Wissen und Eigentum

tierische Nebenprodukte, soweit diese nach der Verordnung (EG) Nr. / des Europäischen Parlaments und des Rates vom Oktober mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. / (Verordnung über tierische Nebenprodukte) (ABl.

Hier sei an die Rede auf der Westerplatte am 1.

Was Sie bei uns nicht finden

tierische Nebenprodukte, soweit diese nach der Verordnung (EG) Nr. / des Europäischen Parlaments und des Rates vom Oktober mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. / (Verordnung über tierische Nebenprodukte) (ABl.

Tiere in freier Wildbahn aufzuscheuchen, um ein gutes Foto zu bekommen, ist ebenfalls tabu, so wie auch das Heranpirschen an Nester oder sonstige Rückzugsorte. Überlassen Sie das Fotografieren solch heikler Motive erfahrenen SpezialistInnen, die sich mit den Tieren und ihren Bedürfnissen gut auskennen. Besonders wichtig für den Schutz bedrohter Tierarten ist zudem, dass Sie keinerlei Fotos mit Ortsangaben oftmals versteckt in den technischen Daten von Digitalkameras im Internet veröffentlichen.

Zahlreiche Naturschutzparks bitten sogar darum, vor dem Betreten des Geländes die sogenannten Ortungsdienste in Telefon und Kamera abzustellen, damit keine Informationen zum Aufenthaltsort seltener Tiere an Wilderer geraten. Nicht allen ist wohl dabei. Manche Reisende fühlen sich als Gaffer, manche Slumbewohner ausgenutzt und blossgestellt. Die Veranstalter machen geltend, sie möchten die Vorurteile der BesucherInnen gegenüber armen Menschen überwinden helfen.

Unter welchen Umständen sind solche Besuche vertretbar oder sogar hilfreich, was gilt es zu vermeiden? Nicht zu empfehlen sind Rundfahrten oder -gänge, auf denen die dort wohnenden Menschen wie touristische Attraktionen besichtigt werden. Die Reisenden tauchen kurz in eine für sie "exotische" Lebensrealität ein und knipsen "authentische" Fotos, wollen aber nichts von den Betroffenen selber hören. Wer so reist, nimmt die Menschen weder wahr noch ernst. Arme sind nicht einfach ein Volk mit einer anderen Kultur.

Ihre Armut hat eine Geschichte, hat politische, menschenrechtliche und andere Ursachen. Es gibt jedoch Angebote, die Brücken schlagen zwischen den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, und den meist gesellschaftlich gut etablierten Reisenden.

So erzählen obdachlose Tourguides bei "sozialen Stadtrundgängen" in Basel und Zürich, warum sie ihre Unterkunft verloren haben, wie sie ihr Leben bestreiten und wonach sie streben. Als Tourguides erhalten sie einen Lohn.

Die Verdienstmöglichkeit, die Tagesstruktur und das Interesse an ihrer Lebenssituation schaffen Selbstvertrauen. Die TeilnehmerInnen solcher Rundgänge hören beeindruckende Geschichten und erfahren, wie klein der Schritt vom "normalen Leben" in die Armut sein kann.

In Dharavi Indien , das durch den Film "Slumdog Millionaire" berühmt geworden ist, hat der Veranstalter eine Organisation gegründet, die 80 Prozent des Gewinns aus ihren Rundgängen für die Verbesserung der Lebenssituation der SlumbewohnerInnen verwendet. Der Rundgang ist mit den Betroffenen im Besichtigungsgebiet genau abgesprochen. Das ist auch aus Sicherheitsgründen wichtig.

Die OrganisatorInnen und insbesondere die Tourguides kennen den Ort sehr gut, sind mit ihm verbunden und haben viele Kontakte. Eventuell kommen sie selber aus bescheidenen Verhältnissen und wissen, was gewisse Verhaltensweisen der Reisenden auslösen können.

Mit ihren Kenntnissen über die Hintergründe der Armut vermögen sie Vorurteile auszuräumen. Die Tourguides sind ausgebildet und können mit unpassendem Verhalten oder Reaktionen von TeilnehmerInnen der Rundgänge umgehen.

Für die Tour gibt es klare Regeln, die mit den Kontaktpersonen oder den Autoritäten vor Ort abgesprochen sind. Die Gruppengrösse ist möglicherweise beschränkt und die BesucherInnen müssen sich an die Route halten.

Eventuell dürfen sie nicht alle Personen befragen. Anklagende oder blossstellende Fragen sind selbstverständlich untersagt. Es wird transparent ausgewiesen, was die Tour kostet und wer wie viel von den Einnahmen bekommt. Die Anstellungsbedingungen für die Tourguides und die Bezahlung von Auskunftspersonen und Dienstleistern vor Ort sind fair und klar geregelt.

Einige Veranstalter gründen eigene Organisationen, die mit dem Gewinn Projekte realisieren, um die Lebenssituation der Armutsbetroffenen zu verbessern.

Zuhause wissen wir, welche Begrüssung sich gehört, welche Kleidung angebracht ist und welche Gesprächsthemen oder Gesten tabu sind. Das gibt uns Sicherheit und das Wissen dazuzugehören. Stossen wir auf andere Verhaltensweisen, reagieren wir verunsichert und gestresst. Damit Sie Begegnungen auch während der Ferien im Ausland geniessen und Fettnäpfchen vermeiden können, sollten Sie die nachfolgenden Regeln beachten.

Wie müssen Sie sich kleiden? Wo dürfen Sie fotografieren, wo nicht? Welches sind die wichtigsten Umgangsformen und Sitten beim Essen? Wo gehört Feilschen zum guten Ton? Welche paar Sätze oder Worte in der lokalen Sprache sind hilfreich? Lesen Sie einen qualitativ guten Reiseführer, der Ihnen nicht nur die Sitten und Gebräuche eines Landes erklärt, sondern auch deren Hintergründe: Wer darf wem wann die Hand geben und wo unterlässt man dies besser? Gewisse Werte wie Gleichberechtigung von Mann und Frau, religiöse Freiheit, Bewegungs- und Meinungsfreiheit und Menschenrechte sind vielen von uns wichtig.

Es ist daher ratsam, sich schon vor der Reise zu überlegen, an welchen Werten wir im Gastland festhalten können und wollen und welche wir während der Ferien zurückstellen, damit wir offen sind für neue Erfahrungen und anderen nicht unsere Weltsicht aufdrängen. Das schützt vor dem Fettnäpfchen der Selbstgerechtigkeit. Nicht selten werden aber eigene ethische und kulturelle Werte in den Ferien vergessen. Ferien sind eine Ausnahmesituation, eine Pause vom Alltag.

Sie können zu einem Verhalten verleiten, das Sie sich in Ihrer Heimat nicht erlauben würden. So vermeiden Sie, über die Stränge zu hauen und dies später zu bereuen. Bedenken Sie, dass Sie zwar aus Ihrem Alltag austreten, später aber mit gutem Gewissen wieder zurückkehren möchten.

Beachten Sie auch, dass die Lokalbevölkerung keine Ferien hat und Sie in Ihrem Alltag wohl auch nicht übermässig durch Touristen gestört werden möchten. Sie gehören zu den fünf bis acht Prozent der Privilegierten dieser Welt, die sich Auslandferien leisten und sich von neuen Eindrücken inspirieren lassen können.

Zwischen Ihnen und den Reiseleitern, Taxifahrern, Zimmerfrauen und Souvenirverkäuferinnen, die sich eine solche Reise nicht leisten können, besteht daher ein Machtgefälle. Noch extremer ist der Unterschied zu denjenigen, die für den Bau touristischer Infrastrukturen von ihrem Land vertrieben wurden. Reduzieren Sie aber das Land auch nicht auf seine Armut und Schönheit — versuchen Sie etwas von den Über- Lebensstrategien der Lokalbevölkerung mitzubekommen.

