Ontario zeigen. Seither rücken die Folgen der zwangsweise durchgeführten Assimilation und der Vernichtung der indigenen Kulturen zunehmend in den Mittelpunkt. Seit wird der Juni als National Aboriginal Day bzw. Heute werden über Sprachen als Muttersprachen angegeben.

Nach der Volkszählung von sprachen zu Hause Das entsprach 58 bzw. Von denjenigen, die eine Immigrantensprache angaben, sprachen 2. Italienisch, Polnisch und Griechisch waren hingegen rückläufig. Amtssprachen sind Englisch und Französisch. In der Kanadischen Charta der Rechte und Freiheiten , im Amtssprachengesetz und in den Amtssprachenverordnungen ist die Zweisprachigkeit festgeschrieben, die vom Amtssprachenkommissariat durchgesetzt wird. In den Bundesgerichten, im Parlament und in allen Institutionen des Bundes sind Englisch und Französisch gleichberechtigt.

Die Bürger haben das Recht, Dienstleistungen des Bundes in englischer oder französischer Sprache wahrzunehmen. In allen Provinzen und Territorien wird den sprachlichen Minderheiten der Schulunterricht in eigenen Schulen garantiert, ein Anrecht, das lange umstritten war.

Neubraunschweig ist die einzige Provinz, deren Verfassung die Zweisprachigkeit garantiert. In Ontario kennen einzelne Gemeinden Französisch als zweite Amtssprache. Die Wahl der Hauptstadt des seinerzeitigen Britisch-Nordamerika durch Königin Victoria fiel wohl auf Ottawa, weil es an der Grenze zwischen franko- und anglophonem Gebiet lag. Alle Regionen haben nicht-englisch- oder -französischsprachige Minderheiten. Im hauptsächlich von Inuit bewohnten Nunavut ist Inuktitut die Mehrheitssprache und eine von drei Amtssprachen.

Am weitesten verbreitet sind Chinesisch 1. Jahrhunderts noch die dritthäufigste Sprache, ist mit etwa bis 1. Mit der Kolonialisierung kamen zunächst vor allem französische Katholiken und anglikanische Engländer nach Kanada. Auf sie geht die Abspaltung Neubraunschweigs zurück. In späteren Einwanderungswellen kamen wiederum katholische Iren und Italiener, aber auch ukrainische Doukhobor hinzu. In Toronto setzten sich die Methodisten durch.

In Opposition zu den Katholiken, die eher dem Ultramontanismus zugeneigt waren les bleus , aber auch zu den dominierenden Anglikanern, die vom Oranier-Orden unterstützt wurden, bildeten sich antiklerikale Gruppen vor allem les rouges. Mit dem Lord's Day Act von wurde ein weitgehendes Arbeitsverbot am Sonntag durchgesetzt, das bis in die er Jahre Gültigkeit beanspruchte, und das der Oberste Gerichtshof erst endgültig abschaffte.

Die Mormonen bilden einen Schwerpunkt in Alberta. Hinzu kommen die Zeugen Jehovas und zahlreiche andere Gruppen. Die katholischen Missionare waren unter den Ureinwohnern erfolgreicher als die protestantischen, und so überwiegt dort der katholische Anteil.

Dazu kommen indigene Kirchen, wie die Shaker Church. Vielfach bestehen regionale religiöse Formen fort, wurden umgeformt oder revitalisiert. Die jüngsten Erhebungen beinhalten keine Fragen mehr nach der Zugehörigkeit zu einer Religionsgruppe. Die Volkszählungen von und ergaben Nach einer Umfrage von fühlten sich die Muslime in Kanada deutlich stärker integriert als in europäischen Staaten. Kanada hat die höchste Einwanderungsquote unter den Flächenstaaten der Welt.

Je nach Lage des Arbeitsmarkts wird eine Mindestpunktzahl im Januar Die persönliche Punktzahl setzt sich aus Punkten für den aktuellen Bildungsstand und die Berufserfahrung zusammen, aus Punkten für die vorhandenen Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch sowie für das Alter, für Verwandte und frühere Aufenthalte in Kanada.

Das Immigrations-Programm wurde im Herbst dahingehend angepasst, dass ohne ein bestehendes Arbeitsangebot nur noch Personen zum Skilled Worker Program zugelassen werden, die Erfahrung in einem von 38 festgelegten Berufen nachweisen können Mai Die notwendige Summe beläuft sich derzeit Mai für eine alleinstehende Person auf Geburtstag für sechs Monate oder länger gelebt hat.

