Das 19. Jahrhundert


Hans Gunnarson nach dem autobiografischen Roman von Jan Guillou. Das Stadion ist grün gefärbt. Der Film erlitt "Spätfolgen" des vom

Ein Film, ein neues Buch und der Weltfriedenstag 2015


Sie verschaffte dem Kontinent einen historisch einmaligen ökonomischen, kulturellen und technologischen Reichtum. Wie ist vor diesem Hintergrund die Entwicklung der Europäischen Union zu beurteilen? Welche Stellung nimmt die Schweiz in einer zunehmend integrierten Welt ein? In diesem Band analysieren führende liberale Denker das Fundament des europäischen Erfolgs — und beschreiben die Bedingungen einer Zukunft in Freiheit und in Wohlstand.

Immanuel Kant — gehört zu den bedeutendsten Philosophen der Aufklärung. Der Autor zeigt in diesem Brevier den der Freiheit verpflichteten Philosophen. Klassischer Liberalismus unter vernunftsethischen Vorbehalten: Das ist — auf einen einfachen Nenner gebracht — die Position Immanuel Kants.

In Italien und Frankreich sind bereits Bargeldzahlungen ab Euro illegal und viele Deutsche Banken haben neben Tageslimits schon Wochenlimits eingeführt. Seitens der EU soll es bereits für konkrete Pläne für eine vollständige Bargeldabschaffung geben. Mit der politischen Polarisierung in der Schweiz und den dramatischen Verwerfungen und Konflikten rund um den Globus ist die Freiheit unvermittelt ins Zentrum des Bewusstseins gerückt. Welche Freiheit ist die gültige, und wer bestimmt dies?

Gibt es einen Konsens zum kollektiven Freiheitsverständnis, korrespondiert dieses mit den individuellen Vorstellungen? Wie definieren die in der Schweiz lebenden Menschen Freiheit, und welchen Stellenwert messen sie ihr im eigenen Dasein zu? Hier wird der Versuch eines Gesamtbilds gewagt.

Unternehmer sind die Schrittmacher einer Gesellschaft. Ihre Ideen, Investitionen und Innovationen stellen das Gewohnte in Frage, sie treiben Veränderungen voran und ermöglichen so Wohlstand. Wo andere nur erhalten und um verteilen wollen, schaffen Unternehmer Neues.

Das macht sie unbequem und häufig auch unbeliebt. Intellektuelle blicken mit Skepsis auf Kapitalisten, viele Grossunternehmen hängen am Status quo, die Politik schützt gerne das Bestehende. Um Neues unternehmen zu können, braucht es vor allem eines: Unternehmer gehen Risiken ein und suchen ihr Glück im Unbekannten. Ihre Erfolge können darum Heldengeschichten gleichen — dabei verbirgt sich in jedem von uns ein potenzieller Unternehmer. Wenn man uns nur lässt.

Was zeichnet Unternehmer aus, was bewirken sie und was braucht es, damit sie erfolgreich sein können? In diesem Band geben ausgewiesene Experten Antwort. Sie erklären, warum ohne Freiheit für Unternehmer eine Gesellschaft nicht erfolgreich sein kann. Wer werden die Neuen Intellektuellen sein? All jene, die wissen, dass das Leben des Menschen von der Vernunft geleitet werden muss; jene, die ihr eigenes Leben wertschätzen und nicht willens sind, es dem Kult der Verzweiflung im heutigen Dschungel zynischer Ohnmacht auszuliefern, so wie sie nicht willens sind, die Welt den Dunklen Zeitaltern und der Herrschaft der Unmenschen zu überlassen.

Der Titelessay analysiert die westliche Kultur, diskutiert die Ursachen ihres Verlaufs, ihres Niedergangs, ihres gegenwärtigen Bankrotts und zeigt den Weg zu einer intellektuellen Renaissance auf. Ihre Romane, die ihre unkonventionelle Anschauung darlegen, sind inzwischen moderne Klassiker. Die modernen Theorien eines Nobelpreisträgers. Friedrich August von Hayek ist als Ökonom und Sozialphilosoph eine Ausnahmegestalt in der Wirtschaftswissenschaft.

