Handarbeitskreis Fairstrickt auf den 15. August verschoben


Die Zeit zum Fahren. Und dazu braucht es Landwirte, die neben der Liebe zum traditionellen Beruf auch marktwirtschaftliches Denken, Aufgeschlossenheit gegenüber technischen Neuerungen, das Verständnis für eine art- und umweltgerechte Tierhaltung und die Bereitschaft zur Investition, zum unternehmerischen Risiko mitbringen. In der Luft liegt eine Ahnung, eine kühle Gewissheit darüber, dass etwas passieren wird, gleich. Gerhild Hettinger das Amt der Lt.

So findet ihr die richtige Lösung leichter


Um diese dreht sich unsre Welt! Nun kommt die Botschaft ausgesprochen, Der Nachbar bringt das Ehrenwort. Nun, alle Zweifel sind gelöst: Er wollte nur verwirren sie Durch seine Ankunft irgendwie. Gar nicht benommen, Sprang sie dem Dichter, fröhlich sehr, Entgegen so wie eh und je, Wie flotte Schmetterling im Sommer Verspielt und heiter, sorglos gar — Dieselbe eben, wie sie war. Gefühle wurden trüb beim Gaste, Er schweigt darauf, total zerstört.

Er schaut sie an voller Ergebung, Er sieht: Er wird hier noch geliebt. Und das bedeutet eins für mich: Mitm Kumpel duelliere ich.

Doch das Geheimnis brachte keiner Von den Beteiligten ans Licht. Onegin hielt zu Hause dicht, Tatjana schmorte im Geheimen. Nur Amme ahnte etwas tief, Doch sie war schwer schon von Begriff. Doch wer von Musen schöpft Vorhaben, Der war und ist nun immer so: Die Zeit zum Fahren. Doch ihn beherrscht nur ein Gedanke, Sein Herz ist voll vom Trauertranke.

Er sieht die ganze Zeit vor sich Nur Olgas liebliches Gesicht. Er liest sie vor zum Eigentest Wie blauer Delwig jedes Fest. Was mir der nächste Tag bereitet? Ihn fassen kann mein Blick nicht weiter, Er ist in Dunkelheit versetzt. Des Schicksals greift zu Recht Gesetz. Ob sterbe ich am Pfeiles Stacheln, Ob fliegt er doch an mir vorbei, Gesegnet alles sei dabei: XXIV Er irrte sich: Zu dieser Stunde Schlief Eugen noch wie toter Mann.

Onegin schläft tief ohne Reue. Es ist schon längst so weit, Hof zu verlassen höchste Zeit. Der Schlitten steht bereit zum Fahren. Er steigt darauf, zur Mühle rennt, Kam an vor Ort, Befehle nennt: Indes bewertete Zaretskij, Dorftechniker, den Mühlenstein. Onegin kommt und sich entschuldigt. Monsieur Guillot, Ich sehe nicht, was spricht dagegen: Er ist aus richtigem Milieu, Wenn dort auch nicht bekannt besonders, Doch ehrlich ist der Kerl ansonsten.

Onegin fragte Lenskij dann: Die Fehde legt dies alles lahm Aus dummer Angst vor falscher Scham. Die Kugeln in die Läufe rollen, Der Abzug schnappt stramm ein, geschockt. Zwei Feinde werfen Mäntel weg. Die Freunde führt er je an Rand, Pistolen nehmen sie in Hand. Vier Schritte gingen g'radezu, Vier Stufen zu der Todesstrafe. Distanz verkürzen noch fünf Schritte, Als Lenskij linkes Auge kneift, Beginnt zu zielen, doch es knallt — Onegin schoss Und wir erlitten, Wie des Poeten Stunde schlug: Pistole fällt, vorbei der Spuk.

Vernebelt ist bereits sein Blick Und stellt den Tod dar, keine Qualen. So rutscht den Berghang runter flink, In Sonne glitzernd, Schneelawine. Er ist schon fort. Nun fand Poet Hier sein verfrühtes Ende jetzt!

Durch einen Brustdurchschuss verletzt er. Jetzt ist es wie im leeren Hause Verdunkelt alles, still in ihm. Es ist für immer jetzt verstimmt. Noch besser ist es, wenn er sich Als Quarre zeigt, schreit: Noch angenehmer ist es, schweigend Zu zimmern ihm den Ehrensarg Und ihm in Stirn zu zielen arg, Auf ehrenwertem Abstand bleibend.

Wo ist der Jugend zarter Sinn? Vielleicht nahm sein gekränkter Schatten Geheimnis mit in tiefes Grab. Den Poeten Erwartete banaler Weg. Die Glut des Geistes wäre weg. XL Egal was wäre, doch mein Leser, — O weh! Es gibt den Ort: Links von der Siedlung, Dort lebte er, der Musen Liebling.

Und ihre Seele, ungelegen, Ist nun von Lenskijs Schicksal voll. Wie lange litt ihr Herz in Sorge? War doch ihr Trauer bald vorbei? Wo ihre Schwester blieb dabei? Für ersten sind zu hoch die Hürden, Die alte Trauer tut mir leid. Wo ist meine Jugend? Verwelkte wirklich deren Kranz, Verblasste restlos deren Glanz? Verabschieden wir beide Uns friedlich, meiner Jugend Licht! Übersetzungen von fremdsprachigen Texten Pari — Wette Franz. Dmitriew Wie kann nicht lieben Moskau man?

Baratynskij Nach Moskau Hetzerei! Wo ist es besser? Wo wir nicht sind. Die Himmelssphären leuchten blau. Die Bäume grünen zart in Au, Als wären sie bedeckt vom Schimmel.

Die Nachtigall singt Lied im Himmel. Die Herden grasen, aufgewacht, Der Sonnentag verkürzt die Nacht. Und was für schmachtende Erregung In meinem Blut, in meinem Geist! Ist wirklich mir so fremd Ergötzen? Vielleicht kommt uns in den Gedanken, In dem poetischen Gefühl Ein andrer Frühling, dort lässt viel Das Herz erneut wachküssen, dankend: IV Es ist die Zeit: Die Inschrift schildert uns den Tod: Das Denkmal steht doch heutzutage Vergessen. In Betrübnis Beweinte ihn sie nicht mehr lang.

Oder entschlief nun über Lethe Gefühllos Seele des Poeten? Bringt ihn in die Verlegenheit Mehr keine Weltgelegenheit?.. Phlegmatisches Vergessen Erwartet uns in dem Jenseits. Die Stimme Frauen, Freunds und Feinds. Nun einsam ist Tatjanas Leben! Er hat für immer sie verlassen. Sie sollte ihn für immer hassen Als Mörder ihres Bruders schlicht. XV Es war ein Abend. Die Gewässer, Kaum hörbar, rieselten ins Tal.