Die Einwanderung erfolgt in zwei Stufen. Zunächst wird eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung erteilt. Einwanderer, die noch nicht eingebürgert sind, haben Residenzpflicht. In dieser Zeit muss man Nachweise für die vorgegebene Zeit in Kanada erbringen, oder mit jemandem verheiratet sein, die oder der die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt. Indianer, in Kanada First Nations genannt, besiedelten Nordamerika vor mindestens Aus der Zeit ab etwa 9. Ab etwa v.

Gruppen aus dem Westen erreichten um v. Dort fanden sich Speerschleudern. Pferde gejagt; sie verschwanden ebenso wie die Megafauna. Dabei lässt sich Kupferbearbeitung bereits um v. Es war das einzige erreichbare Metall in Nordamerika und wurde überaus weiträumig gehandelt.

Dabei war es von hohem Wert. Im Westen reichen die Spuren bis vor v. Auch in den Plains lassen sich Dörfer nachweisen. Als wichtigste kulturelle Veränderung der Plateaukultur im westlichen Binnenland gilt der Übergang von der Nichtsesshaftigkeit zur Halbsesshaftigkeit mit Winterdörfern und sommerlichen Wanderzyklen vor rund 4.

Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich früher an der Küste, deren Kulturen sich mit den Küsten-Salish in Beziehung bringen lassen. Gegen Ende der Epoche lassen sich erstmals Plankenhäuser nachweisen. Einige Salish waren bereits vor v.

Die Waffe erreichte die Ostküste, konnte sich aber erst rund drei Jahrtausende später im Westen gegen die Speerschleuder durchsetzen - sie war den dortigen Lebensverhältnissen lange Zeit angemessener. Manche Dörfer, meist aus Langhäusern bestehend, waren wohl schon ganzjährig bewohnt.

Ihre typischen Begräbnishügel, die Mounds , erscheinen auch in der westlichen Schild-Kultur, beispielsweise im südlichen Ontario. Kupfer wurde im ganzen Osten Nordamerikas verbreitet. Fernhandel war weit verbreitet und reichte westwärts bis zum Pazifik.

Im Norden überwogen kleinere nomadische Gruppen, während sich im Süden ein Zyklus saisonaler Wanderungen durchsetzte, deren Mittelpunkt feste Dörfer waren. Die Küstenkultur wurde zwischen v. Eine Schicht führender Familien beherrschte den Handel sowie den Zugang zu Ressourcen und hatte die politische und spirituelle Macht.

Auch hier tauchen erstmals Begräbnishügel auf. In einigen Regionen herrschten Steinhaufengräbern cairns vor, wie etwa um Victoria. Die Kultur war von Plankenhäusern, oftmals monumentalen Schnitzwerken Totempfählen , komplexen Zeremonien und Clanstrukturen gekennzeichnet.

Im Gegensatz dazu gestatteten die Klimabedingungen und starke vulkanische Aktivität im Nordwesten keine dauerhafte Ansiedlung. Um setzte sich eine erneute Wanderung von Alaska nach Grönland in Bewegung. Aus der Vermischung der Kulturen ging wohl die Thule-Kultur hervor, die bis etwa bestand. Ihre Angehörigen sind die Vorfahren der heutigen Inuit. Dieser landete am Die französischen Kolonisten teilten sich in zwei Hauptgruppen: Zwischen und kam es in Nordamerika zu vier kriegerischen Konflikten zwischen Engländern bzw.

Briten und Franzosen, die jeweils Nebenschauplätze von Erbfolgekriegen in Europa waren. Auch wurden Rechte der französischen Kanadier eingeschränkt.

Für die französischsprachige Bevölkerungsmehrheit galt das französische Zivilrecht und Französisch war als Sprache in der Öffentlichkeit anerkannt; durch die Zusicherung der freien Religionsausübung konnte die Bevölkerung an der römisch-katholischen Konfession festhalten und die Kirche ihre erschütterte Macht wieder festigen.

Darüber hinaus spielte sie bis in die Gegenwart in Konkurrenz zu den Protestanten eine zentrale Rolle in der Missionierung. Der Quebec Act verärgerte jedoch die Bewohner der Dreizehn Kolonien, die darin eine unzulässige Beschränkung ihrer nach Westen gerichteten Expansion sahen. Beiden Kolonien gewährte man ein Parlament. In Kanada wird der Krieg bis heute als erfolgreiche Abwehr amerikanischer Invasionsversuche betrachtet. Die britisch- und französischstämmige Bevölkerung entwickelte durch den Kampf gegen den gemeinsamen Feind ein kanadisches Nationalgefühl, die Loyalität der britischen Krone gegenüber wurde gestärkt.