Hayeks weitgefächertes Forschungsprogramm, das sich um das Entstehen von Ordnung dreht und normativ die Freiheit an die Spitze der Werteskala setzt, ist zu jeder Zeit so wichtig wie spannend. Karen Horn bringt uns leicht verständlich das Werk eines Mannes näher, der den vermeintlichen Widerspruch von Freiheit und Ordnung einer Gesellschaft aufhebt. Wir befinden uns inmitten eines weltweiten Experiments, das es in dieser Dimension in der Wirtschaftsgeschichte noch nie gegeben hat.

Eine gut 40 Jahre andauernde aggressive Geldpolitik faktisch aller grossen Notenbanken stösst an ihre Grenzen. Wahrscheinlich erleben nicht erst unsere Kinder die einschneidenden Folgen, sondern wir selbst.

In diesem Buch zeigt er, dass uns die falsche Politik des beständig billigen Geldes nur wieder in eine neue, noch schlimmere Krise führen wird. Es ist nicht zu spät für eine Umkehr.

Es gibt immer einen Weg zurück zu solidem Wirtschaften und zu gutem Geld. Der Kampf dafür fängt jetzt erst richtig an. Es geht nicht nur um unser Geld, es geht um viel, viel mehr. Es geht um unsere Freiheit und die unserer Kinder. Schulden sind das zentrale Problem in der heutigen Gesellschaft. Private Schulden sind in der Regel kein volkswirtschaftliches Problem, weil die Entscheidungsträger auch die Konsequenzen tragen staatliche Schulden in einer Demokratie hingegen schon. Der Grund liegt zum einen in der kollektiven Entscheidung über das Budget, zum andern in dessen gemeinschaftlichen Charakter.

Kollektive sind keine haftenden Einheiten, und gemeinschaftliches Gut wird übernutzt, weil die individuellen Anreize fehlen. Die einzige Sicherheit öffentlicher Schulden ist der zwangsbewehrte Zugriff auf die Steuerzahler. Die Analyse zeigt, weshalb die Schweiz diesbezüglich besser dasteht als das Euroland. Zum Schluss werden institutionelle Mechanismen vorgestellt, die Wege aus der politikbedingten Schuldenfalle aufzeigen.

In Anlehnung an Friedrich A. Die Entstaatlichung durch eine konstitutionelle Bindung der Notenbank und die Verankerung einer Präferenz der Geldstabilität wird durch mehrere Beiträge verdeutlicht. Die Notwendigkeit einer weitergehenden Entstaatlichung durch mehr Wettbewerb wird auch vor dem Hintergrund der Eurokrise behandelt. Zentralbanken werden infrage gestellt, die Folgen der Institution eines reinen Zwangsgeldes werden aufgezeigt und der Währungswettbewerb wird als Lösung verteidigt.

Buchanan, Milton Friedman, Friedrich A. Das ist bequem für die Politik und ihre Beobachter in Medien und Wissenschaft. Doch ist es auch zutreffend? Von der Energiewende über die Landwirtschaft und den Freihandel, bis zur Bildungs- und Sozialpolitik analysiert Borner politische Trends, er deckt Stimmungen und Weichenstellungen auf, die hoffnungslos an ökonomischen Realitäten scheitern. Sozialromantische Politik kann versuchen, die ökonomischen Realitäten zu ignorieren.