So vermeiden Sie die Fettnäpfchen Hochmut und Gleichgültigkeit. Wir leben in einem relativ sicheren Land und sind es gewohnt, uns frei bewegen zu können. Daher fällt es uns nicht immer leicht, die Sicherheitsrisiken in einem Reisegebiet richtig einzuschätzen.

Hilfreich sind weder blinde Offenheit noch Hysterie. Fragen Sie vor Ort, wo Sie eventuell vorsichtig sein müssen und mischen Sie sich lieber nicht in Konfliktsituationen ein. In anderen Ländern nimmt die Religion oft eine wichtigere Rolle im Alltag ein als bei uns. Umso wichtiger ist es, sich als TouristIn beim Besuch von religiösen Einrichtungen angemessen zu verhalten und die Traditionen der einheimischen Bevölkerung zu achten.

Bedenken Sie, dass Sie sich an einem heiligen Ort befinden. Tragen Sie sittsame Kleidung und verhalten Sie sich dem Ort und den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung entsprechend. Dies beinhaltet neben dem Bedecken von Schultern und Knien auch: Frauen sollten nicht in nur Moscheen, sondern auch in den Ostkirchen ein Kopftuch tragen. Laute Diskussionen und Gelächter sowie mit dem Finger auf Dinge zu zeigen, kann als unangebracht empfunden werden.

Erkundigen Sie sich, ob fotografieren erlaubt ist. Betende und oft auch Frauen sollten nicht ungefragt abgelichtet werden. Mancherorts sind die Eingänge zum Beispiel von Moscheen oder orthodoxen Synagogen für Frauen und Männer getrennt, in einigen Ländern und an bestimmten Heiligtümern gibt es geschlechtsspezifische und religiöse Zutrittsbeschränkungen.

Während religiöser Riten ist besondere Rücksicht geboten. Ist der Zutritt für TouristInnen zur Gebetszeit nicht erlaubt, gilt dies zu respektieren. Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach den jeweiligen Regeln vor Ort. Niemand erwartet, dass Sie als Besucher alle Regeln perfekt beherrschen, aber achten Sie darauf, dass Sie nicht stören.

Es kann sein, dass eine oder sogar mehrere Spenden, die verschiedene Bedeutungen haben, als Pflicht angesehen werden. Auch kann es üblich sein, Bettlern rund um das Heiligtum etwas Geld zu geben. Auch hier sollten Sie sich vor Ort informieren, was als angemessen gilt. Bedenken Sie, dass religiöse Gebäude kein Konsumgut, sondern heilige Stätten sind.

Wenn Sie sich über die genauen Vorschriften im bereisten Land und deren Begründungen informieren, fördert dies das Verständnis für die andere Kultur. Ein guter Reiseführer gibt einen Einblick in die andere Kultur und die jeweiligen Praktiken. Eine der grössten Errungenschaften der Neuzeit sind die Menschenrechte. Sie sind dazu da, die Würde des Menschen gegen Willkür von Staat und Unternehmen zu schützen, sie gelten für jede Person von Geburt an unabhängig von ihrer Herkunft.

Zu den Menschenrechten gehört etwa das Recht, sich innerhalb seines Landes frei zu bewegen, sich niederzulassen und aus einem anderen Land zurückzukehren. Doch auch faire und gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen sowie der Schutz von Mutterschaft und Familie sind hierin verbrieft, ebenso wie das Recht auf Wasser, auf eine gesunde Umwelt und auf eine selbstbestimmte Entwicklung. Wenn in Südafrika ein Hotel seinen Angestellten ein Stück Land für den Anbau ihres Gemüses zur Verfügung stellt, sie weiterbildet, um ihnen eine Karriere zu ermöglichen und für sie und ihre Familien einen Gesundheitsdienst und eine Schule zur Verfügung stellt, engagiert es sich damit für die Menschenrechte.

Wenn aber auf Bali die Hotels und Golfplätze so viel Wasser verbrauchen, dass den Reisbauern für die Bewässerung nichts übrigbleibt, verletzt die Tourismusbranche Menschenrechte. Ebenso wenn in gewissen Destinationen in Mexiko der Kindersextourismus angeheizt wird. Desgleichen werden Menschenrechte missachtet, wenn in Hotels, Wäschereien, Agenturen für Porter und Guides sowie anderen touristischen Unternehmen die Angestellten unwürdig behandelt und mies entlöhnt werden.

Auch die Menschenrechte der UrlauberInnen werden im Tourismus manchmal verletzt: Fälle von sexuellen Übergriffen auf reisende Frauen und Kinder häufen sich, immer wieder gibt es Berichte von Menschen mit Behinderung, denen der Transport verweigert wird. Hauptverantwortlich für die Gewährung und Einhaltung der Menschenrechte sind die Regierungen. Unternehmen und jede einzelne Person müssen die Menschenrechte jedoch ebenso respektieren und Verantwortung übernehmen, wenn durch ihre Handlungen Menschenrechte verletzt wurden.

Wenn Reiseveranstalter Destinationen in Ländern mit Menschenrechtsverletzungen anbieten, müssen sie besonders Sorge tragen, dass sie sich nicht zu Komplizen machen und selber Menschenrechte verletzen, weil die betreffende Regierung die Bürger des Landes zu wenig schützt.

Diese Sorgfaltspflicht wurde vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen definiert. Rund zwei Millionen Kinder sind jährlich weltweit von kommerzieller sexueller Ausbeutung betroffen.

Sex mit Minderjährigen ist nicht nur bei uns, sondern überall auf der Welt ein Verbrechen. Mädchen und Buben erleiden dadurch schwerwiegende gesundheitliche, psychische und soziale Schäden, an denen sie ihr Leben lang leiden.

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen durch Prostitution, Pornografie und Kinderhandel heisst, die Menschenwürde von Kindern mit Füssen zu treten. Trotz Gesetzen, die sich dem Schutz der Kinder verpflichten, bleiben viele sexuelle Übergriffe an Minderjährigen in Feriendestinationen ungeahndet. Die Anonymität im fernen Land, mangelnde soziale Kontrolle und der kurze Aufenthalt am Ort des Verbrechens schützen die Täter und gefährden gleichzeitig die Kinder. Kindersextourismus ist nicht unsichtbar.

Oft findet er in aller Öffentlichkeit, in Hotels, Bars oder am Strand statt, aber niemand kümmert sich darum. Wenn Sie Zeugin oder Zeuge eines solchen Übergriffs werden, sammeln Sie all ihre Zivilcourage zusammen und schauen Sie hin und nicht weg. Sie können dazu beitragen, dass die Kinder und ihre sexuelle Integrität in Zukunft besser geschützt werden. Auch eine entsprechende Meldestelle in Ihrem Heimatland geht einer solchen Meldung nach.

Vielleicht haben Sie beobachtet, dass ein Tourist abends mit einem einheimischen Kind im Zimmer verschwunden ist oder in einer Bar nur mit lokalen Minderjährigen verkehrt. Wenn es Hinweise dafür gibt, dass es sich beim mutmasslichen Täter um eine in der Schweiz, in Deutschland oder in Österreich wohnhafte Person handelt, sind Ihre Beobachtungen auch für die Behörden dieser Länder sehr wichtig.

Die zuständigen Behörden werden dann die erforderlichen Massnahmen einleiten. Die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz schlossen sich im Jahr für eine länderübergreifende, koordinierte und visuell abgestimmte Kampagne im deutschsprachigen Raum zusammen. In dieser Kampagne engagieren sich Politik, Reisebranche und Zivilgesellschaft gemeinsam. Kooperationspartner sind neben den jeweiligen Familien-, Justiz und Wirtschaftsministerien aus den drei Ländern Nichtregierungsorganisationen sowie die Tourismusunternehmen, vertreten durch die nationalen Reiseverbände sowie grössere Branchenvertreter.