Doch wurden die Rebellionen von rasch niedergeschlagen. Lord Durham empfahl daraufhin in seinem Untersuchungsbericht die Einsetzung einer selbstverantwortlichen Regierung und die allmähliche Assimilierung der französischen Kanadier.

Bis erhielten auch die übrigen Kolonien in Britisch Nordamerika eine eigene Regierung, was die Gruppen, die sich um einen Anschluss an die USA bemühten, im Osten entscheidend schwächte. Breitengrad als gemeinsame Grenze festlegte. Ungenauigkeiten im Grenzverlauf führten immer wieder zu diplomatischen Verwicklungen. Während des Sezessionskriegs in den Vereinigten Staaten erkannten führende Politiker die Notwendigkeit, amerikanischen Expansionsbestrebungen einen starken Bundesstaat entgegenzustellen, und berieten in drei Verfassungskonferenzen über die Schaffung einer Konföderation.

Daraus resultierte das Verfassungsgesetz , das am 1. Neufundland lehnte den Anschluss ab. Neufundland hingegen hatte den Beitritt abgelehnt und blieb bis britisch. Mit den Indianern schloss Kanada zwischen und elf Verträge ab, die ihnen gegen geringe Kompensationen Reservate zuwiesen, ihnen aber ihre gewohnte Lebensweise garantierten. Bis in die er, in manchen Gegenden sogar bis in die 80er Jahre versuchte man sie zwangsweise zu assimilieren.

So verbot man den Schülern den Gebrauch ihrer Muttersprachen, jede Form der Tradierung wurde so gut wie möglich unterbunden. Die Indianer durften weder Anwälte engagieren, um ihre Ansprüche vor Gericht zu vertreten, und bis durften sie nicht an Parlamentswahlen auf nationaler Ebene teilnehmen, die Inuit sogar bis Als die Regierung versuchte, gegen den Widerstand des französischsprachigen Bevölkerungsteils den obligatorischen Kriegsdienst einzuführen, kam es zur Wehrpflichtkrise von Das Statut von Westminster garantierte die gesetzgeberische Unabhängigkeit, gewisse verfassungsrechtliche Bindungen blieben jedoch weiter bestehen.

Das Land war besonders stark von der Weltwirtschaftskrise betroffen, als Reaktion darauf entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten ein gut ausgebauter Sozialstaat. Kanada erklärte dem Deutschen Reich den Krieg. Die britische Kolonie Neufundland, die sich nicht dem Bundesstaat angeschlossen hatte und von bis ein unabhängiges Dominion gewesen war, trat nach einer lange andauernden politischen und wirtschaftlichen Krise als letzte Provinz der Konföderation bei.

Seit den Wahlen vom 4. Trotz einiger politischer Zugeständnisse ist die Unzufriedenheit unter den Ureinwohnern immer noch hoch. Kanadische Monarchie , Wahlen in Kanada. Die Verfassung besteht nach angelsächsischer Rechtstradition aus schriftlichen Quellen und ungeschriebenem Gewohnheitsrecht. Das Statut von Westminster von gewährte die vollständige gesetzgeberische Autonomie und mit dem Verfassungsgesetz von wurden die letzten verfassungsrechtlichen Bindungen zum britischen Mutterland gelöst.

Theoretisch liegt die exekutive Staatsgewalt beim Monarchen, wird aber in der Praxis durch das Kabinett, ein Komitee des kanadischen Kronrates und durch den Vertreter des Monarchen, den Generalgouverneur, ausgeübt. Der Monarch und dessen Vertreter üben hauptsächlich zeremonielle Funktionen aus. Der Premierminister ist üblicherweise der Vorsitzende derjenigen Partei, die im Unterhaus die meisten Sitze hält und das Vertrauen der Mehrheit der Abgeordneten besitzt.

Er wird vom Generalgouverneur eingesetzt und führt als Regierungschef das Kabinett. Er ernennt die übrigen Kabinettsmitglieder, Senatoren , Richter des Obersten Gerichtshofes , die Vorsitzenden von Staatsbetrieben und Behörden und er kann die Vizegouverneure der Provinzen vorschlagen. September bis September Generalgouverneurin von Kanada. Ihr folgte David Johnston im Amt. Das Bundesparlament besteht aus dem Monarchen und zwei Kammern, dem demokratisch gewählten Unterhaus engl.