Doch diese Ignoranz kommt den Bürger am Ende teuer zu stehen. Denn Borner zeigt immer wieder auch Sinn für die absurden Seiten des politischen Wunschdenkens. Ein Buch, das der Schweizer Politik gnadenlos einen Spiegel vorhält. Borner zeigt notwendige Veränderungen auf — und packt auch grundlegende Fragen des politischen Systems an. Umverteilung ist in den Wohlfahrtsstaaten zu einer Art Gesellschaftsspiel geworden, in dem niemand mehr eine Übersicht über die realen Umverteilungsströme verfügt und die sozialen Nebenwirkungen nur selten bemerkt werden.

Der französische Ökonom und Sozialphilosoph Bertrand de Jouvenel ist neben Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises einer der liberalen Hauptkritiker des paternalistischen Vorsorgestaates.

Mit diesem Buch, das in der Originalausgabe unter dem Titel The Ethics of Redistribution erschienen ist, zeigt de Jouvenel auf präzise und stilistisch brillante Weise, wer am Ende von der Umverteilung profitiert: Karen Horn hat dieses nun erstmals in deutscher Sprache vorliegende Werk exzellent übersetzt. Es wird ergänzt durch ein Essay des Herausgebers Gerd Habermann, der darin das beeindruckende Gesamtwerk de Jouvenels umfassend würdigt.

Das Vorwort fügte Hardy Boullion hinzu. Je mehr man über die Sache nachdenkt, desto klarer wird einem, dass Umverteilung in Wahrheit weniger eine Umverteilung von freien Einkommen der Reicheren zu den Ärmeren bedeutet, sondern eine Umverteilung von Macht, weg von den Individuen und hin zum Staat. Europa steht an der Wegscheide. Für Klaus ist die sich seit langem abzeichnende Integration zu einem dirigistischen Staat Europa ein Irrweg.

Er plädiert für ein Alternativmodell: Der Wohlfahrtsstaat steht unter Druck. Ständig steigende Ausgaben führen zu immer höheren Schuldenbergen. Die Politik sucht verzweifelt nach neuen Staatseinnahmen, Steuererhöhungen sind europaweit an der Tagesordnung. In der Schweiz wird die Frage einer bundeseinheitlichen Erbschaftssteuer wieder aktuell.

Die Erbschaftssteuer stösst in allen politischen Lagern auf eine gewisse Sympathie: Der Todesfall ist ein bequemer Erhebungsanlass. Erben gelten als Glückspilze, die ihren Vermögensgewinn nicht wirklich verdient haben. Und die Anhäufung von Vermögen über Generationen hinweg wird oft mit Skepsis betrachtet.

Ausgewiesene Experten erklären in diesem Band, warum die Erbschaftssteuer eine besonders ungerechte und ineffiziente Steuer ist, warum das Erbe eine zentrale Stütze unserer Wirtschaftsordnung ist, und warum einer Steuer auf das Erbe die ethische, wirtschaftliche und rechtliche Legitimation fehlt.

Wichtige und schlagkräftige Argumente gegen einen besonders schädlichen Angriff auf das Eigentum der Bürger. Das Ende der Bequemlichkeit. Der Wohlfahrtsstaat ist Freund und Feind zugleich. Für die einen ist er unverzichtbare Errungenschaft einer sozialen Gesellschaft. Für die anderen bedeutet er ein Korsett, das die individuelle Freiheit beschneidet. Gerd Habermann zeigt in der wohl gründlichsten Auseinandersetzung mit den Ideen dieses gesellschaftlichen Gebildes, was sich wirklich hinter diesem Konstrukt verbirgt und warum die Bezeichnung Wohlfahrtsstaat ein Euphemismus ist.

Die Illusion, dass Teile der Bevölkerung beliebig lange auf Kosten aller anderen leben können, lässt sich nicht aufrechterhalten, denn der Wohlfahrtsstaat zerstört die ökonomische, moralische und biologische Substanz, von der er lebt.