Damit zeigen Sie, dass Ihnen ein derartiges Engagement wichtig ist und Sie verantwortungsvoll reisen wollen. Projektbesuche werden immer beliebter. Im Regenwald, bei der Beobachtung von Walen oder im Schildkrötenzuchtgebiet lässt sich hautnah miterleben, wie Umweltfachleute bedrohte Tiere und Pflanzen schützen. Wer mit eigenen Augen sieht, wie Kinder in Waisenhäusern betreut oder Schulen gebaut werden, kann die Arbeit karitativer Einrichtungen besser nachvollziehen.

Entwicklungs- und Umweltorganisationen bieten solche Besuche an, weil sie den Reisenden neue Einsichten vermitteln und zur Sensibilisierung für die Anliegen der Entwicklungszusammenarbeit und des Umweltschutzes beitragen können. Die Mitarbeitenden vieler Entwicklungsprojekte freuen sich über die Besuche und das Interesse aus dem Ausland. Andere dagegen fühlen sich in ihrer Alltagsarbeit gestört und haben keine Zeit, die Gäste zu betreuen. Manchmal werden sie im Vorfeld ungenügend über den kommenden Besuch informiert oder die Erwartungen der Reiseveranstalter und Geldgeber bezüglich Leistung und Abgeltung sind zu wenig transparent.

Auch die Motive der Besucherinnen und Besucher sind nicht immer klar. Zuweilen geht es ihnen auch um Kontrolle: Sie wollen wissen, was mit ihren Spendengeldern geschieht. So verständlich das Bedürfnis ist, so wenig ist es sinnvoll: Diese Kontrolle sollte man besser anerkannten und qualifizierten Überprüfungsstellen überlassen. Gewisse Vorzeige-Entwicklungsprojekte verzeichnen einen solchen Andrang von BesucherInnen, dass sie sich extra mit Unterkünften und anderen Infrastrukturausbauten einrichten müssen.

Einerseits bieten die Besuche also eine Chance für neue Einnahmequellen durch den Tourismus. Andererseits besteht das Risiko, dass lediglich mehr Belastung für die GastgeberInnen entsteht und falsche Hoffnungen geschürt werden. Denn wo bisher weder die nötige Infrastruktur existiert, noch das Personal entsprechend ausgebildet ist, fällt es Projektmitarbeitenden schwer, Gäste adäquat zu betreuen und weitere Einnahmequellen wie den Verkauf von Souvenirs zu erschliessen.

Die Reise selbst wird auch nicht einfach dadurch sozialverträglich — und schon gar nicht umweltgerecht —, dass Entwicklungs- oder Umweltprojekte besucht werden. Der Besuch darf nicht zum Feigenblatt für ungehemmte Reiselust werden.

Immer mehr Reisende möchten während ihrer Ferien Gutes tun. Wo früher Entwicklungs- oder Hilfsorganisationen, Naturschutzverbände oder Missionswerke selbst gezielt Freiwillige für Einsätze in ihren Projekten warben, konkurrieren sie heute immer öfter mit Reiseveranstaltern und gewerbsmässigen Vermittlungsagenturen um die Hilfswilligen. Im Vordergrund steht dabei jedoch häufig das Geschäft und weniger die Arbeit, um die es in den Projekten geht.

Das birgt verschiedene Gefahren: Oft fehlt es an einem gleichberechtigten Austausch mit der gastgebenden Bevölkerung darüber, was wirklich gebraucht wird und wer wie lange für welchen Zweck kommen darf.

Gleichzeitig werden die sogenannten Voluntouristen nicht mehr so genau geprüft: Schliesslich sind sie ja die Kunden. Schlimmstenfalls werden so Pädokriminelle in Kinderheime vermittelt oder schlecht vorbereitete und unerfahrene Freiwillige in gefährliche oder gar traumatisierende Situationen gebracht. Viele derart vermittelte Einsätze nutzen daher weder den Freiwilligen noch dem Projekt. Den solche Freiwilligen-Einsätze sind ja nicht einfach Ferien: Da sollen sich etwa plötzlich unerfahrene Teenager aus dem Norden in komplexen, schwierigen Situationen in Entwicklungsländern bewähren, oft genug ohne entsprechende Vorbereitung.

Motivierte Freiwillige stellen sich etwa Arbeit mit Kindern vor, während vor Ort aber Hilfe in der Küche benötigt wird. Umgekehrt hoffen die Partner auf erfahrene Allrounder, die jedes Problem anpacken und lösen, stossen aber auf Schulabgänger, die vielleicht noch nie gearbeitet haben. Beide Seiten unterschätzen zuweilen die für den Einsatz benötigten Kenntnisse und Qualifizierungen. Probleme entstehen zudem, wenn die Freiwilligen den Einheimischen Arbeitsplätze wegschnappen oder zumindest der Eindruck entsteht.

Das muss nicht sein. Natürlich gibt es auch gute Angebote, seriösen Vermittler und Reiseveranstalter. Wer das richtige Angebot finden will, muss kritisch sein und die richtigen Fragen stellen — zunächst an sich selbst:. Was kann und will ich für einen Einsatz leisten? Wie soll das Verhältnis zwischen Freizeit und Arbeitseinsatz aussehen? Wo möchte ich den Einsatz leisten? Danach geht es an die Prüfung der Angebote und Veranstalter. Eine gute Vorlage bietet dazu die tourismuskritische Nichtregierungsorganisation Tourism Concern aus London mit ihren acht Qualitätsgrundsätzen:.

Grundsätzlich gilt auch hier: Verträgliches Reisen bedeutet auch, die Umwelt zu schonen und in erster Linie das Wohl der gastgebenden Bevölkerung im Auge zu haben.

Fragen sie beim Reiseveranstalter nach und holen Sie sich die Tipps dazu auf fairunterwegs. Sie haben ein super attraktives Ferienangebot in letzter Minute an Land gezogen. Nun freuen Sie sich, auch weil Ihr Sitznachbar im Flugzeug für dasselbe Angebot vielleicht erheblich mehr hinblättern musste. Denn wer bis zum letzten Moment wartet, kann saftig profitieren.

Dies git nicht unbedingt: Schnäppchenjäger kommen unter Umständen besser weg, wenn sie zeitig buchen und dabei von den Frühbucher-Rabatten der Reiseveranstalter profitieren. Last-Minute-Angebote können zudem Preisfallen sein, in denen viele Kosten nicht ordentlich ausgewiesen sind, die Sie unterwegs noch zusätzlich berappen müssen.

Dass in letzter Minute, kurz vor der Abreise, Reiseangebote verbilligt auf den Markt geworfen werden, hat mit der Funktionsweise des Tourismus zu tun: Viele Reiseanbieter planen sehr optimistisch. Was nicht verkauft wird — ein Sitz im Flugzeug oder ein Bett in einem Hotel — schlägt jedoch negativ zu Buche. Also verkaufen die Reiseanbieter ihre Plätze lieber unter Preis, als gar nicht. Oft stehen dabei auch Hoteliers unter Druck von Seiten der Reiseveranstalter, die gerade in Krisenzeiten mit den Anbietern in den Destinationen hart um die Preisnachlässe verhandeln.

Last-Minute-Angebote mögen kurzfristig Sinn machen und die Schnäppchenjäger freuen. Langfristig unterlaufen sie jedoch die Nachhaltigkeit, schliesslich werden Betten oder auch Flugsitze weit unter ihrem Gestehungspreis verschleudert. Da bleibt den Anbietern am Urlaubsort kein Geld mehr für dringend notwendige Massnahmen zur Erhaltung der Umwelt, wie Energiesparmassnahmen, Abfallbewirtschaftung oder für den Anschluss von Hotels an Kläranlagen, geschweige denn Mittel, um den Angestellten faire Arbeitsbedingungen zu gewähren.

Aber auch die Reiseveranstalter schneiden sich oft ins eigene Fleisch, schmilzt doch letztlich auch ihre Gewinnmarge. Ihnen fehlen später die Gelder, die sie für die zeitgemässe, verantwortliche und faire Ausgestaltung Ihrer Reise aufwenden sollten. Einige Tour-Operators haben deshalb auch Frühbucherrabatte eingeführt, damit sie besser planen können und nicht in letzter Minute mit Anbietern vor Ort die Preise herunterfeilschen müssen.