House of Commons , frz. Jedes Mitglied des Unterhauses wird im relativen Mehrheitswahlrecht in einem von Wahlkreisen gewählt 49a. Allgemeine Wahlen werden vom Generalgouverneur angesetzt, wenn der Premierminister dies vorschlägt, oder wenn die Regierung bei einem Misstrauensvotum unterliegt. Es gibt keine Mindestdauer für eine Legislaturperiode , eine Neuwahl muss spätestens nach fünf Jahren erfolgen.

Zuvor konnte der Premierminister den Wahltermin nach Belieben festsetzen, doch musste eine Neuwahl spätestens nach fünf Jahren erfolgen. Im Senat , auch Oberhaus engl. Die Sitze sind nach Regionen aufgeteilt, wobei diese seit nicht mehr angepasst wurden. Die Senatoren haben keine feste Amtszeit, sondern können ihr Amt bis zum Ihr Einfluss ist bedeutend geringer als der der Abgeordneten im Unterhaus.

Die Spitze des Rechtssystems bildet der Oberste Gerichtshof. Er ist zugleich die letzte Instanz. Die neun Mitglieder werden auf Vorschlag des Premierministers und des Justizministers vom Generalgouverneur ernannt. Die Besetzung von Richterämtern auf unteren Stufen fällt in die Zuständigkeit der Provinz- und Territorialregierungen. Diese Aufteilung gilt nicht für das Strafrecht , das Sache des Bundesstaates und in allen Provinzen einheitlich ist. Beide Rechtssysteme sind in die Verfassung eingeflossen.

Deren Kern entstand mit der Gründung Kanadas und wurde zuletzt grundlegend durch das Verfassungsgesetz von und die Kanadische Charta der Rechte und Freiheiten ergänzt. In den Provinzen sind die obersten Gerichte die Courts of Appeal. Ihre Urteile sind allerdings, im Gegensatz zu denen des Obersten Gerichtshofs in Ottawa, in den jeweils anderen Provinzen nicht bindend, wenn sie auch nicht ohne Einfluss sind.

Deren Entscheidungen aus der Zeit vor sind nach wie vor bindend, es sei denn, der kanadische Oberste Gerichtshof hat sie aufgehoben. Das gleiche gilt sogar für Entscheidungen bis für den Rechtssprechungsausschuss des Privy Council.

Dies ist für die Rechtsstellung der indigenen und der frankophonen Bevölkerung von erheblicher Bedeutung, da ältere, mit der britischen Krone abgeschlossene Verträge, weiterhin gültig sind. Kanada ist ein in zehn Provinzen und drei Territorien gegliederter Bundesstaat. Diese Einheiten können in Regionen gegliedert werden.

Breitengrades und westlich der Hudson Bay. Seit gibt es jedoch erneute Bestrebungen in diese Richtung. Die Provinzen verfügen über einen hohen Grad an Autonomie, während in den Territorien die Bundesregierung zahlreiche Verwaltungsaufgaben selbst übernimmt. Alle Provinzen und Territorien besitzen ein Einkammerparlament und einen Premierminister als Regierungschef. Die Monarchin wird in allen Provinzen durch einen Vizegouverneur vertreten, der gleichrangig zum Generalgouverneur ist und überwiegend zeremonielle Aufgaben wahrnimmt.

In den Territorien übernimmt ein von der Bundesregierung ernannter Kommissar die Aufgaben eines Vizegouverneurs. Dagegen war der Handelsumfang mit China Importe 30,3 Milliarden, Exporte 6,7 vergleichsweise gering, doch steigen diese Zahlen weiter stark an.

Seit der US-Dollar gegenüber dem kanadischen stark im Wert gesunken ist, wird in beiden Ländern nicht mehr über eine Währungsunion diskutiert. Seit übersteigt der Wert der Energieexporte aus Kanada den der Kraftfahrzeugindustrie. Enge Beziehungen unterhält das Land weiterhin zum Vereinigten Königreich , aber auch zu Frankreich , darüber hinaus durch die Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations und als Teil der internationalen Frankophonie auch zu anderen ehemals britischen und französischen Kolonien.

Einen wichtigen Teil der kanadischen Identität bildet die Unterstützung der Multilateralität. Der spätere Premierminister Lester Pearson trug wesentlich zur Beilegung der Sueskrise bei und wurde dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Verschiedene internationale Vereinbarungen entstanden auf kanadische Initiative und wurden in diesem Land verabschiedet. Canadian Forces , frz.

Forces canadiennes entstanden in ihrer jetzigen Form , als Heer, Marine und Luftwaffe organisatorisch zusammengeführt wurden. Die Truppen umfassten rund Aufgrund der engen Bindungen an das britische Mutterland waren kanadische Truppen am Burenkrieg , am Ersten und am Zweiten Weltkrieg beteiligt. Seit stellt Kanada einen bedeutenden Teil der Friedenstruppen der Vereinten Nationen und war an mehr Friedensmissionen beteiligt als jede andere Nation.

