Zentralbanken - Übersicht über aktuelle Zinssätze

Mittlerweile bestehen ernsthafte Zweifel an der Verfassungskonformität des im Vergleich zum HGB-Zinssatz sehr hohen steuerlichen Rechnungszinses. Weitere Informationen dazu finden Sie in Kürze in unserem Newsletter

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Leitzinsen - Historische Kurse

Der Dollar steigt, noi

Und im Mai rangierte der Zins bei nur 1,15 Prozent. Angesichts der Höhe der deutschen Staatsschulden macht ein halber Prozentpunkt Zinsanstieg theoretisch zehn Milliarden Euro Mehrkosten aus. Bei den zehnjährigen Bundesanleihen waren es zum Beispiel 3,3 Prozent innerhalb von vier Wochen. Kaum ein privater Sparer hält Bundesanleihen in direkter Form. Dennoch ist die Tragweite der Umwälzungen kaum zu überschätzen. Bundesanleihen sind so etwas wie die Richtschnur für sämtliche Zinssätze, sei es im Bankwesen, in der Industrie oder auch bei privaten Kreditgeschäften.

Betroffen vom Zinsanstieg ist zum Beispiel jeder, der sich ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen will. Denn die Kosten für Baudarlehen orientieren sich am Pfandbrief-Zinssatz, der sich seinerseits an den Sätzen für Bundesanleihen orientiert.

Eine erste Verteuerung ist schon zu beobachten. Der Durchschnittszins für Baugeld, wie ihn das Finanzportal Biallo. Das ist der höchste Stand seit einem Jahr. Ein Anstieg von 0,3 Prozentpunkten klingt nach wenig, doch auf eine Darlehenssumme von Dabei müssen Bauherren beachten, dass der Durchschnitt von 2,6 Prozent noch ein geschöntes Bild wiedergibt.

In vielen Bankfilialen dürften die Sätze eher bei drei Prozent liegen. Auf diesen Wert legen die Banken eine Marge, die sie an ihre Kunden weiterreichen. Das ist aber nicht der Fall. Die Zinsen beim Tagesgeld verharren bei weit unter einem Prozent und damit auch deutlich unter der Inflationsrate von zuletzt 1,9 Prozent. Der Grund für diese nachteilige Entwicklung ist die Spaltung der Zinsmärkte: Bestimmend ist hier nämlich der Leitzins der Europäischen Zentralbank, und den wollen Mario Draghi und seine Kollegen noch für lange Zeit halten.

Der künstlich niedrig gehaltene Leitzins birgt eine Hoffnung für jetzige und künftige Schuldner. Anleger sollten darauf vorbereitet sein. Als Gesamtheit haben sie allerdings keine Chance, einem allgemeinen Ausverkauf zu entkommen. Hier ist eine Liste dieser Kräfte: Nach wie vor ist die gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung Eurolands sehr niedrig — da fällt es nicht leicht, Preise zu erhöhen.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei 9,8 Prozent und geht nur langsam zurück — das hält die Lohninflation in Schach; die sogenannten Lohnstückkosten, der wichtigste Kostenfaktor, nehmen nur mit einer Rate von weniger als ein Prozent zu siehe die folgende Grafik. Am Markt liegen die erwarteten europäischen Inflationsraten für die nächsten zehn Jahre zwischen ein und eineinviertel Prozent — sie haben sich in letzter Zeit kaum bewegt.

Die EZB hat bisher noch nicht signalisiert, dass sie demnächst die Zinsen erhöhen könnte — sie ist vielmehr entschlossen, die Geldschleusen noch länger als angekündigt offen zu halten, wenn sich die gewünschten Effekte auf Wachstum und Inflation nicht einstellen. Und jetzt eine Liste der Faktoren, die für eine Wende bei den Leitzinsen und weiter steigende Bondrenditen sprechen: Durch die starke Abwertung des Euro in den vergangenen zweieinhalb Jahren und den Anstieg der Rohstoffpreise importiert Euroland Inflation.