XVI Sie ist verzweifelt, denkt verlegen: Er ist nicht da. Sie atmet kaum, den Weg hin bahnend, Befremdet schaut um sich herum Und kommt zum Hof, sein Eigentum. Sie attackieren, bellend, Hunde. Tatjana geht ins leere Haus. Hier zog Onegin kurzweg aus. Sie guckt und sieht: Hier ist, hinten, Sein Arbeitszimmer und die Bar. Hier wohnte auch der alte Herr. Er war an Sonntagen gesellig, Zu spielen Kartennarr mit mir. XX Tatjana steht in Modeklause, Verweilt hier lange wie gebannt.

Doch es ist spät. Das dunkle Tal schläft ein am Flusse. Der Mond geht unter, Hügel küssend. Es ist auch längst schon an der Zeit, Auch Pilgerin zu gehn bereits. Am nächsten Tag, mit erstem Hahne, Erschien sie wieder vor dem Heim, In den verlassnen gestern Räumen, Hing sie erneut nach ihren Träumen, Verblieben endlich hier allein.

Und lange weinte sie dabei. Erst dann nahm sie sich vor die Bücher. Zunächst stand sie ganz neben sich, Dann schien ihr etwas wunderlich Die Wahl der Bücher. Die Mädchenaugen, drüber streichend, Erblickend diese, strahlen Glück. Was ist er schon? XXV Hat sie vielleicht gelöst das Rätsel?

Ist jetzt das Wort entdeckt vielleicht? Dort kamen zu Besuch zwei Nachbarn, Und suchen Lösung, prompt und machbar. Zu heiraten kam ihre Zeit, Doch sie ist nicht dazu bereit. Sie antwortet mit scharfer Zunge: Bei Hähnchenkow war gleiche Wende. Husar Keuchin war zu Besuch. Na der hat Tanja so bewundert Und sie wie Teufel hart umrundet! Ich dachte schon, es ist so weit, Wo denn! Sie war gar nicht bereit.

Nach Moskau hin, auf Bräutemarkt! Tatjana hört auch die Entscheidung. Vorm Weltgericht, zu ihrem Leiden, Soll stehen ihre Eigenheit: Es ist wohl sichrer hier, In Wildnis, doch zu bleiben ihr. Ich bin hier frei mit euch gewesen! Warum, wohin denn trachte ich? Erwartet was für Schicksal mich? Der Herbst ist da in goldnen Trachten. Und die Natur wird ängstlich blass, Geschmückt wie Opfer zum Erlass Und ebnete mit den Daunensträhnen Die Ufer mit erstarrten Strömen. Nur freut sich nicht das Herz von Tanja.

Der alte Schlitten ward in Stellun gGebracht: Nun eingestiegen, alter Schlitten Kriecht gleitend aus vertrautem Hof. Verzeiht Gebräuche, alte Sitten! Ob ich erlebe wieder euch?.. Es gibt auch nirgends Gastwirtshäuser. Automedone44 sind sehr kräftig Und unsre Dreigespanne heftig. Tatjana spürte wochenlang Der Langeweile vollen Zwang. Das Wort ist geläufig Dem russ'schen Herzen, russ'schen Geist!

Wie viel es widerspiegelt meist! Von hier sah er bei klarer Sicht Des Brandes fürchterliches Licht. Man kann schon Wachtürme beäugen. Nun sind sie angekommen hier. Die Fürstin ruft vom Sofa schrillend. XLI — Princesse, mon ange! Kommt ihr für lange, mon Cousine? Setzt dich — es ist ja wunderschön!

Wie Szenen aus Romanen Du kennst, Cousine, Grandison ja? Ach so, man, der! Am Heiligabend war bei mir, Des Sohns Vermählung feiert' hier. Erzähln wir alles später, Nicht wahr? Mir schmerzt die Brust Auch Freude bringt mich schon zur Strecke Nicht nur der Gram Ich kann schon nichts Das Leben ist im Alter Ekel Ich war bei deiner Taufe!

Und ich hielt dich auf Armen hoch! Und ich zog Ohren lang dir noch! Und ich gab Lebkuchen zu Haufen! Der Muster ist bei allen alt: Geheime Träne oder Glück Hält sie für sich beherzt zurück.

Nur sind im Zimmer alle Ohren Gerichtet stets auf das Mumpitz. Herum ist alles nur scheinheilig, Sogar ihr Lästern ist langweilig. Ein Narr, betrübt und futuristisch, Ersieht sie doch idealistisch Und, sich anlehnend an die Tür, Bereitet Elegie schon ihr. LI Sie wird geführt auch in Versammlung. Husaren kommen her, voll Brandy, Umgarnen Bräute, glänzen hell, Um zu verschwinden wieder schnell. Doch heller glänzt, als die aus Ferne, Der volle Mond im Himmelsblau.

Auf welche stolze Ehrenweise Berührt die Erde sie sehr wohl! Wie ihre Brust ist Wonne voll! Wie strahlt Begierde sie aus leise!.. Du hast dem Wahn bezahlt Tribut. Sie fühlte sich schon fliegen schier Dahin, wo er erschien vor ihr. LIV Sie ist gedanklich weit von Plage: Die beiden flüstern ihr ins Ohr: In diesem Grüppchen, auf dem Flur, Na der da, suche nach Dienstkleidern Jetzt guckt er überall Verzeiht dazu mir ein paar Worte: Gesegne Werk von mir mit Tricks O du, gewohnte Eposmuse!

Gib mir den sichren Wanderstab Und wende Irrtum von mir ab. Genug dem Klassizismus Ruhm: Übersetzungen von fremdsprachigen Texten - Princesse, mon ange!

Das Fahren ist in Russland frei In zwei nur Fällen: Bescheidene Studentenwohnung Erleuchtet wurde auf einmal: Indem Erfolg uns Flügel gab: Derzhavin hat, trotz Altersschwäche, Gesegnet uns vor seinem Grab. Dies alles änderte dann sich: Er scheint zu sein hier allen fremd, An ihm vorbei wo alles strömt Wie eine Reihe von Gespenstern. Was, Leidenschaft oder doch Spleen, Zeigt sein Gesicht? Wer ist der Finstre? Seit wann verirrte er sich her? VIII Ist er derselbe? Spielt er noch weiter einen Narr?

Sagt uns, als was gibt er sich Mühe? Was stellt Onegin uns jetzt dar? Als wer erscheint er nun? Als immer wandernder Melmoth, Kosmopolit? Vielleicht als einfach guter Kumpel Wie ihr und ich, die ganze Welt?