Im föderalistischen Kanada gibt es kein einheitliches nationales Bildungssystem. Daher unterscheiden sich in einigen Provinzen Schuleintrittsalter 5. Lebensjahr und Dauer der Grundschulzeit bis Klasse 6 oder 7. Da das Bildungssystem Chancengleichheit anstrebt, erfolgt der Übergang von einer Schulstufe in die andere ohne Leistungsprüfung. Etwa zehn Prozent der Schüler besuchen eine Privatschule.

Das Leistungsniveau der Privatschulen gilt als sehr hoch und Kanada ist das einzige OECD-Land, in dem die Schülerschaft der Privatschulen selbst nach Einbeziehung des familiären und sozioökonomischen Hintergrundes mehr lernt, als die Schülerschaft an öffentlichen Schulen. Während der Schulbesuch kostenfrei ist, werden an den Hochschulen 60 Studiengebühren unterschiedlicher Höhe verlangt.

Dies berührt einen Grundzug der Hochschulentwicklung, denn die frühen Institutionen waren fast alle kirchlichen Ursprungs. Erst entstand die erste säkulare Hochschule und die zweite Kanadas, die Dalhousie University in Halifax.

Letztere geht wie die Laval-Universität auf einen Missionsorden zurück, in diesem Falle auf die Oblaten. Letztere wurde ursprünglich in Toronto gegründet und zog erst nach Hamilton um. Sie geht auf die Baptist Convention of Ontario zurück. Die Universitäten verleihen Bachelor -, Master - und Ph. Die 13 bedeutendsten Forschungsuniversitäten haben sich in der Group of Thirteen zusammengeschlossen, um ihre Vorhaben zu koordinieren.

Auch der Anteil der Frauen an den Studenten stieg erheblich an, so dass von den Während die USA pro Jahr Aus Korea stammten bereits mehr als Viele Kanadier studieren allerdings auch im Ausland, so etwa Die Umweltpolitik hat ungewöhnliche naturräumliche Grundlagen, vor allem ist aber die Gemengelage der Interessen eine spezifisch kanadische.

Die Natur ist zum bedeutendsten Faktor für den Tourismus geworden. Dazu tragen 43 National - und weit über 1. Doch kollidieren touristische, Erhaltungs-, Erholungs- und wissenschaftliche Interessen mit den Verwertungsinteressen der Rohstoffindustrie und gelegentlich den Interessen der Ureinwohner. Urwälder old growth gibt es in Kanada nach drei Jahrhunderten des Raubbaus kaum noch, und sie wären ohne den Widerstand von Umweltschutzorganisationen und Indianern gänzlich verschwunden.

Die Unternehmen der Holzindustrie sind so eng mit den politischen Eliten der Provinzen verbunden, dass erst internationaler Druck und häufig Zwang der Bundesregierung und der Gerichtshöfe die Bestände in einigen Fällen retten konnten vgl. Zudem nimmt es beim Wasserverbrauch den Eine weitere Gefahr für die Urwälder, aber ebenso sehr für die riesigen nachgewachsenen Wälder, stellt der Mountain Pine Beetle genannte Bergkiefernkäfer dar.

Seitdem wächst die Wirtschaft dieser Staaten zwar weiter, aber das sehr hohe Wachstum von bis zu zehn Prozent hat sich auf fünf bis sechs Prozent abgeschwächt. Weite Teile Asiens sind nach wie vor landwirtschaftlich geprägt, wobei insbesondere Reisanbau und Fischerei von Bedeutung sind.

Rohstoffarme Staaten oder durch Kriege und korrupte Regierungen zurückgeworfene Staaten wie Afghanistan , Bangladesch , Myanmar , Laos , Kambodscha , Vietnam sowie die ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien sind nach wie vor landwirtschaftlich entsprechend ihrer Topographie geprägt.

Rohstoffreichtum einiger Regionen wie etwa Erdöl und -gas im Gebiet des Kaspischen Meeres oder diejenigen in der Tundra von Sibirien gewinnen Bedeutung im sich weltweit verstärkenden Kampf um diese Ressourcen wobei Fluch und Segen für die Bewohner häufig nahe beieinander liegen Umweltverschmutzung, Korruption und Kriege.