In den vergangenen sechs Monaten sind die industriellen Erzeugerpreise und die Einfuhrpreise annualisiert mit Raten von 4,2 und 4,8 Prozent gestiegen vgl. Die Fed, die amerikanische Notenbank, beabsichtigt bisher, die Leitzinsen noch mindestens zweimal anzuheben; in der Vergangenheit sind sowohl Bundesbank als auch EZB stets der Fed gefolgt, wenn auch mit unterschiedlich langem zeitlichen Abstand.

Das dürfte diesmal nicht anders sein. Die Geldmengenpolitik scheint bei den Krediten an den privaten Sektor Früchte zu tragen — nach negativen Änderungsraten von minus 2,6 Prozent Mitte hat sich die Lage ständig verbessert. Zuletzt wurden Zuwachsraten von plus 2,4 Prozent gemeldet. Die Verschuldung bewegt sich in die gewünschte Richtung. Wenn Ausgaben zunehmend mit geliehenem Geld bestritten werden, sind das gute Nachrichten für die Konjunktur und die Inflationserwartungen. Die Bondrenditen steigen, weil es der Realwirtschaft besser geht.

Das langsame Wirtschaftswachstum und insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit werden zunehmend als ein Problem für den Fortbestand des Euro empfunden. Zudem sind durch die Erfolge bei der Konsolidierung der Staatsfinanzen Spielräume entstanden, die genutzt werden können. Höhere Bondrenditen dürften ein Nebeneffekt sein. Wenn ich mir die Zeitreihe mit den Bondrenditen ansehe, muss ich nüchtern feststellen, dass wir es nicht zum ersten Mal mit einem Ansatz zu einer Trendwende zu tun haben.

In den Jahren , , bis , Ende , im Sommer und im Frühjahr kam es jeweils zu einem Anstieg der langen Zinsen, der dem jetzigen in nichts nachstand. Was die Sache diesmal besonders macht, ist die Tatsache, dass der untere Wendepunkt weit im negativen Bereich lag, also nach unten, anders als bei früheren Gelegenheiten, kaum mehr Spielraum war.

Trotzdem ist mir klar, dass ich mich mit meiner Argumentation und insbesondere mit der Überschrift weit aus dem Fenster lehne. Hier ist jemand, der einen Wendepunkt vorhersagt. Ökonomen können das in der Regel nicht. Die Euroländer sind hoffnungslos überschuldet dafür gibt es zwei Lösungen: Warum liest man nun trotzdem in allen Massenmedien Beruhigungsnachrichten? Wenn nun die Masse der Bürger in Panik gerät und das wirtschaftlich Sinnvollste tut- Euro-Papiergeldguthaben stark zu diversifizieren bspw.

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, liebe Karla. Staatsschulden werden gewöhnlicher weise nicht zurück gezahlt, sondern revolviert. Staatschulden sind auch bei Fremdkapital kein Problem. Sie sind nur dann ein Problem, wenn sie auf Fremdwährung lauten; und dann ganz besonders, wenn die finanziellen Mittel aus dem Ausland stammen und die Leistungsbilanz in diesem Kontext defizitär wird. Ein Land mit souveräner Währung was auf Euroland und somit auch Griechenland gerade nicht zutrifft kann in eigener Währung niemals illiquide werden.

Argentinien war auf Dollarbasis verschuldet. Ein souveränes Land kann allerdings seine eigene Währung inflationär zerstören, wenn es die monetäre Expansion zu weit treibt. Ich argumentiere grundsätzlich makroökonomisch. Für Banken und Versicherung war es ein gefundenes Fressen. Führen Sie hier bitte keine off-topic-Diskussionen und verzichten Sie auf off-topic-Links. Diskussion in D über Inflation sind fast immer irrational bis hysterisch.

Ich hätte mit gewünscht, dass in einem Medium der wirtschaftlichen Vernunft als den ich den Herdentrieb sehe auch die nackten Zahlen zur Kerninflation genannt werden:.

Ich werde auch nie verstehen, warum auf Inflation durch steigende Energiepreise höhere Zinsen folgen sollten. Steigende Energie-, insbesondere Ölpreise bedeuten, wir müssen mehr Geld ans Ausland überweisen für die selben Realgüter.