Habermann legt die Zwangsstrukturen off en, die mit dem Bedürfnis nach individueller Entscheidungsfreiheit der Bürger kollidieren. Jahrhunderts, dessen zwischenzeitlichen Niedergang und neuerlichen Siegeszug im Ausserdem wirft er einen Blick in die Zukunft des Wohlfahrtsstaates unter Berücksichtigung der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Habermanns Klassiker der Wohlfahrtsstaatskritik erscheint nun in dritter, überarbeiteter und aktualisierter Auflage. Karl Popper gehört zu den bedeutendsten Philosophen des Das Brevier stellt den der Freiheit verpflichteten Philosophen dar und trägt seine wichtigsten Aussagen und Argumente für eine liberale Gesellschaft zusammen.

Die Einführung zeigt, inwieweit Poppers erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Überzeugungen seine Weltanschauung geprägt haben. Die Gesundheit ist dem Menschen ein wertvolles Gut. Ein hochwertiges Gesundheitssystem ist darum ein Merkmal entwickelter Gesellschaften. Doch die Gesundheitssysteme des Westens befinden sich in der Dauerkrise: Explodierende Kosten führen zu immer mehr Regulierung und schliesslich zu einer Rationierung von Leistungen.

Warum versagt ausge-rechnet das so wichtige Gesundheitssystem? Wie kann seine Krise überwunden werden? Die Autoren dieses Bandes zeigen: Das Gesundheitssystem ist ein Opfer staatlicher Misswirtschaft. Öffentliche Finanzierung, Umverteilung und Angebotsplanung verzerren Preise, verhindern Eigenverantwortung und setzen Patienten wie Anbietern falsche Anreize.

Überkonsum, Ineffizienz und ständige Verteilungskonflikte sind die Folge. Tiefere Kosten, mehr Effizienz und eine nachhaltige Finanzierung sind die Folge. Ein wirksames und effizientes Gesundheitssystem ist möglich — wenn die Regulierungsspirale durch die Mündigkeit der Patienten und Leistungserbringer ersetzt wird. Er entwickelte die Quantitätstheorie des Geldes weiter; auf ihn geht der sogenannte Monetarismus zurück.

Im Mittelpunkt seiner Veröffentlichungen standen die Themen des klassischen Liberalismus: Darüber hinaus gab er Anstösse zur praktischen Sozial- und Bildungspolitik. Durch seine populären Bücher und TV-Auftritte er konnte komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich und nachvollziehbar darstellen wurde er auch einem breiten Publikum bekannt.

Mit der Finanz- und Eurokrise gewinnen Friedmans geldpolitische Positionen an Aktualität und helfen, die gegenwärtigen Debatten über Zentralbanken und Geldstabilität zu verstehen. Die jüngste Wirtschaftskrise wurde zumindest vorhergesehen, und das sehr präzise. Diese besinnen sich seit den Siebzigerjahren aus guten Gründen zurück auf die sogenannte Österreichische oder Wiener Schule.

Der Nutzen einer Wissenschaft, die verlässliche Zukunftsprognosen und Warnsignale für die Gesellschaft liefert, kann nicht hoch genug bewertet werden. So verständlich wie sein richtungsweisendes Werk.

Der Internationale Index für wirtschaftliche Freiheit zeigt: Protektionistische Massnahmen und milliardenschwere Ausgabenprogramme stärken den Einfluss des Staates — zu Lasten privater Eigentumsrechte. Besonders betroffen hiervon sind einmal mehr die Ärmsten der Armen: Doch der Westen erkauft sich lieber durch Entwicklungshilfe ein ruhiges Gewissen gegenüber diesen Regionen.

Die Ergebnisse dieser Politik sind niederschmetternd: Entwicklungshilfe behindert unternehmerische Initiativen und stärkt diktatorische und korrupte Regime. Weite Teile der Welt werden so in Armut gefesselt — und auch der Westen verliert, wenn internationaler Handel behindert wird.