In Südwestasien ist vor allem die Erdölförderung der bestimmende Wirtschaftszweig. Weitere bedeutende Förderländer sind Iran und Irak. Mit der Entwicklung der Zivilisationen und der frühen Hochkulturen in diesen Gebieten ging auch die Entwicklung der Religionen einher.

Entstanden um etwa v. In Mesopotamien Zweistromland ; vgl. Sie ist eine der ältesten bekannten Religionen und hatte entscheidenden Einfluss auf sich später entwickelnde Glaubenssysteme der Kanaaniter Vorläufer der Hebräer , Akkader , Babylonier , Assyrer , Hethiter , Hurriter , Ugariter und Aramäer.

Neben einer Reihe von den Haupt- und Urgöttern verehrten die Sumerer, in einer Zeit als dort einige der ersten Städte wie Ur und Byblos entstanden vgl. Liste historischer Stadtgründungen , Stadtgötter und verfügten damit bereits über ein Pantheon von Göttern. Das Gilgamesch-Epos , eines der frühesten schriftlichen Zeugnisse der Menschheit, hat seinen Ursprung in dieser Epoche und erzählt von den Begegnungen des Königs Gilgamesch mit den Göttern und seiner Suche nach Unsterblichkeit.

Sumerische Mythen, wie etwa die Erzählung von der Sintflut , fanden auch Eingang in die judäo-christlichen Traditionen. Vermutlich in Baktrien entstand zwischen v.

Chr und die Erzväter , die als früheste Überlieferungen der jüdischen Geschichte gelten, hatten ihren Ursprung in Mesopotamien, wo die Vorfahren der Hebräer als Nomadenvolk lebten.

Abraham , der Stammvater Israels, soll selbst aus Ur gekommen sein. Tradiert ist die jüdische Religion in einer in der Tora festgehaltenen schriftlichen und einer mündlichen Lehre Talmud u. Mit Jesus von Nazaret vgl. Jesus Christus soll etwa 7 bis 4 v. In Asien entwickelten sich verschiedene Traditionen des christlichen Orients , von denen einige, wie etwa der Nestorianismus , bis weit nach Zentralasien und China vordrangen.

Ausgehend vom byzantinischen Reich verbreiteten sich die altorientalischen Kirchen in Vorderasien und auch Indien, sowie die heute noch in weiten Teilen Nordasiens vorherrschenden orthodoxen Kirchen. Die Geschichte des Islam begann im 6. Jahrhundert mit dem Wirken Mohammeds auf der arabischen Halbinsel. Der bis heute vor allem in Indien vorherrschende Hinduismus entstand gegen Ende der Indus-Kultur um ca.

Die Lehren basieren auf den Veden , heiligen Schriften, deren älteste, die Rigveda , etwa bis v. Verbindende Merkmale sind die zentralen Gottheiten Brahma , Shiva und Vishnu Trimurti — die jedoch in den Lehrtraditionen wie Shivaismus , Vishnuismus oder Shaktismus sehr unterschiedlich betrachtet werden — und der Glaube an den sich ständig wiederholenden Kreislauf des Lebens Samsara und die Reinkarnation.

Der Hinduismus hatte, wie die indische Philosophie , schon früh prägenden Einfluss auf jene Länder, die im Einflussbereich der indischen Kultur lagen, und fand Eingang in die Glaubenswelten Süd- und Südostasiens. Aus der vedischen Tradition kommend und diese hinter sich lassend, wurde er zum Begründer des Buddhismus. Etwa zeitgleich begründete Mahavira ebenfalls in Indien die Lehre des Jainismus. Der Buddhismus wurde vorerst auf dem indischen Subkontinent , auf Sri Lanka und in Zentralasien bekannt.

Zen Japan und Amitabha-Buddhismus Ostasien. Die Religion in Japan war schon früh durch den Synkretismus verschiedener Glaubenssysteme gekennzeichnet. Jahrhundert erreichte, die am weitesten verbreiteten Religionen.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs herrscht eine besonders hohe religiöse Toleranz in Japan, was zu einem starken Anwachsen neureligiöser Gruppen geführt hat. An der Wende vom Oft als Abspaltung oder Reformbewegung des Hinduismus oder als Synkretismus aus Hinduismus und Islam bezeichnet, beschreiben Sikhs ihren Glauben als religionsübergreifenden Lebensweg, der sich nicht an dogmatischen Grenzen, sondern an gelebter Weisheit orientiert.

Aus tieferen Lagerstätten wird Erdöl durch Sonden gefördert, die durch Bohrungen bis zur Lagerstätte eingebracht werden. Nach Abschluss der Bohrarbeiten kann auch eine reine Förderplattform eingesetzt werden, Beispiel: Hierbei lösen sich Isotope des Radiums zusammen mit anderen Elementen im Tiefengrundwasser, das u.