Mein Ratschlag wäre, wenn der zählt: Die Hände weg von dem Gerümpel. Es war genug mit Heuchelei— Ist er bekannt euch? IX — Warum sie reden heutzutage So nicht wohlwollend über ihn? Er mochte nun vagabundieren, Erreichbar nur für ein Gefühl. Doch Wandern war ihm bald zu viel Und er verfiel ins Ennuyieren. Er kehrte heim, wie Tschatskij mal Geriet vom Schiff direkt zum Ball. Alles war still und schlicht bei ihr.

Sie schien zu sein ein Abdruck grade Du comme il faut Schischkow verzeih, Zum Übersetzen fehlt mir Reim. Die Mädchen gingen vor ihr leiser. Es wäre gut für Epigramme Doch nun zurück zu unsrer Dame. Doch konnte diese, das ist wahr, Trotz ihrer marmorschönen Miene, Nicht überschattn die Nachbarin, Obwohl sie sonst war gut darin.

Was für ein Trick Wozu Gespräche, Ich stelle ihr dich vor, genau. Die Fürstin schaut ihn an zerstreut Nicht mal zusammenzuckte, Und wurde rot nicht oder blass Nein, sie war regungslos und druckte Nicht Lippen schmal, und sonst noch was.

Mit ihr zu reden suchte er Und Die Fürstin fragte, Wie lange sei er hier bereits, Woher, aus ihrem Eck vielleicht? Und er blieb stehen regungslos. Der Traum, mal nett und mal verwundend, Beunruhigt den Schlaf nachher. Als er erwacht, erhielt die Nachricht: Der Fürst ihn bittet mit Hochachtung Zum Abendessen.

Was ist mit ihm? Was für ein Traum! Was regt ihn so — versteht er kaum — In seiner kalten, faulen Seele? Was ihn schrecklich bangt? Erneut die Liebe — Jugenddrang? Und endlich schlägt die Uhr zehn Runden, Er fährt dahin, er fliegt, ist da. Er tritt mit Schauer ein bei Fürstin. Wie ein Kranke Benommen, sitzt er fehl am Platz, Ihr antwortet. Sein Kopf zerplatzt Von stur durchdringenden Gedanken. Durch grobes Salz des feinen Lästerns Belebt Gespräch sich immer mehr. Und so litt nicht die Fröhlichkeit Durch Freiheit und Lebendigkeit.

Auch ein Gesandter, der sprach immer Von Staatsräson und drum herum. Voll Scharfsinn, herrlich und subtil, Was heute gilt als Narrenstil. Verschwiegen stiller Blickaustausch War ihm vereintes Urteil auch. Wie ähneln wir Eva, Der unsrer altbekannten Ahne: Wie nahm sie ihre Rolle an! Wie schnell ward sie zu erster Sahne In ihrem strengen Adelsstand! Wer würde suchen zartes Mädel In dieser majestätisch edlen Gesetzgestalterin im Saal? Und ihr das Herz bewegt' er mal!

Im ungestümen Liebeseifer Verbringt seitdem er Tag und Nacht. Koketterie ist dies gar nicht — Die steht beim Hof im schlechten Licht. Zu werden blass versucht Onegin: Tatjana will nichts von erfahren So ist nun weibliches Geschlecht.

Doch er bleibt stur und lässt nicht locker Erhofft noch was, fällt nicht vom Hocker. Hier ist sein Brief in Wort genau. Euch verletzt Geheimer Beichte hier Betrachtung. Und was für bittere Verachtung Zeigt Euer Blick mir stolz ab jetzt! Was will ich nun? Und welchem boshaften Ergötzen Gewähre Anlass ich vielleicht! Und etwas noch uns trennte damals Als Unglücksopfer Lenskij fiel Freiheit bringt ins Lot Mein Leben, Glück. Was für ein Irrtum, was für Strafe!

Mir ist wert jeder Tag und Stund: Dabei ist die auch schweres Leid. Ja, meine Tage sind verstrichen. Ich bin in Eurem Willen, Ergebe mich nun meinem Los. Er fährt mal bieder In die Versammlung, kommt und Trifft Sie im Vorbeigehn. Sie sieht ihn nicht, geht, nichts ihm sagend. Sie strahlt, ersichtlich sehr erbost, Dreikönigstages kalten Frost!

Sie wurde die Treppe hinaufgeführt zu den königlichen Gemächern. Die richtige Königstochter aber musste unten stehenbleiben. Zufällig stand der alte König am Fenster und sah die Prinzessin im Hofe stehen. Darauf fragte er die Kammerfrau, wen sie da als Begleiterin mitgebracht habe, denn es war ihm aufgefallen, wie zart und fein und schön das Mädchen drunten im Hofe war.

Das kam nun auch der richtigen Königstochter zu Ohren, und sie versprach dem Henker heimlich ein Stück Geld, wenn er ihr einen kleinen Dienst erweisen wolle. Nachdem ihr der Schindersknecht versprochen hatte, so zu verfahren, hieb er Faladas Kopf mit dem Schwerte ab und nagelte ihn danach unter das finstere Tor. Frühmorgens, als sie die Gänse durch das Tor trieb, sprach die Königstochter im Vorübergehen: Da antwortete der Kopf: Schweigend zog sie hinaus aufs Feld.

Nimm Kürdchen sein Hütchen und lass'n sich mit jagen, bis ich mich geflochten und geschnatzt und wieder aufgesatzt. Da kam ein so starker Wind, dass es Kürdchens Hut über die Felder wehte und er ihm nachlaufen musste. Bis er wieder zurück war, hatte sie ihre Haare gekämmt und wieder aufgesteckt, so dass er keins davon erwischen konnte. Kürdchen war darüber böse und sprach nicht mit ihr, und so hüteten sie die Gänse, bis es Abend wurde.

Darauf zogen sie wieder zur Stadt zurück. Am andern Morgen, als sie wieder durch das finstere Tor hinauszogen, sprach das Mädchen: Aber wieder wie beim ersten Mal bat sie den Wind, ihr beizustehen und wieder trieb der Wind sein Spiel mit Kürdchens Hut. Als der Junge zurückkam, hatte sie ihre Haare gekämmt und aufgesteckt, und er konnte keines davon erwischen.