Die mit dem Euro verbundenen Ziele haben sich als Illusion herausgestellt. Inzwischen wurde vielen bewusst, dass auch der Euro selbst eine Illusion ist. Das herrschende staatliche Geldsystem lässt sich weder ökonomisch, noch rechtlich, geschweige denn sozial oder moralisch glaubwürdig rechtfertigen. Die Essays des Geldexperten Michael von Prollius beschäftigen sich mit den unser Geld betreffenden grundsätzlichen Fragen und bieten eine alternative Sicht auf dessen Funktionsweise und damit auf die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Die Freunde der Freiheit sind in die Defensive geraten. Etatismus, Kollektivismus, Fiskalismus und Gleichmacherei bedrohen von allen Seiten private Freiheitsräume und Eigentum dies vermehrt im Zeichen der politikverursachten Staatschulden und einer Euro-Krise, die angesichts der verfehlten Art ihrer Bekämpfung täglich an Dramatik gewinnt. Die kommenden Jahre werden die alte Frage: Dieses Handlexikon soll den vielen Desorientierten auch unter den Liberalen die geistigen Waffen geben, die sie ermutigen und befähigen, den Kampf um die Deutungshoheit der Theorie des Liberalismus aufzunehmen.

Es zielt namentlich auf die Begriffsverwirrungen und die vernebelnden Euphemismen, die es schwer machen zu erkennen, worum es im Kern der Sache geht.

Ist der Liberalismus heute in Gefahr? Eine beispiellose Welt-Finanzkrise hat Interventionen auf den Plan gerufen, die einmal mehr das Gleichgewicht zwischen der Freiheit und dem Staat zu erschüttern drohen. Hierbei steht die Schweiz erneut als Ausnahme da, doch kann sie sich dem Druck von aussen entziehen?

Von der Aufklärung zu den grossen Denkern des Jahrhunderts, von Grundsatzfragen zu aktuellen Herausforderungen erschliessen sich Erkenntnisse von bleibender Relevanz. Historische, philosophische und wirtschaftliche Perspektiven, die zur rechten Zeit eine Reflexion über das Spannungsfeld zwischen dem Liberalismus und dem zentralen Konzept des Staates auslösen.

Das Projekt Euro steht kurz vor dem Scheitern. Philipp Bagus, Professor für Volkswirtschaft und Experte für Geld- und Konjunkturtheorie, belegt, dass diese Entwicklung eine fast schon logische Folge des intrigenreichen Ursprungs des Euro, seines selbstzerstörerisch angelegten Systems und politischer Einzelinteressen ist.

Die einzelnen Regierungen können sich zudem relativ unkontrolliert des Zentralbankensystems bedienen, um ihre Defizite zu finanzieren. Das Ganze ähnelt einer Notenpresse, aus der sich verschiedene Eigentümer nach Bedarf eindecken. Die gemeinsame Währung wird somit selbst zum Konflikterzeuger und potenziellen Zerstörer Europas. In dem vorliegenden Werk analysiert der Autor kritisch die ökonomischen und rechtlichen Grundlagen unseres aktuellen Bank- und Kreditsystems.

Diesem ist ein hoher Grad an Staatseingriffen und Regulierungen eigen. So hat sich das Finanzsystem zur Achillesferse moderner Volkswirtschaften entwickelt. Die kontroverse Diskussion um die Verschuldungskrise der Euro-Staaten und die Funktionsfähigkeit der europäischen Währungsunion geht weiter. So ist im Artikel des Vertrags über die Arbeitsweise der EU eindeutig festgelegt, dass kein Mitgliedsland sowie keine Gemeinschaftsinstitution für die Schulden eines anderen Mitgliedslandes haftet und auch nicht für derartige Verbindlichkeiten eintritt.