Das Lagerstättenwasser steigt bei der Erdölförderung zusammen mit Öl und Gas in den Förderleitungen zur Erdoberfläche auf. In den dabei entstehenden Krusten, die als engl.

In anderen zur Ölförderung eingesetzten Gerätschaften, z. Wasserabscheidern , finden sich die ausgefallenen Sulfate und Karbonate in Schlämmen, die überwiegend aus Schweröl und ungewollt mitgeförderten, feinen mineralischen Bestandteilen des Speichergesteins bestehen. In Ländern, in denen deutlich mehr Öl oder Gas gefördert wird als in Deutschland, entstehen auch deutlich mehr Abfälle, jedoch existiert in keinem Land eine unabhängige, kontinuierliche und lückenlose Erfassung und Überwachung der kontaminierten Rückstände aus der Öl- und Gasproduktion.

Die Industrie geht mit dem Material unterschiedlich um: Dort hatte das Unternehmen Ashland Inc. An einigen dieser zum Bau von Zäunen oder Klettergerüsten genutzten Rohre traten Strahlendosen von bis zu Mikroröntgen pro Stunde auf, so dass die Grundschule und einige Wohnhäuser nach Entdeckung der Strahlung sofort geräumt werden mussten.

So wurde sie jeweils unmittelbar nach den beiden Weltkriegen auf 20 Jahre geschätzt. Trotz erheblich höherem Verbrauch und einer sehr dynamischen Wirtschafts- und Technikentwicklung ist sie danach jeweils angestiegen. Nach einer Krise in den er Jahren wurde sie auf 25 Jahre angesetzt.

Diese Konstanz der Reichweite wird auch mit dem Stichwort Erdölkonstante benannt. Weil aber mittlerweile die Kosten für die Förderung unkonventioneller Erdöllagerstätten, wie Ölsand oder Schweröl, so weit gesunken sind, dass sie annähernd im Bereich der Kosten der konventionellen Erdölförderung liegen, werden solche unkonventionellen Lagerstätten nunmehr den Ölreserven eines Landes hinzugerechnet.

Reserven nach Ländern für eine genaue Tabelle. Laut einem Arbeitsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aus dem Jahr bzw.

Dies sei an einer veränderten Preiselastizität der Förderung ablesbar. Die Reserven, die geortet sind und mit der heute zur Verfügung stehenden Technik wirtschaftlich gewonnen werden können, haben in den letzten Jahren trotz der jährlichen Fördermengen insgesamt leicht zugenommen. Während die Reserven im Nahen Osten , Ostasien und Südamerika aufgrund der Erschöpfung von Lagerstätten und unzureichender Prospektionstätigkeit sanken, stiegen sie in Afrika und Europa leicht an.

Für diesen Preissturz wurde von Fachleuten ein Angebotsüberhang verantwortlich gemacht. Nach der Rückkehr Irans auf den Markt im Januar und dem Kampf um die regionale Vormacht durch Saudi-Arabien in diesem Zusammenhang sowie wegen der nicht gedrosselten Förderung Russlands war absehbar, dass das Überangebot bei einem Preis um mittlerweile 50 Dollar noch eine gewisse Zeit vorhalten würde.

In Österreich obliegt der Erdöl-Lagergesellschaft diese Aufgabe. Bei einem täglichen Verbrauch auf dem gegenwärtigen Niveau von ca. Barrel [40] ergibt sich bei ,9 Mrd. Barrel eine Laufzeit von etwa 51 Jahren.

Denn anders als aus einem Tank können den Erdöllagerstätten nicht beliebige Mengen an Öl pro Tag Förderrate entnommen werden. Vielmehr gibt es eine maximal mögliche Förderrate, die häufig dann erreicht ist, wenn die Quelle etwa zur Hälfte ausgebeutet ist.

Danach sinkt ihre Förderrate physikalisch bedingt ab. Ein ähnliches Verhalten wird von vielen Experten auch für die Ölförderung der Welt angenommen: Rein rechnerisch ist zu diesem Zeitpunkt zwar noch genug Öl vorhanden , um den jeweils aktuellen Tagesverbrauch zu decken, auch wenn dieser im Vergleich zu heute sogar noch steigt, doch das Öl kann nicht hinreichend schnell aus den Lagerstätten gefördert werden und steht somit der Wirtschaft nicht zur Verfügung.