So hüteten sie die Gänse, bis es Abend wurde. Als sie aber heimgekommen waren, ging Kürdchen zu dem alten König und sagte: Und dann antwortet der Kopf: Auch was auf der Gänsewiese geschah, erzählte Kürdchen und dass er seinem Hut im Winde nachlaufen müsse. Darauf befahl ihm der alte König, am nächsten Tage wieder mit dem Mädchen die Gänse hinauszutreiben. Er selbst aber versteckte sich hinter dem finsteren Tor und hörte, wie das Mädchen mit dem Kopf des Pferdes sprach. Dann schlich er den beiden nach aufs Feld und versteckte sich hinter einem Busch auf der Wiese.

Gar bald sah er, wie die Gänsemagd ihre Haare los flocht und dass sie in der Sonne glänzten wie reines Gold. Unbemerkt eilte er zur Stadt zurück. Weinend kroch sie in den eisernen Ofen, da sie sich nun ganz verlassen glaubte und klagte: Eine falsche Kammerfrau hat mich dazu gezwungen, meine königlichen Kleider abzulegen, und hat mir auch meinen Bräutigam gestohlen, und ich muss als Gänsemagd gemeine Dienste tun.

Wenn da meine Mutter wüsste, das Herz im Leib müsst ihr zerspringen. Danach rief er seinen Sohn herbei und bedeutete ihm, dass er die falsche Braut erwählt habe, die wahre stehe hier.

Darüber war der junge König herzensfroh, als er ihre Schönheit erblickte und sie so voller Demut sah. Auf die eine Seite musste sich die richtige Königstochter setzen und die Kammerfrau auf die andere. Als sie alle gegessen und getrunken hatten und guten Mutes waren, gab der alte König der Kammerfrau ein Rätsel auf.

Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. Ein Vater hatte zwei Söhne. Der eine davon, der ältere, war klug und geschickt und wusste sich in alles wohl zu fügen, der jüngere aber war dumm und konnte nichts begreifen und lernen. Wenn ihn die Leute sahen, sprachen sie: Das wird wohl eine Kunst sein, von der ich auch nichts verstehe! Sieh nur, wie sich dein Bruder abmüht, aber an dir ist Hopfen und Malz verloren.

Ja, wenn's nur anginge, so wollte ich lernen, dass mir's gruselte, denn davon verstehe ich noch gar nichts. Du wirst es schon noch erfahren, aber dein Brot wirst du damit nicht verdienen. Dem klagte der Vater seine Not und erzählte, wie sein jüngster Sohn in allen Dingen so schlecht beschlagen sei, er wisse nichts und lerne nichts. Tut ihn nur zu mir, ich werde ihn schon abhobeln. Zum zweiten Mal rief der Junge: Sprich, wenn du ein ehrlicher Kerl bist, oder ich werfe dich die Treppe hinab.

Darauf läutete er die Glocke, ging heim und legte sich, ohne ein Wort zu sagen, ins Bett und schlief ein. Lange wartete die Küstersfrau auf ihren Mann, aber er wollte und wollte nicht kommen. Da packte sie die Angst. Sie weckte den Jungen und fragte: Geht nur hin, Frau, so werdet Ihr sehen, ob er's gewesen ist.

Mir sollte es leidtun. Sie trug ihn ins Haus und lief danach laut jammernd zu dem Vater des Tölpels. Meinen Mann hat er die Treppe hinuntergeworfen, dass er ein Bein gebrochen hat. Schafft mir den Taugenichts so schnell als möglich aus dem Hause.

Es stand da einer in der Nacht wie ein Kerl, der Böses im Sinne hat. Ich wusste nicht, wer's war und habe ihn dreimal ermahnt, ein Wort zu reden oder fortzugehen. Das ist doch eine Kunst, die mich ernähren kann. Da hast du fünfzig Taler, damit zieh in die weite Welt.

Sage aber keinem Menschen, wo du herkommst und wer dein Vater ist, denn ich muss mich deiner schämen. Als er das Gespräch hörte, das der Junge mit sich selber führte, blieb er erst verwundert stehen und gesellte sich ihm dann wortlos zu.

Kaum aber waren sie so weit, dass man den Galgen sehen konnte, da sagte er zu ihm: Setz dich darunter und warte, bis die Nacht kommt, so wirst du schon das Gruseln lernen. Lerne ich aber so geschwind das Gruseln, so sollst du morgen früh meine fünfzig Taler haben. So verstrich Stunde um Stunde.

Um Mitternacht ging der Wind so kalt, dass er trotz des Feuers nicht warm werden wollte. Darauf schürte er das Feuer, blies es an und setzte sie rings herum, dass sie sich wärmen sollten. Da sprach er ärgerlich: Da wurde er böse: Mit euch verbrennen will ich nicht.

Darauf setzte er sich wieder an das Feuer und schlief endlich ein. Am anderen Morgen kam der Mann zu ihm und wollte die fünfzig Taler haben. Ich will sehen, dass ich dich irgendwo unterbringe. Da sprach der Junge, als sie in die Stube traten, ganz laut: So mancher Vorwitzige hat schon das Leben verloren.

Es wäre ein Jammer, wenn so schöne Augen das Tageslicht nicht wieder erblicken sollten. Lehrt mich also, wo ich's lernen kann und wenn's noch so schwer wäre.

Der König habe dem, der solches wage, seine Tochter zur Frau versprochen; die sei die schönste Jungfrau auf der weiten Erde. Als die Nacht anbrach, schritt auch der Junge hinauf in die verwünschte Burg. In einer Kammer entfachte er ein helles Feuer, stellte die Schnitzbank mit dem Messer daneben und setzte sich auf die Drehbank. Gegen Mitternacht wollte er das Feuer schüren; als er aber in die Flammen blies, schrie es plötzlich aus einer Ecke: Uns friert, uns friert!

Kommt zu mir ans Feuer und wärmt euch! Nach einer Weile knurrten sie: Wartet, die muss ich euch erst schneiden. Als er aber die zwei zum Schweigen gebracht hatte, und sich wieder ans Feuer setzen wollte, kamen aus allen Ecken und Enden schwarze Katzen und schwarze Hunde an glühenden Ketten, so dass er sich kaum mehr vor ihnen schützen konnte. Sie schrien gräulich, traten auf das Feuer, zerrten das Holz auseinander und wollten die Glut verlöschen.

Eine Weile sah er sich das ruhig an, als es ihm aber zu arg wurde, griff er nach seinem Schnitzmesser und rief: Ein Teil der Katzen und Hunde entfloh, die anderen schlug er tot und warf sie aus dem Fenster ins Wasser.

Dann entfachte er erneut sein Feuer und wärmte sich daran. Kaum aber hatte er die Augen zugetan, da fing das Bett an, mit ihm im ganzen Schloss herumzufahren. Er kroch darunter hervor. Früh am Morgen kam der König, und als er ihn auf der Erde liegen sah, glaubte er, die Geister und Gespenster des Schlosses hätten ihn umgebracht. Das hörte der Junge, richtete sich auf und sprach: Hast du nun gelernt, was das Gruseln ist? Wenn mir's nur einer sagen könnte! Auf einmal aber war es still.