Doch durch die im Frühjahr getroffenen Vereinbarungen wurde diese Nicht-Beistands-Klausel umgangen. Im schlimmsten Fall könnte die Europäische Währungsunion in Zukunft zu einer Transferunion zulasten der finanzstärkeren Länder degenerieren. In diesem Buch erläutern Charles B. Der Sozialstaat ist gescheitert! Ständiges Ausgabenwachstum und eine anhaltende Auszehrung der Finanzierungsbasis zeichnen seine kollektiven Umverteilungssysteme aus. Anreize zu Eigenverantwortung und individueller Vorsorge werden zerstört.

Es kommen zu bürokratischen Grossrisiken, Verschuldungsspiralen und Finanzkrisen — wie aktuelle Entwicklungen belegen. Glücklicherweise stehen erfolgreiche Alternativen zur Verfügung: Eine Verbindung von persönlicher Vorsorge, massgeschneiderter Versicherung, und zivilgesellschaftlicher Solidarität hat sich international als Modell sozialer Absicherung für das Renommierte Autoren erklären, warum das Modell des umverteilenden Sozialstaats ausgedient hat, und welche Chancen ziel- und zeitgerechte Alternativen bieten.

Der Ausweg aus der Sackgasse Sozialstaat ist möglich und vielversprechend, eine Kurskorrektur ist notwendig. Lord Acton — war ein Historiker des Jahrhunderts, dessen Name gleichrangig neben Leopold von Ranke oder Alexis de Tocqueville genannt wird. Vor seiner Ernennung zum Regius Professor der modernen Geschichte in Cambridge entstand sein wissenschaftliches Werk im Rahmen seiner Tätigkeit als Herausgeber verschiedener englischer katholischer Zeitschriften. Zeit seines Lebens befasst sich Acton mit den historischen Grundlagen der Freiheit und den Mechanismen zur Beschränkung willkürlicher Macht.

Es gibt wenige wirtschaftswissenschaftliche Werke, die eine ähnliche Tragweite erlangt haben wie die Nationalökonomie von Ludwig von Mises. Kennzeichnend für die Herangehensweise der Österreichischen Schule ist die Anwendung deduktiver Methoden zur Analyse individueller Wahlhandlungen.

Dieser methodologische Individualismus bildet deshalb auch in der vorliegenden Abhandlung die Grundlage zur Erklärung menschlichen Handelns. Die Nationalökonomie erschien erstmalig in Genf. Ludwig von Mises wurde im galizischen Lemberg geboren, das zu dieser Zeit noch zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehörte.

Er starb in New York. Es war seine tiefste Überzeugung, dass staatliche Eingriffe nicht nur Wohlstand und Fortschritt gefährden, sondern auch für die Freiheit jedes Einzelnen eine Bedrohung darstellen. Der Autor zeigt Fehlentwicklungen seines Fachs auf — gemessen an dem, was Wirtschaftsethik als wissenschaftliche Disziplin leisten sollte. It could learn from the ideas and policy recommendations of those economists who lived through the Great Depression.

Von Mises was one of those great economists. This book is a welcome invitation to examine the ideas of von Mises and the Austrian school on such vitally important subjects. Ludwig von Mises merits more attention whether one ultimately agrees with him or not. Hartley, Mount Holyoke College. Schon hatte der französische Bischof Nicolas von Oresme erkannt, dass künstliche Ausweitungen der Geldmenge vor allem von den Währungshütern selbst betrieben werden. Diese seien für Handel und Wirtschaft schädlich und bedrohten sogar die Zivilisation.

Und schrieb Friedrich Wilhelm Raiffeisen: Je leichter, je mehr und je billiger dieses erlangt wird, umso schlimmer werden die Zustände werden. Wenn staatliche Zentralbanken die Krise wieder mit einer Niedrigzinspolitik bekämpfen, ist die nächste Blase vorprogrammiert. Tofall und Lawrence H. White analysieren nicht nur die Rolle der Zentralbanken bei der Entstehung der Finanzkrise, sondern zeigen auch Lösungsmöglichkeiten auf, wie man vom schlechten zu gutem Geld gelangt.