Sicher ist, dass Billigangebote im Tourismus, insbesondere die Last-Minute-Schnäppchen, nur sehr beschränkte Serviceleistungen beinhalten. Oft genug führen sie zu Enttäuschungen und Reklamationen, wie der Ombudsmann der Schweizer Reisebranche bestätigt. Fragen Sie deshalb beim Buchen von Schnäppchen und Billigangeboten immer nach, welche Leistungen Sie effektiv für diesen Preis erhalten. Fragen Sie dann gleich auch, welchen Anteil die GastgeberInnen eigentlich daran verdienen.

Gerade Leute, die nicht viel verdienen, sind froh, wenn sie mit einem Pauschalbetrag die Kosten für die Ferien im Griff haben. Und viele sind froh, wenn ihnen die gesamte Urlaubsorganisation vom Reiseanbieter abgenommen wird. Doch die Rechnung geht nicht auf:. Für die Reisenden geht die Rechnung nicht auf, wenn der Veranstalter so knapp kalkuliert, dass die Resortbetreiber überall sparen müssen: Dies kann verdreckte Hotelzimmer, ungeniessbares Essen und unerwartete Nebenkosten zur Folge haben.

Unterbezahlte Angestellte schalten bei Klagen auf Durchzug. Ein All-inclusive-Resort ist eine abgeschottete Welt, so dass die Gäste ihr Reiseland kaum kennenlernen. Für die gebotene Folklore kostümieren sich bezahlte ArtistInnen, bei deren Shows der Spass- und Exotikfaktor wichtiger ist als die kulturelle Echtheit. Das Gastland wird auf ein paar Klischees reduziert, was existierende Vorurteile bei den Gästen eher verstärkt als abbaut.

Für die Angestellten, denn sie sollen möglichst wenig kosten: Von guten Löhnen, Festanstellungsverträgen mit Sozialleistungen, Aufstiegsmöglichkeiten und bezahlten Weiterbildungen können sie in der Regel nur träumen. Die Realität besteht allzu oft aus Stundenverträgen, einer Anhäufung unbezahlter Überstunden, null Sicherheit und Löhnen, die zu nichts hinreichen. Dabei sollen sie noch dauerlächeln und gut drauf sein bis spät in die Nacht.

Die lokalen Unternehmen werden nicht eingerechnet: All-inclusive-Resorts ziehen jedoch den Grossteil des Gästeaufkommens ab und trocknen so das Geschäft der Kleinbetriebe aus. Denn weshalb sollen die All-inclusive-Gäste dort noch Geld ausgeben? Sie haben ja schon für alles bezahlt. Die Lokalbevölkerung hat sowieso nichts zu melden: Eigentlich erhofft sie sich Jobs, Einkommen und gute neue Infrastruktur.

Doch von den teuren Infrastrukturprojekten wie Flughäfen und Zufahrtsstrassen, Wasserpumpen und Stromleitungen, die mit ihren Steuergeldern erstellt werden, profitiert sie oft wenig. Manchmal leiden die AnwohnerInnen sogar unter häufigeren Wasser- oder Stromausfällen, weil zuviel zum Resort und zu wenig zu den Normalverbrauchern geleitet wird.

All-inclusive-Resorts, die sich nicht bewusst für Lokalprodukte entscheiden, importieren Baumaterialien, Einrichtungsgegenstände und Nahrungsmittel von irgendwoher. Ihre Gewinne werden nicht in neue Betriebe im Land investiert, sondern werden in der Regel vom Unternehmen zum überwiegenden Teil ausser Landes gebracht.

Auch die Natur hat das Nachsehen: An und für sich dürften All-inclusive-Resorts pro Gast und Übernachtung der Umwelt nicht mehr schaden als jede andere Unterbringung. Doch in der Regel stecken hinter solchen Resorts Investoren mit viel Geld, das sie in üppige Anlagen investieren, die hohe Profite erzielen sollen: Je mehr Pools, Grünflächen, Golfplätze und umbebaggerte und planierte Strände, desto besser verkauft sich das Resort, je tiefer die Unterhaltskosten gedrückt werden, desto mehr Profit und desto schlechter für die Natur.

Laute Parties stressen Vögel und Meeresschildkröten. Die Chemikalien für Pools und Golfplätze, das Abwasser und die Abfälle landen häufig in der Natur, statt fachgerecht entsorgt zu werden. Das All-inclusive-Setting lädt verleitet Gäste dazu mehr zu konsumieren, als sie dies im normalen Hotel tun würden. Das kostet den Wirt nicht viel, aber verbraucht noch mehr Ressourcen und generiert Abfallberge.

Es gibt All-inclusive-Resorts, die sich für einen besseren Sozial- und Umweltausweis engagieren. Fragen sie kritisch nach und buchen Sie ein Resort, das eine entsprechende Unternehmensverantwortung transparent ausweist. Dokumentieren Sie, wenn das Angebot nicht der Ausschreibung entspricht, und reklamieren Sie sofort. Plastikmüll, der die Strände und die Unterwasserwelt verschandelt — das wünscht sich kein Feriengast.

Auch die Regierungen verschiedener Länder haben genug von solchen Müllhalden. Bangladesh, China, Ruanda und Sansibar haben den Verkauf oder die Abgabe von Plastiktüten im Einzelhandel bereits verboten, Irland hat sie mit einer Steuer belegt, weitere Länder und Orte — darunter der Kanton Jura in der Schweiz — sind dabei, ähnliche Gesetze zu entwerfen.

Zwar verpacken solche Tüten unsere Einkäufe geschmacksneutral, wasser- und luftdicht, aber nach durchschnittlich nur 10 bis 25 Minuten Nutzungszeit landen sie im Schrank oder gleich im Müll. Doch weltweit landet ein Grossteil der vier bis fünf Billiarden Plastiksäcke, die gemäss Worldwatch jährlich produziert werden, in der Umwelt.

Dort bleiben sie eine Weile liegen, verstopfen Kanäle und verschandeln Landschaften — bis sie irgendwann in den Ozeanen landen. Schon heute kreisen dort in langsamen Strudeln Millionen Tonnen Zivilisationsmüll, der allmählich zu feinsten Partikeln zermahlen auf den Boden des Ozeans sinkt, wo er alles Leben unter sich begräbt. Problematisch sind auch Kunststoffbehälter für Getränke und anderes: Zum einen gehen sie häufig den gleichen Weg wie die Plastiktüten und landen ebenfalls in den Ozean-Strudeln.

Zum andern geben viele Kunststoffe — besonders unter Wärmeeinfluss — hormonähnliche Stoffe ab. Diese beeinflussen die sexuelle sowie neurologische Entwicklung von Lebewesen und können so ihre Fruchtbarkeit schädigen.

Batterien giftige Schwermetalle , Plastikflaschen oder Alu-Dosen sollten vermieden werden. Beanstanden Sie im Hotel kleine Portionsverpackungen und Einwegdosen. Viele Hotels geben gefiltertes und abgekochtes Wasser kostenlos ab. Importierte Produkte hinterlassen mehr Abfall und ihr Transport belastet die Umwelt zusätzlich.

Ökobilanzen bewerten die Umweltbelastung eines Produkts, Prozesses oder einer Aktivität und schaffen so Vergleichswerte. Leider wird die Anwendbarkeit und der Vergleich der Daten dadurch erschwert, dass es bisher keine international vereinheitlichte Berechnungs- und Bewertungsmethode gibt.

Sinnvolle Ökobilanzen erlauben klare Aussagen. Zug oder Flug von Zürich nach Paris verglichen werden. Diese Ökobilanz nennt sich Transportenergiebilanz und ist eine nützliche Entscheidungshilfe für Reisende, die zwischen mehr oder weniger umweltschädigenden Transportmitteln wählen wollen.