Die Endlichkeit der Ressource Erdöl macht sich bereits lange vor dem Ablauf ihrer Reichweite bemerkbar. Daher unterstellen Kritiker diesen Zahlen eine Verfälschung. Vielen OPEC -Förderländern wird auch unterstellt, die Reserven zu optimistisch anzugeben, da die zugeteilten Förderquoten abhängig von den gemeldeten Reservemengen sind.

Die wichtigsten Erdölförderländer sind gegenwärtig Stand Saudi-Arabien Die meisten Reserven wurden in den er-Jahren entdeckt. Ab Beginn der er-Jahre liegt die jährliche Förderung bei 30,4 Milliarden Barrel 87 Millionen Barrel pro Tag Verbrauch im Jahr [45] — über der Kapazität der neu entdeckten Reserven, sodass seit dieser Zeit die vorhandenen Reserven abnehmen. Deshalb wird von einigen Experten mit einem globalen Fördermaximum zwischen und gerechnet.

Kenneth Deffeyes , Colin J. Campbell und Jean Laherrere befürchten, das Maximum sei bereits vor erreicht worden. Zunehmend kritische Analysen gab es von der Britischen Regierung, [46] vom U. Joint Forces Command, [48] in denen schon kurzfristig drohende Mangelszenarien geschildert wurden.

Die britische Regierung reagierte damit offensichtlich auf die Tatsache, dass Englands Ölreichtum seit ständig zurückging und vom Erdölexporteur zum Importeur wurde.

Während in den er Jahren private westliche Ölkonzerne noch knapp 50 Prozent der weltweiten Ölproduktion kontrollierten, [52] hat sich dieser Anteil auf weniger als 15 Prozent verringert. Experten [52] halten einen Mangel an Öl nicht für gegeben, es handele sich um eine Krise im Zugang zu fortgeschrittener Technologie der Multis bzw. Erdöl wird weltweit über weite Entfernungen transportiert. Der Transport von den Förderstätten zu den Verbrauchern geschieht auf dem Seeweg mit Öltankern , über Land überwiegend mittels Rohrleitungen Pipelines.

Bekannt wurde vor allem die Havarie der Exxon Valdez vor Alaska. Über mehrere Monate trat Rohöl aus, insgesamt über Auch das Mississippi-Delta war davon betroffen. Der Anteil des Erdöls am Primärenergieverbrauch liegt bei ca. Verbrauch für detaillierte Angaben. Die Steigerung ist auf einen stark zunehmenden Ölverbrauch in den aufstrebenden Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien zurückzuführen.

In den Industrieländern ist der Verbrauch dagegen trotz eines weiter wachsenden Bruttoinlandsprodukts seit langem rückläufig, d. Dennoch ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den Industrieländern immer noch deutlich höher als in den Schwellenländern.

Über den stetigen Rohölzufluss hinaus wurden allerdings zusätzlich nochmals 29,1 Millionen Tonnen Ölfertigprodukte insbesondere aus Rotterdam importiert. Energieeinsparverordnung , teils wegen eines Wechsels zu Erdgas oder alternativen Energiequellen wie Biodiesel , Solarthermie , Holzpellets , Biogas und Geothermie. Die erste Erdölraffinerie entstand Die Erdölpreise sanken deutlich und die Zahl der Raffinerien nahm zu. Leuchtöle, besonders Petroleum, ermöglichten neue Lichtquellen.

Nach der Einführung des elektrischen Lichts war Erdöl zunächst nicht mehr attraktiv, doch bald nach der Entwicklung des Automobils setzte die Familie Rockefeller als Mitbegründerin der Standard Oil Company die Verwendung des Erdölprodukts Benzin als Ottokraftstoff durch, statt des von Henry Ford zunächst vorgesehenen Ethanols.

In der Erdölraffinerie wird das Erdöl in seine unterschiedlichen Bestandteile wie leichtes und schweres Heizöl , Kerosin sowie Benzin unter anderem in Destillationskolonnen aufgespalten. In weiteren Schritten können aus dem Erdöl die verschiedensten Alkane und Alkene erzeugt werden. In der chemischen Industrie nimmt das Erdöl eine bedeutende Stellung ein.

Die meisten chemischen Erzeugnisse lassen sich aus ca. Diese Molekülverbindungen werden heute zu ca. Aus der weltweiten Fördermenge des Erdöls werden ca. Die Wichtigkeit dieser Erdölerzeugnisse liegt auf der Hand: Gibt es kein Erdöl mehr, müssen diese Grundchemikalien über komplizierte und kostenintensive Verfahren mit hohem Energieverbrauch hergestellt werden. Aus Erdöl kann fast jedes chemische Erzeugnis produziert werden.