Endlich schoss ein halber Mensch den Schornstein herab und fiel vor ihm mit lautem Getöse nieder. Es heulte und zischte und johlte, und dabei fiel auch die andere Hälfte herab. Da fielen noch einige solcher Ungetüme herab, holten neun Totenknochen und zwei Totenköpfe und fingen an, Kegel zu spielen. Da legte er sich nieder und schlief bis in den Tag hinein.

Am anderen Morgen nahte sich der König. Ja, wenn ich nur wüsste, was Gruseln ist! Da nahm er den Deckel ab. Ein toter Mann lag im Sarg. Mit der Hand fuhr er ihm über das Gesicht. Es war kalt wie Eis. Aber der Tote blieb kalt. Als aber auch das nichts helfen wollte, trug er ihn ins Bett, deckte ihn zu und legte sich neben ihn. Da sprach der Junge: Gleich sollst du wieder in den Sarg! Da kamen die sechs Männer und trugen den Leichnam wieder fort. Der Unhold stellte sich neben ihn.

Drei Kästen voll Gold lagen darin. Da war der Riese verschwunden, und der Junge stand im Finstern. An anderen Morgen kam der König und sagte: Aber so vergnügt der Mann der Königstochter war, so wusste er doch nichts anderes zu sagen als immer nur: Das Kammermädchen aber sprach: Nachts, als der junge König schlief, musste ihm seine Gemahlin die Decke wegziehen und den vollen Eimer über ihn ausschütten, dass die kleinen Fische um ihn herumzappelten.

Da wachte er auf und rief: Als der König alt und schwach ward und an sein Ende dachte, wusste er nicht, welcher von seinen Söhnen nach ihm das Reich erben sollte. Da sprach e zu ihnen: Nun ging der eine Bruder rechts, der andere ging links, und sie lachten den Dummling aus, der bei der dritten Feder da, wo sie niedergefallen war, bleiben musste.

Der Dummling setzte sich nieder und war traurig. Da bemerkte er auf einmal, dass neben der Feder eine Falltüre lag. Er hob sie in die Höhe, fand eine Treppe und stieg hinab. Da kam er vor eine andere Türe, klopfte an und hörte, wie es inwendig rief: Die dicke Itsche fragte, was sein Begehren wäre. Die junge Itsche holte die Schachtel und die dicke Itsche machte sie auf und gab dem Dummling einen Teppich heraus, so schön und so fein, wie oben auf der Erde keiner konnte gewoben werden.

Da dankte er ihr und stieg wieder hinauf. Die beiden andern ahtten aber ihren jüngsten Bruder für so albern gehalten, dass sie glaubten, er würde gar nichts finden und aufbringen. Zu derselben Zeit kam auch der Dummling zurück und brachte seinen schönen Teppich, und als der König den sah, erstaunte er und sprach: Da sagte der Vater: Die zwei ältesten zogen wieder nach Osten und Westen, und für den Dummling flog die Feder geradeaus und fiel neben der Erdtüre nieder.

Da stieg er wieder hinab zu der dicken Itsche und sagte ihr, dass er den schönsten Ring brauche. Die zwei ältesten lachten über den Dummling der einen goldenen Ring suchen wollte, gaben sich gar keine Mühe, sondern schlugen einem alten Wagenring die Nägel aus und brachten ihn dem König. Als aber der Dummling seinen goldenen Ring vorzeigte, so sprach der Vater abermals: Die drei Federn blies er nochmals in die Luft, und sie flogen wie die vorigen Male.

Da ging der Dummling ohne weiteres hinab zu der dicken Itsche und sprach: Die ist nicht gleich zur Hand, aber du sollst sie doch haben.

Da sprach der Dummling traurig: Da küsste er sie, jagte mit den Pferden davon und brachte sie zu dem König. Seine Brüder kamen nach, die hatten sich gar keine Mühe gegeben, eine schöne Frau zu suchen, sondern die ersten besten Bauernweiber mitgenommen. Als der König sie erblickte, sprach er: Sie dachten, die Bauernweiber können das wohl, die sind stark genug, aber das zarte Fräulein springt sich tot. Der alte König gab auch das zu. Da sprangen die zwei Bauernweiber, sprangen durch den Ring, waren aber so plump, dass sie fielen und ihre groben Arme und Beine entzweibrachen.

Darauf sprang das schöne Fräulein, das der Dummling mitgebracht hatte, und sprang so leicht hindurch wie ein Reh, und aller Widerspruch musste aufhören. Also erhielt er die Krone und hat lange in Weisheit geherrscht. Eine Witwe hatte zwei Töchter. Die Frau hatte die hässliche und faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber als die andere, die alle Arbeit im Hause verrichten musste.

Täglich musste das arme Mädchen am Brunnen sitzen und so viel spinnen, dass ihm das Blut aus den Fingern sprang. Einmal trug es sich zu, dass die Spule ganz blutig war.

Es bückte sich damit in den Brunnen, um sie abzuwaschen. Aber die Spule sprang ihm aus der Hand und fiel ins Wasser hinab. Weinend lief es zur Stiefmutter und erzählte das Missgeschick. In seiner Herzensangst sprang es in den Brunnen hinein, um die Spule zu holen. Es verlor die Besinnung. Wie es erwachte und wieder zu sich kam, lag es auf einer schönen Wiese, wo viele tausend Blumen im Sonnenschein standen. Auf dieser Wiese ging es fort und kam zu einem Backofen, der voller Brote war.

Danach ging es weiter und kam zu einem Baum, der voller Apfel hing und ihm zurief: Danach, als es alle zusammengehäuft hatte, ging es weiter. Endlich kam es zu einem kleinen Haus, aus dem eine alte Frau herausschaute. Die alte Frau aber rief: Wenn du alle Arbeit im Hause ordentlich verrichtest, so soll dir's gut gehen. Ich bin die Frau Holle. Es schüttelte ihr das Bett auf, dass die Federn wie Schneeflocken umher flogen. Dafür hatte es auch ein gutes Leben bei ihr und erhielt kein böses Wort.

Als es aber eine Zeitlang bei der Frau Holle gewesen war, wurde es traurig und wusste anfangs selbst nicht, was ihm fehle. Endlich aber merkte es, dass es Heimweh hatte, obgleich es ihm hier vieltausendmal besser erging als zu Haus. Als das Mädchen gerade darunter stand, fiel ein gewaltiger Goldregen, und alles Gold blieb an ihm hängen, so dass es über und über davon bedeckt war. Darauf wurde das Tor verschlossen, und das Mädchen fand sich wieder oben in der Welt, nicht weit von seiner Mutter Haus.

