Währungssysteme: Die Golddeckung im Bretton-Woods-System


Man praktizierte nun den Golddevisenstandard: Diese hohe Volatilität kann durch die Geldpolitik unter Umständen nur schwer zu kontrollieren sein. Ein zu langes Festhalten an unangemessenen Paritäten macht das Wechselkursregime jedoch anfällig für Spekulationen.

Bretton Woods: Aus der Geschichte lernen


Wenn eine Währung also aufwertete oder abwertete, schritt die Zentralbank mit Devisenverkäufen oder Devisenkäufen ein und glich das Verhältnis wieder aus. Da sich die amerikanische Zentralbank verpflichtete, Dollar in Gold zu tauschen, war es für die Teilnehmerländer sinnvoll, den Dollar als Anker zu akzeptieren.

Nach der Kriegs-Katastrophe war Gold die ideale Basis für ein stabiles und vertrauenswürdiges Geldsystem. Tucker erwartet einen Goldpreis von bis zu 1. Zwei Jahre vorher musste bereits die Anbindung an das Gold aufgegeben werden. Ursache dafür war in erster Linie, dass es keine Deckungsvorschriften für den Geldumlauf gab. Inflation und Zahlungsbilanzdefizite waren die Folge. Zwar wurde noch versucht, mit Abwertungen entgegen zu wirken, doch war den Beteiligten klar, dass dies keine dauerhafte Lösung ist.

Es entstand in den Folgejahren ein neues Währungssystem mit dem Euro als vorläufigen Schlusspunkt in Europa. Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Startseite Finanzen Ökonomie Währungssysteme: Die Golddeckung im Bretton-Woods-System. Ökonomie - Rolf Morrien. Europa musste wieder aufgebaut werden Am Ende des 2. Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

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Die Wahl des Wechselkurssystems eines Landes wird durch politische Ziele und vorhandene internationale Verflechtungen beeinflusst. Das Wechselkurssystem ist Teil der Währungsordnung eines Landes. Der Marktmechanismus auf dem Devisenmarkt, der sogenannte Wechselkursmechanismus , sorgt in der Theorie dafür, dass die Angebots- und Nachfragemengen zum Gleichgewichtskurs übereinstimmen Devisenmarktgleichgewicht.

Für die Entstehung eines Gleichgewichtes auf dem Devisenmarkt muss die Bedingung der Zinsparität erfüllt sein. Diese Hypothese besagt, dass die Effektivrendite von in- und ausländischen Kapitalanlagen gleich sein muss. Sie impliziert, dass Zinsunterschiede zwischen in- und ausländischen Kapitalanlagen allein auf erwarteten Wechselkursänderungen beruhen.

Damit eine Anpassung des Devisenmarktgleichgewichtes nach Störungen erfolgen kann, beispielsweise aufgrund steigender Importe , müssen die Bedingungen der vollständigen Konkurrenz erfüllt sein. Zum anderen entstehen sie durch Zins arbitrageure , die ihre Finanztransaktionen von Zinsdifferenzen und Wechselkurserwartungen abhängig machen.

Auf die Festsetzung eines durch währungspolitische Vereinbarungen vorgegebenen Leitkurses wird in einem System flexibler Wechselkurse verzichtet. Der Hauptvorteil eines Systems flexibler Wechselkurse besteht darin, dass die eigenständige Geldpolitik des Landes erhalten bleibt. Es bestehen somit bessere Möglichkeiten, auf Schocks zu reagieren. Durch die Abwertung einer Währung werden die Exporte des betroffenen Landes erleichtert, da sie sich für das Ausland verbilligen.

Dadurch wird die Wirtschaftskraft dieses Landes wieder angekurbelt, während das Ausland dessen Währung wieder verstärkt nachfragt, um seine Exporte kaufen zu können. Damit erhöht sich der Währungswert des betroffenen Landes wieder, womit seine Exporte wieder erschwert werden, die Importe dagegen erleichtert.

Der Mechanismus der freien Wechselkurse hat also eine ausgleichende Wirkung auf die unausgeglichenen Zahlungsbilanzen zwischen Staaten Wechselkursmechanismus. Andererseits unterliegen freie Wechselkurse im Zeitablauf starken Schwankungen. Diese hohe Volatilität kann durch die Geldpolitik unter Umständen nur schwer zu kontrollieren sein. In Systemen fixer fester Wechselkurse vereinbaren die beteiligten Länder einen festen Leitkurs, die sogenannte Parität , und versuchen diesen durch Interventionen konstant zu halten.

Der Wechselkurs kann dabei von der Zentralbank an eine andere Währung oder aber an einen Währungskorb gebunden werden. Die Wechselkurse von Ländern mit einem System fixer Wechselkurse sind jedoch nicht grundsätzlich unveränderlich.

Spricht man von festen Wechselkursen sind meist Bandbreitensysteme gemeint, bei denen die Wechselkurse innerhalb bestimmter Bandbreiten z. Droht der Wechselkurs jedoch aus der Bandbreite auszubrechen, müssen die beteiligten Zentralbanken im Rahmen von Devisenmarktinterventionen eingreifen und selbst als Anbieter bzw. Die entsprechenden Höchstkurse und Niedrigstkurse am Ende der Bandbreite werden als obere und untere Interventionspunkte bezeichnet.

Wenn Kapitalanleger erwarten, dass der Wechselkurs zukünftig unverändert bleibt, fordern sie in beiden beteiligten Ländern den gleichen Zinssatz. Ein Extremfall der festen Wechselkursbindung ist die Währungsunion. Die Vorteile eines Festkurssystems sind die Kursstabilität und die daraus folgende sichere Kalkulierbarkeit und Vorhersehbarkeit der Wechselkurse. Entscheidender Nachteil fester Wechselkurse ist der Verzicht auf die autonome Geldpolitik des Landes.

Die Zentralbank gibt damit ein sehr wirksames Instrument auf, um Handelsungleichgewichte zu korrigieren und die Konjunktur zu beeinflussen. Die Fiskalpolitik allein reicht nicht aus. Zu berücksichtigen ist, dass Abwertungserwartungen tatsächlich Abwertungen bewirken können. Ein zu langes Festhalten an unangemessenen Paritäten macht das Wechselkursregime jedoch anfällig für Spekulationen. Problematisch bei fixen Wechselkursen ist ebenso die Einschränkung der Handlungsfreiheit der Wirtschaftspolitik.

Dies kann sich in Form von importierter Inflation oder internationaler Illiquidität des Landes auswirken. In der Praxis existieren innerhalb des durch fixe und flexible Wechselkurse abgesteckten Spektrums in abgestufter Form eine Reihe weiterer Wechselkursarrangements: Zwischen und herrschte als Wechselkurssystem der klassische Goldstandard , der sich gegenüber dem Bimetallismus Gold-Silber-Währung bzw.

Der Preis der eigenen Währung eines Landes wurde in Einheiten von Gold fixiert, und es bestand die Verpflichtung, zu diesem Kurs jederzeit Gold gegen die eigene Währung zu tauschen. Die Wechselkurse der Goldstandardländer blieben also während dieser Phase konstant. Praktisch alle wirtschaftlich bedeutenden Länder gehörten dem Goldstandard an.