Sinnvoll sind auch Ökobilanzen einzelner Unterkünfte. Diese können ihre Umweltwirkung zum Beispiel als ökologischen Fussabdruck darstellen. Damit weisen sie gegenüber den Reisenden aus, wie viel Erdfläche nötig wäre, um die Leistungen des Hotels zu erbringen.

Je kleiner der Fussabdruck, desto umweltfreundlicher ist die Unterkunft. Ökobilanzen von ganzen Reisen sind jedoch unsinnig. Denn bei der Berechnung werden die Grundregeln zum Erstellen aussagekräftiger Ökobilanzen verletzt. Hierzu gehören eine klare Eingrenzung dessen, was geprüft wird, und der Grundsatz, dass Gleiches mit Gleichem verglichen werden sollte. Beim Vergleich etwa einer Kreuzfahrt mit einer Flugreise in die Karibik werden diese Grenzen überstrapaziert. Im Gegensatz zur Flugreise ist beispielsweise bei der Kreuzfahrt die Unterkunft schon dabei.

Eine Kreuzfahrt kann für die Umwelt sehr unterschiedliche Belastungen aufweisen, je nachdem welches Schiffsmodell zum Einsatz kommt, was den Gästen auf dem Schiff geboten wird, was mit Wasser und Abfall geschieht, wie oft das Schiff anlegt usw.

Vollends unsinnig werden Ökobilanzvergleiche bei ganzen Ferienpaketen. Da wird die Ökobilanz zu einem Mischwert von Hunderten von Durchschnittswerten, womit jegliche Aussagekraft und Glaubwürdigkeit verloren geht. Während also Transportenergiebilanzen und Fussabdrücke gute Entscheidungshilfen bei der Wahl des Transportmittels und der Unterkunft bieten, muss, wer fair unterwegs sein will, immer noch genauer nachfragen.

Was sind die Kosten und was ist der Nutzen für die lokale Bevölkerung? Wo wurden für touristische Infrastruktur natürliche Ressourcen unwiederbringlich zerstört? Sind die Ernährungssicherheit und die Wasserversorgung der lokalen Bevölkerung gewährleistet?

Kein Tourismuszweig wächst seit Jahren so konstant wie die Kreuzfahrtbranche. Laut Naturschutzbund Deutschland besteht die globale Kreuzfahrtschiffflotte aus etwa Schiffen. Bis sollen weitere 35 hinzukommen. Besonders grosse Kreuzfahrtdampfer wie z. Die Schiffe sind bestens ausgerüstet mit Wellness-, Schwimm- und Sportbereichen, zahlreichen Restaurants und Unterhaltungsstätten wie Kino, Theater, Ball- und Kasinosälen, Eislauf- und Golfplätzen, Fahrstühlen, Klimaanlagen sowie der dazu notwendigen Energieversorgung.

Für die Umwelt ist der Kreuzfahrttourismus aus verschiedenen Gründen problematisch. So ist der CO2-Fussabdruck d. Als "Kleinstädte" verursachen Kreuzfahrtschiffe riesige Mengen an Schadstoffen. Ein grosser Teil davon wird im Ozean entsorgt oder in die Luft geblasen, mit verheerenden Folgen für die marinen Ökosysteme und die Gesundheit unserer Ozeane. Rund siebzig Prozent aller Beschäftigten auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten im schlecht bezahlten Hotel- und Restaurantbereich.

Die Verträge sind meist auf vier bis sechs Monate befristet. Die Angestellten arbeiten sieben Tage pro Woche mit nur kurzen Ruhezeiten. Wie aufreibend das ist, ahnen die wenigsten bei ihrer Anstellung. Die Arbeit beginnt meist morgens um halb sieben, und je nachdem ob Abendveranstaltungen auf dem Programm stehen, kann der Arbeitstag gut bis zwei oder drei Uhr nachts dauern.

Am nächsten Tag geht es von vorn los. Überstunden werden normalerweise nicht abgegolten. Mitarbeitende aus unterschiedlichen Kulturkreisen teilen sich engste Kabinen ohne Privatsphäre. Das monatliche Grundgehalt beläuft sich meist auf wenige hundert US-Dollar.

Trinkgelder machen teilweise bis zu drei Viertel des Lohnes aus, doch diese gibt es sowieso nur in gewissen Bereichen des Restaurants, wo die besten Plätze von mafiösen Gangs kontrolliert werden. Sobald die Beschäftigten den Mannschaftsbereich verlassen, sind sie im Dienst, müssen immer lächeln und sich um das Wohl der Passagiere kümmern, die sie mit Fragen und Wünschen überhäufen.

Chronischer Schlafmangel oder Depressionen werden im Alkohol ertränkt, der von manchen Reedereien bewusst grosszügig ausgeschenkt wird. Es braucht dringend politische Regulierungen der Internationalen Maritime Organisation IMO, um die Schadstoffemissionen zu begrenzen und die nötigen Anreize zu schaffen, damit die Reedereien die technischen Möglichkeiten nutzen und ihre Ökobilanz verbessern.

Als Reisende können Sie den Druck erhöhen, indem Sie nachfragen. Wird Ihr Kreuzschiff mit hochwertigem Kraftstoff betrieben und sind Russpartikelfilter installiert? Wie werden Abfall und Abwasser entsorgt? Wie sind die Anstellungsbedingungen der Mitarbeitenden und wie sind sie untergebracht? Besonders in den Ländern des Südens ist Wassermangel ein gravierendes Problem.

Der Tourismus verschärft diese Situation. In Tunesien wird kostbares Wasser für Golfplätze, am Roten Meer für künstliche Grünanlagen verwendet, während die Einheimischen kaum ihre Felder und Gärten bewässern können.

Wasser sparen heisst also gleichzeitig auch Strom sparen. Elektrizität ist in vielen Ferienländern teuer und kann nur mit fossilen Brennstoffen produziert werden, was wiederum zu überhöhtem CO 2 -Ausstoss führt. Vielerorts ist auch die Energieversorgung nicht rund um die Uhr gewährleistet.

Bei überhöhtem Verbrauch kann es vorkommen, dass der einheimischen Bevölkerung der Strom abgestellt wird. Daher ist Strom sparen unterwegs noch wichtiger als zuhause. Sparen fängt schon beim Buchen an. Ein Hotel mit drei Pools und eigenem Golfplatz braucht viel mehr Wasser als eines, das beispielsweise einen Gemeinschaftspool mit anderen Hotels unterhält. Wasser sparen unterwegs ist einfach.

Das spart übrigens auch zuhause Wasser. Sinnvoll ist es zudem, die Handtücher nicht jeden Tag waschen zu lassen, sondern nur dann, wenn es wirklich notwendig ist. Bei Unterhaltsmängeln wie tropfenden Wasserhähnen empfiehlt es sich, dies sofort der Hotelrezeption zu melden.

Tropfende Wasserhähne können bis zu 90 Liter Wasser pro Woche verbrauchen. Um Strom zu sparen, braucht es oft nur wenige Handgriffe: Licht löschen beim Verlassen des Hotelzimmers, Klimaanlage ausschalten, auf jeden Fall bei längerer Abwesenheit, nicht gebrauchte Kühlschränke ausstecken. Ladegeräte bei Nichtgebrauch aus der Steckdose nehmen, nicht benötigte Geräte wie Fernseher auf Stand-by ausstecken.

Wer seine Grünanlage mit Gebrauchtwasser bewässert, spart Trinkwasser. Bis zu 20 Prozent Treibstoff spart, wer sich beim Autofahren an den "eco-drive"-Fahrstil hält. Das heisst, immer im höchstmöglichsten Gang fahren, spät herunterschalten und ohne Gas anfahren.

Der Tourismus trägt erheblich zur Klimaerwärmung bei. Berücksichtigt man noch andere Treibhausgase, wächst der Anteil des Tourismus am menschengemachten Klimawandel gar auf 12,5 Prozent. Der Löwenanteil der tourismusbedingten Emissionen — rund drei Viertel — stammt aus dem Flug- und Autoverkehr.