Es erzählte alles, was ihm begegnet war. Sie musste sich an den Brunnen setzen und spinnen. Dann warf sie die Spule in den Brunnen und sprang selber hinein. Wie ihre Schwester kam sie zu der schönen Wiese und ging auf ihr weiter.

Als sie zu dem Backofen gelangte, schrie das Brot wieder: Bald kam sie zu dem Apfelbaum. Am zweiten Tage aber fing sie schon zu faulenzen an und am dritten noch mehr und wollte morgens gar nicht mehr aufstehen.

Sie machte auch der Frau Holle das Bett nicht, wie sich's gehörte, und schüttelte es nicht, dass die Federn flogen. So wurde Frau Holle ihrer bald müde und sagte ihr den Dienst auf. Die Faule war das wohl zufrieden und glaubte, nun werde der Goldregen kommen. Ganz mit Pech bedeckt, kehrte die Faule heim.

Als sie der Hahn auf dem Brunnen sah, rief er: Das Lämmchen und Fischchen. Es war einmal ein Brüderchen und Schwesterchen, die hatten sich herzlich lieb. Ihre rechte Mutter war aber tot, und sie hatten eine Stiefmutter, die war ihnen nicht gut und tat ihnen heimlich alles Leid an. Es trug sich zu, dass die zwei mit andern Kindern auf einer Wiese vor dem Haus spielten, und an der Wiese war ein Teich, der ging bis an die eine Seite vom Haus.

Die Kinder liefen da herum, kriegten sich und spielten Abzählens: Weil sie aber Hexenkünste verstand, so verwünschte sie beide, das Brüderchen in einen Fisch und das Schwesterchen in ein Lamm. So ging es eine lange Zweit hin, da kamen fremde Gäste auf das Schloss. Die falsche Stiefmutter dachte: Wie er nun sein Messer herausgezogen hatte und auf der Schwelle wetzte, um es abzustechen, sah es, wie ein Fischlein in dem Wasser vor dem Gossenstein hin und her schwamm und zu ihm heraufblickte.

Das war aber das Brüderchen, denn als das Fischchen gesehen hatte wie der Koch das Lämmchen fortführte, war es im Teich mitgeschwommen bis zum Haus. Der Koch der wetzt das Messer, will mir mein Herz durchstechen. In dieser tiefen See! Wie der Koch hörte, dass das Lämmchen sprechen konnte und so traurige Worte zum Fischchen hinab rief, erschrak er und dachte es müsste kein natürliches Lämmchen sein, sondern wäre von der bösen Frau im Haus verwünscht.

Sage niemand, dass ein armer Schneider es nicht weit bringen und nicht zu hohen Ehren gelangen könne, es ist weiter gar nichts nötig, als dass er an die rechte Schmiede kommt und, was die Hauptsache ist, dass es ihm glückt. Die Nacht brach ein, und es blieb ihm nichts übrig, als in dieser schauerlichen Einsamkeit ein Lager zu suchen. Er suchte eine hohe Eiche, stieg bis in den Gipfel hinauf und dankte Gott, dass er sein Bügeleisen bei sich trug, weil ihn sonst der Wind, der über die Gipfel der Bäume wehte, weggeführt hätte.

Nachdem er einige Stunden in der Finsternis, nicht ohne Zittern und Zagen, zugebracht hatte, erblickte er in geringer Entfernung den Schein eines Lichtes; und weil er dachte, dass da eine menschliche Wohnung sein möchte, wo er sich besser befinden würde als auf den Ästen eines Baumes, so stieg er vorsichtig herab und ging dem Lichte nach.

Es leitete ihn zu einem kleinen Häuschen, das aus Rohr und Binsen geflochten war. Er klopfte mutig an, die Türe öffnete sich, und bei dem Scheine des heraus fallenden Lichtes, sah er ein altes, eisgraues Männchen, das ein von buntfarbigen Lappen zusammengesetztes Kleid an hatte. Der müde Schneider brauchte keines Einwiegens, sondern schlief sanft bis an den Morgen, würde auch noch nicht an das Aufsehen gedacht haben, wenn er nicht von einem lauten Lärm wäre aufgeschreckt worden.

Ein heftiges Schreien und Brüllen drang durch die dünnen Wände des Hauses. Der Schneider, den ein unerwarteter Mut überkam, sprang auf, zog in der Hast seine Kleider an und eilte hinaus. Es kam ihm aber nicht anders vor, als flöge er davon. Der Schneider, mehr tot als lebendig, bedurfte längerer Zeit, um wieder zur Besinnung zu kommen. Der Schneider wusste nicht, was er tun und wohin er sich wenden sollte, um aus dieser Einöde wieder unter Menschen zu gelangen.

Indem er also unschlüssig stand, töne eine Stimme aus dem Felsen, die ihm zurief: Er betrachtete alles voll Bewunderung, und war eben im Begriff, wieder herauszugehen, als er abermals die Stimme vernahm, welche ihm sagte: Als er wieder fest stand, und der Schneider sich umsah, befand er sich in einem Saale, der an Umfang dem vorigen gleich war.

Hier aber gab es mehr zu betrachten und zu bewundern. Indem er zu dem einen trat, erblickte er darin ein schönes Gebäude, einem Schlosse ähnlich, von Wirtschaftsgebäuden, Ställen und Scheuern und einer Menge anderer artigen Sachen umgeben. Alles war klein, aber überaus sorgfältig und zierlich gearbeitet, und schien von einer kunstreichen Hand mit der höchsten Genauigkeit ausgeschnitzt zu sein.

Er würde seine Augen von der Betrachtung dieser Seltenheiten noch nicht abgewendet haben, wenn sich nicht die Stimme abermals hätte hören lassen. Sie forderte ihn auf, sich umzukehren und den gegenüberstehenden Glaskasten zu beschauen. Es lag wie im Schlafe, und war in lange, blonde Haare wie in einen kostbaren Mantel eingehüllt. Der Schneider betrachtete die Schöne mit klopfendem Herzen, als sie plötzlich die Augen aufschlug und bei seinem Anblick in freudigem Schrecken zusammenfuhr.

Geschwind, geschwind, hilf mir aus meinem Gefängnis; wen du den Riegel an diesem gläsernen Sarg weg schiebst, so bin ich erlöst! An demselben Tage, wo sie endigen, soll dein Glück beginnen.