Die Beherbergung steuert rund ein Fünftel bei. Heute sind die fossilen Brennstoffe unser wichtigster Energielieferant zur Herstellung und Entsorgung sowie zum Transport der Güter, die wir täglich konsumieren.

Durch die Nutzung fossiler Brennstoffe setzen wir riesige CO 2 -Mengen sowie weitere Abgase frei, die als sogenannte Treibhausgase das Klima aufheizen. Inzwischen ist der Temperaturanstieg aufgrund des vom Menschen verursachten CO 2 -Ausstosses alarmierend. In den Alpen schmelzen die Gletscher wie die Eismassen in den Polargebieten, was den Anstieg des Meeresspiegels bewirkt. Erste Inseln sind bereits versunken. Unwetter, Taifune und Hurrikane häufen sich und bringen Überschwemmungen sowie Erdrutsche mit sich.

Viele sind gezwungen, als Umweltflüchtlinge ihre Heimat zu verlassen. Aufstrebende Schwellenländer, insbesondere die bevölkerungsreichen Nationen China und Indien, benötigen immer mehr Energie.

Es gilt, sofort und konsequent Energie zu sparen sowie alternative Energiequellen zu fördern. Die Klimaerwärmung bedroht inzwischen direkt beliebte Reisedestinationen wie die Malediven und andere Inselgruppen, die nur knapp über dem allmählich ansteigenden Meeresspiegel liegen. Korallenriffe bleichen aus und ganze Küstenstriche erodieren. Viele Inselstaaten sind stark von den Einkünften aus dem Tourismus abhängig.

Wenden sich die Reisenden aufgrund von Umweltschäden einer Insel nicht mehr zu, bleibt die Bevölkerung allein den Schäden ausgeliefert und trägt deren Kosten. Wohl ist Klimaschutz auch in der Tourismusbranche inzwischen ein Thema. Wegen des steten Wachstums der Tourismus- und Flugindustrie nehmen die Emissionen jedoch weiterhin zu.

Es braucht dringend verbindliche Reduktionsziele für die gesamte Branche unter Einbezug des Flugverkehrs. Wenn Sie beispielsweise fliegen, können Sie mit einem Geldbeitrag dafür sorgen, dass die gleiche Menge an CO 2 , die bei der Verbrennung des Kerosins auf Ihrem Flug entsteht, an einem anderen Ort eingespart wird.

Die Anbieter von Klimakompensationslösungen investieren dazu in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte, die keine Treibhausgase verursachen oder die deren Ausstoss reduzieren. Dieser kann je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen. Seriöse Anbieter wie myclimate. Immer mehr fortschrittliche Hotels, aber auch sportliche oder kulturelle Events kompensieren heute ihren CO 2 -Ausstoss freiwillig. Wer heute freiwillig seinen CO 2 -Ausstoss kompensiert, zeigt Verantwortung gegenüber dem globalen Klima.

Doch der weltweit übermässige Ausstoss an CO 2 mit seinen gravierenden Folgen fürs Klima kann nicht mit freiwilligen Kompensationszahlungen allein beglichen werden. Es braucht klare politische Lösungen, in erster Linie zur Vermeidung von weiteren Treibhausgasen. Stehen Sie mit uns dafür ein. Viele Menschen träumen davon, mit Delfinen zu schwimmen.

Zahlreiche Delfinarien werben entsprechend mit dem direkten Kontakt zu dieser Untergattung der Walfische: Oder sie werden für therapeutische Zwecke missbraucht, um Menschen mit psychischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen zu heilen Delfintherapie. Vor allem die enorme Nachfrage nach direkten Begegnungen mit Delfinen in Schwimm- und Streichelprogrammen hat das Geschäft mit den Gefangenen zu einer Goldgrube gemacht.

Der Wert eines gefangenen Orcas wird gar auf über fünf Millionen Dollar geschätzt. Kein Wunder, dass der Handel mit den Meeressäugern blüht: Delfine werden von Zoos, Delfinarien weltweit sind etwa Delfinarien registriert, rund 60 davon in Europa und anderen Vergnügungsparks nachgefragt — ein verhängnisvoller Trend. Auch aus der häufig kritisierten japanischen Treibjagd gelangen Tümmler in die Delfinarien. Geburten in Gefangenschaft sind eher selten, zudem werden unfreie Tiere durchschnittlich nur drei bis vier Jahre alt, während ein frei lebender Delfin bis zu 40 Jahre alt werden kann.

In seiner natürlichen Umgebung schwimmt der Meeressäuger täglich bis zu hundert Kilometer und taucht mehrere hundert Meter tief. Schon auf dem offenen Meer kann der Kontakt mit Menschen Stress für die Delfine bedeuten, wie britische Wissenschaftler feststellten. In Anwesenheit von Menschen kümmern sie sich weniger um ihren Nachwuchs, vernachlässigen die Jagd und wirken unruhig. Verschärft wird die Situation durch Versuche, die Tiere zu berühren. Bei aufdringlichen Beobachtungstouren verbrauchen Delfine viel Energie, um vor den Besucherbooten zu fliehen.

In Gefangenschaft ist ihnen selbst diese Möglichkeit verwehrt. Die Becken der Delfinarien sind klein und oft überfüllt, die Tiere leiden. Der Dauerstress führt dazu, dass die Tiere aggressiv werden und früh sterben. Korallenriffe sind wie kaum ein anderes Ökosystem unmittelbar von Klimaerwärmung und Kohlendioxidausstoss betroffen.

In den letzten 30 Jahren ist die Fläche der tropischen Korallenriffe um über ein Drittel zurückgegangen. Ein weiteres Drittel ist heute akut gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Bis ins Jahr droht der Verlust von 60 Prozent der weltweiten Korallenriffe. Bereits eine minimale Erwärmung der durchschnittlichen Wassertemperatur kann das symbiotische Zusammenleben der zahlreichen Lebewesen im Riff empfindlich stören: Korallenstöcke bleichen aus, werden anfällig für Parasiten — etwa artfremde Seesterne oder Algen, die sie auslaugen — und sterben ab.

Eine weitere riffschädigende Auswirkung der Klimaerwärmung geht vom CO2 selber aus. Die Weltmeere nehmen einen Teil des Treibhausgases der Erdatmosphäre auf, täglich schätzungsweise 22 Millionen Tonnen. Mit seinem stetigen Anstieg löst sich immer mehr CO2 im Wasser und wird — wie wir es vom Mineralwasser kennen — zu Kohlensäure. Diese löst wiederum Kalk auf und ist daher pures Gift für kalkhaltige Organismen wie Korallen, Muscheln, Meeresschnecken und manche Plankton- und Algenarten.

Neben der Klimaerwärmung setzen Naturereignisse wie Tsunamis und Wirbelstürme — ihrerseits Folgen des Klimawandels — den Riffen zu, ebenso wie die intensive touristische Entwicklung inklusive Tauchtourismus, die Wasserverschmutzung, der Fischfang mit Schleppnetzen und Dynamit sowie Ölkatastrophen.

Korallenriffe sichern heute den Lebensunterhalt von mindestens Millionen Menschen. Sie schützen den Küstenraum als Wellenbrecher vor Erosion und Sturmschäden. Flachen die Riffe ab, leiden die Küsten vermehrt unter den Folgen von Naturkatastrophen.

Als natürliche Quelle für Nahrungsmittel versorgen sie die lokale Bevölkerung mit Fisch und Meeresfrüchten. Doch gerät das sensible Ökosystem eines Korallenriffs aus dem Gleichgewicht, verringert sich die Artenvielfalt und damit der Fischreichtum.

Die Nahrungsgrundlage ganzer Regionen wird gefährdet. Nicht zuletzt schadet diese Entwicklung auch dem Tourismus. Korallenriffe wachsen sehr langsam — manche Arten brauchen 50 Jahre für einen 25 Zentimeter langen Korallenast. Während bereits zwölf Prozent der globalen Landmasse unter Naturschutz stehen, sind bisher weniger als ein Prozent der Ozeane geschützt.