Du bist der vom Himmel bestimmte Gemahl, und sollst, von mir geliebt und mit allen irdischen Gütern überhäuft, in ungestörter Freud dein Leben zubringen. Sitz nieder und höre die Erzählung meines Schicksals. Ich bin die Tochter eines reichen Grafen. Meine Eltern starben, als ich noch in zarter Jugend war und empfahlen mich in ihrem letzten Wissen meinem älteren Bruder, bei dem ich auferzogen wurde.

Wir liebten uns so zärtlich und waren so übereinstimmend in unserer Denkungsart und unsern Neigungen, dass wir beide den Entschluss fassten, uns niemals zu verheiraten, sondern bis an das Ende unseres Lebens beisammen zu bleiben. In unserem Hause war an Gesellschaft nie Mangel: So geschah es auch eines Abends, dass ein Fremder in unser Schloss geritten kam und, unter dem Vorgeben, den nächsten Ort nicht mehr erreichen zu können, um ein Nachtlager bat.

Wir gewährten seine Bitte mit zuvorkommender Höflichkeit, und er unterhielt uns während des Abendessens mit seinem Gespräche und eingemischten Erzählungen und das anmutigste. Wir standen erst spät in der Nacht vom Tische auf, dem Fremden wurde ein Zimmer angewiesen, und ich eilte, ermüdet, wie ich war, meine Glieder in die weichen Federn zu senken.

Kaum war ich ein wenig eingeschlummert, so weckten mich die Töne einer zarten und lieblichen Musik. Da ich nicht begreifen konnte, woher sie kamen, so wollte ich mein im Nebenzimmer schlafendes Kammermädchen rufen, allein zu meinem Erstaunen fand ich, dass mir, als lastete ein Alp auf meiner Brust von einer unbekannten Gewalt die Sprache benommen und ich unvermögend war, den geringsten Laut von mir zu geben.

Indem sah ich bei dem Schein de4r Nachtlampe den Fremden in mein durch zwei Türen fest verschlossenes Zimmer eintreten. Er näherte sich mir und sagte, dass er durch Zauberkräfte, die ihm zu Gebote ständen, die liebliche Musik habe ertönen lassen, um mich aufzuwecken, und dringe jetzt selbst durch alle Schlösser, in der Absicht, mir Herz und Hand anzubieten.

Ich brachte die Nacht in höchster Unruhe zu und schlummerte erst gegen Morgen ein. Als ich erwacht war, eilte ich zu meinem Bruder, um ihn von dem, was vorgefallen war, zu benachrichtigen, allein ich fand ihn nicht in seinem Zimmer, und der Bediente sagte mir, dass er bei anbrechendem Tage mit dem Fremden auf die Jagd geritten sei.

Mir ahnte gleich nichts Gutes. Ich setzte, ohne mich aufzuhalten, meinen Weg fort, und in wenigen Minuten sah ich den Fremden mit einem schönen Hirsch, den er an der Leine führte, auf mich zukommen.

Anstatt mir zu antworten, fing er an, laut aufzulachen. Ich geriet darüber in höchsten Zorn, zog eine Pistole und drückte sie gegen das Ungeheuer ab, aber die Kugel prallte von seiner Brust zurück und fuhr in den Kopf meines Pferdes. Ich stürzte zur Erde, und der Fremde murmelte einige Worte, die mir das Bewusstsein raubten. Als ich wieder zur Besinnung kam, fand ich mich in dieser unterirdischen Gruft in einem gläsernen Sarge. Der Schwarzkünstler erschien nochmals, sagte, dass er meinen Bruder in eine Hirsch verwandelt, mein Schloss, mit allem Zubehör, verkleinert in den andern Glaskasten eingeschlossen, und meine in Rauch verwandelten Leute in Glasflaschen gebannt hätte.

Ich antwortete ihm so wenig als das erste Mal. Unter den Bildern, welche an meiner Seele vorübergingen, war auch das tröstliche, dass ein junger Mann kam und mich befreite, und als ich heute die Augen öffne, so erblicke ich dich und sehe meinen Traum erfüllt. Hilf mir vollbringen, was in jenem Gesichte noch weiter geschah. Das erste ist, dass wir den Glaskasten, in welchem mein Schloss sich befindet, auf jenen breiten Stein heben. Kaum hatte das Fräulein die Flaschen geöffnet, so drang der blaue Rauch heraus und verwandelte sich in lebendige Menschen, in welchen das Fräulein ihre Diener und Leute erkannte.

Einstmals wurde eines reichen Mannes Frau krank. Als sie ihr Ende herannahen fühlte, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach: Ich werde vom Himmel auf dich herabblicken und immer um dich sein. Jeden Tag ging das Mädchen hinaus zum Grabe seiner Mutter und weinte und blieb fromm und gut.

Da brach eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an. Hinaus also mit der Küchenmagd! Da musste das Stiefkind nun vom Morgen bis in die Nacht schwere Arbeit tun, früh vor Tag aufstehen, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen. Überdies taten ihm die Schwestern alles erdenkliche Herzeleid an, verspotteten es und schütteten ihm die Erbsen und Linsen in die Asche, so dass es sie mühselig auslesen musste. Abends, wenn es sich müde gearbeitet hatte, musste es sich neben den Herd in die Asche legen.

Weil es darum immer staubig und schmutzig aussah, nannten sie es Aschenputtel. Eines Tages wollte der Vater zur Messe ziehen. Er fragte die beiden Stieftöchter, was er ihnen mitbringen solle. Als er durch einen grünen Busch ritt, streifte ihn ein Haselreis, so dass ihm der Hut vom Kopfe fiel. Da brach er das Zweiglein ab und nahm es mit. Zu Hause gab er den Stieftöchtern, was sie sich gewünscht hatten, dem Aschenputtel aber schenkte er das Haselreis. Aschenputtel dankte ihm, ging zu seiner Mutter Grab, pflanzte das Reis darauf und weinte so sehr, dass seine Tränen es begossen.

Alle Tage ging Aschenputtel dreimal hinaus, weinte und betete, und endlich war aus dem Reis ein schöner Baum geworden. Es begab sich nun, dass der König des Landes ein Fest feiern wollte, das drei Tage dauern sollte. Alle schönen Mädchen im Lande wurden dazu eingeladen, damit sich des Königs Sohn eine Braut aussuchen könne. Als die beiden Stiefschwestern hörten, dass sie auch dabei erscheinen sollten, waren sie guter Dinge, riefen Aschenputtel und sprachen: Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.