Ich bin mir bewusst, dass meine Reisen auch ein Geschäft für die Lokalbevölkerung sein muss. Ich gehe nicht ins Hilton, sondern fördere die lokale Es wird immer offensichtlicher, dass Tourismusunternehmen Sozial- und Umweltstandards einhalten und dafür sorgen müssen, dass dies auch ihre Partner Ich habe den Eindruck, dass hier in der Öffentlichkeit und in den Medien die Botschaft angekommen ist, dass man sich Gedanken machen soll, wie man Beim internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung wird der Eindruck erweckt, es gehe um Bewusstseinsbildung für nachhaltigen Die Qualität von Tourismusangeboten muss heute vermehrt an Nachhaltigkeitskriterien gemessen werden.

Dabei sollten Faktoren wie die Arbeitsbedingungen Der Tourismus; völkerverbindend und weltweit wichtiger Arbeitgeber. Doch auch eine Gratwanderung - die Verantwortung von uns Touristikern und jedem Ich war überrascht, wie viel fairunterwegs. Ich hatte zum Beispiel nicht gewusst, dass es so viele Informationen zu Es ist eine gute Idee, den Fokus auf das Thema Reisen, Entwicklung und Nachhaltigkeit zu legen und aufzuzeigen, was der einzelne Reisende beitragen Weitere Stimmen zu Fair unterwegs.

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Am Abend des April begann die Bombardierung durch amerikanische Truppen, die fast drei Tage andauerte, aber nur geringe Schäden verursachte. Der Wehrmachtkommandant Albert Ernst erkannte die Aussichtslosigkeit und war bereit zur Kapitulation innerhalb des Ultimatums der Amerikaner, [10] ebenso wie weitere Akteure.

Am Mittag des April wurde die Kapitulation vollzogen. Schon in den er Jahren wuchs die Stadt wieder schnell. Die Iserlohner Heide wurde von Oestrich eingemeindet und dort Industriegebiete ausgewiesen. In den Argonne Barracks ehemalige Wehrmachtkaserne befand sich weiterhin das Britische Militärhospital.

Nach wurden die Truppen reduziert und alle Iserlohner Kasernen geschlossen. Ab wurde die komplette Innenstadt bis in die er Jahre hinein saniert und umstrukturiert. Nachdem man vor dem Krieg den weiteren Ausbau der Bahnverbindung verpasst hatte, wurde Iserlohn zum Sackbahnhof, indem die Verbindung nach Menden gekappt wurde.

Die hölzerne Alexanderhöhe musste einem Betonbau weichen. Aus einem der wenigen erhaltenen Jugendstil-Hällenbädern Deutschlands wurde nach Teilabriss ein Altenheim.

Mit der Ausrichtung des Deutschen Wandertages und des seit jährlich stattfindenden Campus Symposiums erreichte Iserlohn überregionale Aufmerksamkeit. Seit dem Ende des Jahrhunderts wurde das Iserlohner Stadtgebiet immer wieder erweitert. Januar sowie am 1. Dezember kamen Teile von Lössel hinzu. Teile von Kalle jetzt Calle und Oestrich wurden am 1. Oktober Teil der Stadt Iserlohn sind. Durch die Gebietsreform wurde zum 1.

Mit Beginn der Industrialisierung beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum in Iserlohn. Lebten erst Menschen in der Stadt, so waren es bereits Durch den Zusammenschluss mit der Stadt Letmathe Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.

Vor wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt. Der Bekenntnisstand der evangelischen Kirchengemeinden Iserlohns ist seit uniert. Die katholischen Pfarrgemeinden sind dem Dekanat Märkisches Sauerland angegliedert. Die Pfarrer von Iserlohn waren im Jahrhundert oftmals Dechanten des Dekanats Attendorn, zu dem sie gehörten.

Die Besetzung der Pfarrstelle stand dem Andreasstift in Köln zu. Jahrhundert erhielt sie volle Rechte als Pfarrei und wurde damit zur Hauptkirche der Stadt. Die Reformation erreichte Iserlohn , als Conrad Varnhagen die lutherische Lehre verbreitete und Iserlohn in den damaligen Grenzen mehrheitlich lutherisch wurde.

In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zogen viele Katholiken hinzu, um insbesondere in den Nadelfabriken zu arbeiten. Die Kirche wurde zu klein und daher abgerissen. Die älteste bestehende katholische Kirche in der Iserlohner Innenstadt ist die Aloysius-Kirche von Ihr Begründer war der spätere Apostel Bornemann. Von dieser Gemeinde aus, die heute Bezirksgemeinde für den Ältestenbezirk Iserlohn ist, wurden viele Gemeinden in der Nähe, aber auch bis nach Hessen gegründet. Heute gibt es im Stadtgebiet drei Gemeinden.

Jahrhunderts kamen zahlreiche Gastarbeiter unterschiedlicher Nationalitäten und Glaubensrichtungen nach Iserlohn. Mittlerweile gibt es im Stadtgebiet sechs Moscheen und islamische Gebetsräume, darunter zwei der Ditib und eine Moschee der Ahmadiyya.

In Iserlohn besteht eine Gurdwara der Sikh-Religion. Die beiden Fraktionsmitglieder der Wahlperiode traten im Februar aus der Partei aus und bildeten vom 1. Oktober die Blaue Partei Fraktion. Er wurde am Blasonierung Wappen, das eine im gelben Feld mit zwei roten, blaubedachten Türmen ausgestattete und mit drei rotsilbern geschachten Querbalken belegte Mauer darstellt, aus der zwischen den Türmen der Heilige Pankratius im roten Mantel, in der Rechten ein Schwert haltend, emporwächst.

Auf dem oberen Teil ist der heilige Pankratius abgebildet, die Türme symbolisieren die alte Stadtbefestigung. Der Schachbalken unterhalb der Türme ist Zeichen der ehemaligen Grafschaft Mark , ist gleichzeitig aber, in Verbindung mit den Türmen, ein weiteres Zeichen des Schutzes. Das Wappen wurde genehmigt und nach der Gebietsreform von der alten auf die neue Stadt Iserlohn übertragen. Mit der Öffnung der Grenzen nach Osteuropa wurden auch dort neue Städtepartnerschaften begründet.

Eine deutsch-deutsche Partnerschaft besteht mit dem sächsischen Glauchau seit Partnerschaftskomitees kümmern sich um regen Austausch zwischen Iserlohn und seinen Partnerstädten.

Beispielhaft erwähnt seien Schüleraustausche mit Auchel, Sportlertreffen in Nowotscherkassk und eine Städtepartnerschaftskonferenz Ende in Iserlohn. Im wirtschaftlichen Bereich haben die Stadtwerke Iserlohn in die Stadtwerke Glauchau investiert und sind dort Teilhaber.

Die älteste Kirche und gleichzeitig das älteste erhaltene Gebäude der Stadt ist die evangelische St. Sie war ursprünglich eine kreuzförmige, romanische Pfeilerbasilika aus Bruchstein aus der Zeit um Der Chor und die Fenster sind spätgotisch. Die Bauernkirche wurde früher als Taufkirche genutzt. Unweit der Bauernkirche, aber oberhalb auf dem Felsen Bilstein steht die evangelische Oberste Stadtkirche , auch Marien kirche genannt. Es handelt sich hierbei um eine zweischiffige, gotische Hallenkirche aus dem Besondere Kunstschätze sind der flandrische Schnitzaltar aus der Zeit um mit 18 Apostel- und Heiligenfiguren und Tafelgemälde aus der Zeit um mit Szenen aus dem Marienleben.

Eine weitere evangelische Kirche im Stadtzentrum ist die Reformierte Kirche. Die Bezeichnung reformierte Kirche erinnert an die Zeit vor der Herstellung der Union im Bereich der evangelischen Kirche in Iserlohn im Jahre , seit der es seither keine Trennung mehr zwischen lutherischem und reformiertem Bekenntnisstand gibt.