Die Täubchen nickten mit den Köpfchen. Pik, pik, pik, pik fingen sie an, und auch die übrigen fingen an pik, pik, pik, pik und lasen alle guten Körnlein in die Schüssel. Noch war keine Stunde herum, da waren sie schon fertig und flogen wieder hinaus. Voller Freude brachte das Mädchen die Schüssel der Stiefmutter und glaubte, nun dürfe es mit auf die Hochzeit gehen.

Aber die Böse sprach: Du wirst nur ausgelacht. Pik, pik, pik, pik fingen sie an, und pik, pik, pik, pik begannen auch die übrigen und lasen alle guten Körner in die Schüsseln. Noch war keine halbe Stunde herum, da waren sie schon fertig und flogen wieder hinaus. Voller Freude trug das Mädchen die Schüsseln zur Stiefmutter hinein und glaubte, nun dürfte es mit auf die Hochzeit gehen. Du kommst nicht mit, denn du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen.

Wir müssten uns deiner schämen. Als es so allein war, ging Aschenputtel zu seiner Mutter Grab, setzte sich unter den Haselbusch und rief: Eilig zog das Mädchen das Kleid an und ging zur Hochzeit. Weil es so schön aussah in dem goldenen Kleide, erkannten es seine Schwestern und die Stiefmutter nicht und hielten es für eine fremde Königstochter. An Aschenputtel dachten sie nicht und glaubten, es sitze daheim im Schmutz und suche die Linsen aus der Asche. Als der Königssohn das Mädchen sah, nahm er es bei der Hand und tanzte mit ihm.

Er wollte auch sonst mit niemand tanzen und wenn ein anderer kam, sprach er: Aber der Königssohn sprach: Sie entwischte ihm jedoch und sprang ins Taubenhaus. Der Königssohn wartete, bis der Vater kam, und erklärte ihm, das fremde Mädchen sei ins Taubenhaus entwichen.

Da dachte der Vater: Als sie ins Haus kamen, lag Aschenputtel in seinen schmutzigen Kleidern in der Asche, und ein trübes Ollämpchen brannte im Schornstein. Aschenputtel war nämlich hinten aus dem Taubenhaus hinausgesprungen, war zum Haselbusch gelaufen, hatte die schönen Kleider ausgezogen und aufs Grab gelegt, und der Vogel hatte sie wieder fortgetragen, dann hatte sich Aschenputtel in seinem grauen Kittel ans Feuer in die Küche gesetzt.

Am nächsten Tage hob das Fest von neuem an. Wieder ging die Mutter mit den Stiefschwestern fort. Da lief Aschenputtel zum Haselbusch und sprach: Als das Mädchen in diesem Kleid auf der Hochzeit erschien, erstaunte jedermann über seine Schönheit.

Der Königssohn hatte gewartet, bis es kam, nahm es bei der Hand und tanzte nur mit ihm. Wenn ein anderer kam, sprach er: Der Königssohn ging ihm nach, aber das Mädchen sprang davon und entwischte in den Garten hinter dem Haus. Behänd wie ein Eichhörnchen kletterte es hinauf, und der Königssohn wusste nicht, wo es hingekommen war. Er wartete, bis der Vater des Mädchens kam.

Ich glaube, es ist auf den Birnbaum gesprungen. Als sie in die Küche kamen, lag Aschenputtel in der Asche, denn es war längst zuvor vom Baum herabgesprungen, hatte dem Vogel auf dem Haselbusch das Kleid wieder gebracht und seinen grauen Kittel danach übergezogen.

Am dritten Tage, als die Stiefmutter und die bösen Schwestern fort waren, ging Aschenputtel wieder hinaus zu seiner Mutter Grab und sprach zum Haselbusch: Als es so zur Hochzeit kam, wusste niemand vor Verwunderung etwas zu sagen.

Der Königssohn tanzte ganz allein mit ihm, und wenn ein anderer kam, sprach er: Der Königssohn versuchte es zu begleiten, aber es entsprang ihm so geschwind, dass er nicht folgen konnte. Allein er hatte eine List gebraucht. Er hatte die ganze Treppe mit Pech bestreichen lassen. Als es hinab sprang, blieb der linke Pantoffel des Mädchens hängen. Der Königssohn hob ihn auf, und er war klein und zierlich und ganz golden.

Am nächsten Morgen ging er damit zum Vater des Mädchens und sagte zu ihm: Die Älteste ging mit dem Schuh in die Kammer, um ihn anzuprobieren, und die Mutter stand dabei.

Da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach: Der Prinz nahm sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Sie mussten jedoch an dem Grabe vorbei. Der Schuk ist zu klein, Die rechte Braut sitzt noch daheim. Eilig brachte er die falsche Braut wieder nach Hause und sagte, das sei nicht die rechte, die andere Schwester solle den Schuh anziehen. Da brachte er die falsche Braut wieder nach Haus. Es wusch sich Hände und Angesicht rein, ging hin und verneigte sich vor dem Königssohn, der ihm den goldenen Schuh reichte.

Als es sich aufrichtete und der Königssohn ihm ins Gesicht blickte, erkannte er das schöne Mädchen, mit dem er getanzt hatte und rief: Der Prinz aber nahm Aschenputtel aufs Pferd und ritt mit ihm fort. Am Hochzeitstage kamen auch die falschen Schwestern und wollten sich einschmeicheln. Als die Brautleute zur Kirche gingen, schritt die älteste zur rechten, die jüngste zur linken Seite.

Da pickten die Tauben einer jeden ein Auge aus. Hernach, als sie aus der Kirche traten, war die älteste zur linken und die jüngste zur rechten. Da pickten die Tauben einer jeden das zweite Auge aus.

So wurden sie für ihre Bosheit und Falschheit ihr Leben lang mit Blindheit gestraft. Einer sprach zum andern: Da packte sie der Drache in seine Klauen, führte sie durch die Luft über das Heer hinweg und setzte sie weit davon wieder auf die Erde; der Drache war aber niemand als der Teufel.

Er gab ihnen ein kleines Peitschchen und sprach: Da kam eine alte Frau daher, die fragte, warum sie so traurig wären. Er erzählte ihr alles, was geschehen war, und weil er ihr wohl gefiel, hatte sie Erbarmen und sagte, sie wollte ihm helfen.

Da waren sie alle fröhlich und guter Dinge, nahmen die Peitsche und schlugen sich so viel Geld, dass es auf der Erde herum sprang. Mit den gesammelten Münzen kann man ein Level überspringen bzw. Leider kostet dies eine Menge Münzen. Wer will kann auch Münzen kaufen, um weiterzukommen. Einfach Buchstaben eingeben und Lösung anzeigen. Inzwischen gibt es schon über Level und zusätzliche Bonuslevel und Monatsrätsel.

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