Baubeginn der reformierten Kirche Iserlohn war im Jahr Nach dem Stadtbrand , bei dem auch der Rohbau dieser Kirche zerstört wurde, konnte sie erst fertiggestellt werden. Im Stadtzentrum liegt ferner die katholische Pfarrkirche St. Dieses dreischiffige Gotteshaus, das in neuromanischem Stil erbaut wurde, ist geweiht worden, nachdem der Grundstein gelegt wurde. Der neugotische Altar aus dem Jahr stand vor noch in der Pfarrkirche St.

Peter und Paul zu Hemer. Nennenswerte Kirchbauwerke aus den umliegenden Stadtteilen sind die evangelische Johanneskirche Hennen, die um im romanischen Stil erbaut wurde, wobei Westturm und Kirchengebäude nicht gleichzeitig, sondern in zwei Bauphasen errichtet wurden; ferner die katholische Pfarrkirche St.

Das Stadtbild ist seit der in den er Jahren durchgeführten Innenstadtsanierung an einigen Stellen empfindlich gestört. Von der im Jahrhundert errichteten Stadtmauer sind nur noch einige Reste vorhanden, vor allem an der Süd- und Westseite. Der älteste Profanbau ist das um errichtete Burgmannshaus nahe der Marienkirche Oberste Stadtkirche.

Jahrhundert gab es in dem Gebäude ein Gefängnis, später einen Kindergarten. Ab zogen das evangelische Burgarchiv und die Varnhagensche Bibliothek mit einem umfangreichen Bestand an Schriften aus dem Hierbei handelt es sich um einen Massivbau mit Mansarddach und dreiachsigem Mittelrisalit, an der Frontseite ein hübsches Portal mit Freitreppe.

Weitere gut erhaltene Gebäude aus dem An der Frontseite befindet sich ein dreiachsiger Mittelrisalit mit flachem Dreiecksgiebel. In der Stadt existierten schon mehrere Rathäuser. Sein Vorgänger war das erste steinerne Iserlohner Rathaus und nahm etwa seinen Betrieb auf.

Der Standort ist nicht genau bekannt, lag aber wahrscheinlich nahe dem Alten Rathaus. Auch über die ersten beiden Rathäuser gibt es kaum Informationen. Das neue Rathaus am Schillerplatz ist bereits das fünfte der Iserlohner Geschichte. Mit neun oberirdischen Stockwerken zählt es zu den höchsten Gebäuden in der Innenstadt. Aufgrund des früheren Galmei bergbaus in dem Bereich hat sich ein Teil des Gebäudes bereits um ein paar Zentimeter abgesenkt.

Für die Baustile des Jahrhunderts finden sich auch einige Beispiele in der Innenstadt. Am südwestlichen Rand nahe dem Stadtbahnhof liegt das Gebäude der ehemaligen Städtischen Badeanstalt. Es wurde in Jugendstil formen errichtet. Mai desselben Jahres wurde hier die erste Badeanstalt für Iserlohn eröffnet.

An dieser Stelle wurde unter Einbeziehung der unter Denkmalschutz stehenden Teile des Jugendstilgebäudes eine Senioren-Wohnanlage erbaut, die ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Erhalten blieben der Turm, das Jugendstiltreppenhaus und das ehemalige Hauptportal mit dem ursprünglichen Mosaik. Es handelt sich hierbei um einen viergeschossigen Backsteinbau, zur Mitte hin stufenartig gesteigert. Das Gebäude wurde in Formen der Neuen Sachlichkeit erbaut. Der Dekor ist deutlich vom Expressionismus beeinflusst. Im Inneren befinden sich bleiverglaste expressionistische Fenster. Nach der Errichtung erfolgte ein Jahr später am Mai die Einweihung auf dem Meter hohen Fröndenberg.

Nahe der Stadtgrenze zu Hemer liegt der Bismarckturm. In Iserlohn befinden sich einige alte Herrensitze. Der wohl berühmteste ist das Haus Letmathe im gleichnamigen Ortsteil, das heute als Museum und Bücherei genutzt wird. Früher gehörte es lange Zeit der Familie von Brabeck. Das Eiserne Kreuz wurde als eines der ersten Denkmäler im Gedenken an die Gefallenen der napoleonischen Kriege und der Befreiungskriege aufgestellt und am Im Stadtteil Oestrich befindet sich eine der ältesten Kettenschmieden Westfalens.

Erbaut wurde sie vermutlich in der zweiten Hälfte des Mai , an der die 41 zivilen Opfer bestattet wurden. Auf dem Marmorblock befindet sich eine Konstruktion aus Stahlrohren. Das Mahnmal wurde von Siegfried Neuenhausen errichtet und am Bemerkenswert ist auch der Städtische Friedhof Iserlohn , auf dem etliche denkmalgeschützte Grabmäler zu sehen sind. Oberbürgermeister Alfred Potthoff eröffnete das Parktheater am 4.

Im Theater bestehen zwei Spielstätten: In der Galerie finden Veranstaltungen mit bis zu Personen statt. Sie kann mit dem Foyer kombiniert werden. So kann man zusätzliche Plätze gewinnen. Mehrere Amateur -Theatergruppen sind in Iserlohn aktiv. Daneben gibt es auch Märchenaufführungen mit und für Kinder. Aufführungen dieses Vereins finden in der Regel auf der Studiobühne des Parktheaters statt. Iserlohn hat zwei städtische Heimatmuseen, die sich mit der allgemeinen Geschichte der Stadt befassen, diese sind das Stadtmuseum Iserlohn und das Städtische Museum im Haus Letmathe.

Mit der Iserlohner Industriegeschichte im Besonderen befassen sich mehrere Museen, die teilweise in den alten Produktionsstätten untergebracht sind und Industriedenkmäler darstellen. In Iserlohn gibt es mehrere Galerien. Weiterhin finden häufig Ausstellungen in der Galerie des Parktheaters statt. Seit gehört das Iserlohner Gitarrensymposium mit seinem jährlich stattfindenden klassischen Gitarrenfestival zum festen Bestandteil der Iserlohner Musikkultur.

Weitere musikalische Veranstaltungen sind die jährlich stattfindenden Iserlohner Herbsttage für Musik mit internationalen Meisterkursen , der Iserlohner Orgelsommer , das internationale Liedermacher-Festival Wortklang , Jazz an den Kirchen sowie Rock im Barendorf mehrmals jährlich und das seit jährlich am Mittwoch vor Fronleichnam stattfindende Konzert des Wermingser Chores Outta Limits. Eines der beliebtesten Ausflugsziele für Iserlohner ist der Seilersee.

Er wurde am Anfang des Jahrhunderts als Stausee eines kleinen Baches künstlich angelegt. Spaziergänger und Jogger können den See komplett umrunden, der angrenzende Seilerwald ist bei Wanderern beliebt. Im Westen der Stadt befinden sich einige Höhlen im Kalkstein. Die bekannteste und einzig begehbare Tropfsteinhöhle ist die Dechenhöhle , die von einigen Kreisen als eine der bedeutendsten Schauhöhlen Deutschlands bezeichnet wird.

Sie wurde beim Bau der Eisenbahnlinie Letmathe—Iserlohn entdeckt [7] und mittlerweile von insgesamt gut zwölf Millionen Besuchern besichtigt. Zu den erfolgreichsten Sportarten in Iserlohn gehören Eishockey , Rollhockey , Inlinehockey und Kegeln , in denen eine Iserlohner Mannschaft jeweils in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten ist. Basketball-Bundesliga Pro B teil. Volleyball-Damenmannschaft wird von der ehemaligen Nationalspielerin Judith Siebert trainiert und startet nach dem freiwilligen Rückzug aus der 2.

Volleyball-Herrenmannschaft spielt in der Oberliga. Borussia Dröschede spielt in der Landesliga Westfalen. In den Schwimmvereinen wird neben Schwimmen als Freizeitsport auch Schwimmsport und Wasserball angeboten. Das Schützenwesen ist in Iserlohn stark ausgeprägt, und so gibt es diverse Schützenfeste in fast allen Stadtteilen.