Freiheit ist wichtig — darüber sind sich die meisten Menschen einig. Aber was ist Freiheit überhaupt? Um sich der Freiheit dauerhaft erfreuen zu können, bedarf es einer klaren Vorstellung darüber, was sie ist und was sie zu leisten vermag. Sie führt aber zu mehr Wohlstand und zu kulturellerem Reichtum. Sie schützt den Menschen davor, als Mittel zum Zweck anderer zu werden.

Zu oft meinen Menschen, man könne ein wenig Freiheit für andere Werte opfern, nur um herauszufinden, dass am Ende auch die verloren sind. In diesem Buch unternimmt Mises eine systematische Widerlegung des Sozialismus in allen seinen Varianten, wobei er nicht nur auf wirtschaftliche, sondern auch auf kulturelle und soziale Aspekte eingeht.

Das Kernstück seiner Argumentation ist dabei die schon in seinem berühmten Artikel "Die Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Gemeinwesen" dargelegte Unmöglichkeit der Wirtschaftsplanung in einer sozialistischen "Planwirtschaft". Marktwirtschaft ist ein integraler Bestandteil der Kultur des Westens. Zugleich hat die Marktwirtschaft heute viele Gegner und nur wenige Unterstützer.

Ihr per se sozialer Charakter wird vor allem von fehlgeleiteten Politikern und interventionistischen Intellektuellen missachtet. Angesichts des Versagens herkömmlicher Wohlfahrtspolitik mit wachsenden Massen enttäuschter und geprellter Bürger ist es Zeit, dem vorherrschenden wirtschaftspolitischen Schwindel entgegenzutreten. Nicht die Marktwirtschaft ruft Krisen hervor.

Dafür sind vielmehr diejenigen verantwortlich, die ständig Ergebnisse gegen die Menschen auf Märkten zu erzielen versuchen.

Die Soziale Marktwirtschaft ist heute nicht mehr sozial. Ursache ist nicht ein Mangel an Sozialstaat, sondern ein Mangel an Marktwirtschaft. Die Finanzkrise ist nicht Folge ungehemmter Marktwirtschaft, sondern zuallererst Ausdruck staatswirtschaftlicher Verfehlungen. Er wurde als Kriegsreporter verhaftet, war Revolutionär und Romantiker - und schuf einige der stärksten Frauenfiguren der deutschen Literatur.

Geburtsjahr liest sich Theodor Fontane frischer denn je. Von Volker Weidermann mehr Von Thomas Schulz mehr Von Hubert Gude mehr Was sagt es über uns aus, wenn man unterstellt, dass Kulturgüter in ihren Herkunftsländern nicht richtig geschützt werden, fragt die Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Na ja, was sagt es aus? Dass man Afrika kennt. Der vierjährige Jonathan starb wohl an einem Stromschlag, nachdem er ein Geländer an der Kasse eines Supermarkts angefasst hatte. Im Prozess fordert die Verteidigung nun den Freispruch der Marktchefs. Von Jurek Skrobala mehr Herzogin Meghan übernimmt vier Schirmherrschaften - zwei davon von Queen Elizabeth.

Ein Thema dürfte der Jährigen besonders am Herzen liegen. Dem Wirtschaftsflügel und auch der konservativen Werteunion geht das nicht weit genug. Die Wunschliste der deutschen Wirtschaft ist lang. Kritik kommt nur verklausuliert vor. Um ein Schuldgeständnis kommen sie allerdings herum. Spätestens im Sommer, womöglich schon früher. Vor allem das Geschäft mit Reiseführern und Belletristik schwächelt - der Absatz auf dem Buchmarkt sinkt.

Doch dank steigender Onlineverkäufe und Preissteigerungen blieb der Umsatz auf dem Vorjahresniveau. Von Lenne Kaffka mehr Schwarze Löcher zählen zu den geheimnisvollsten Objekten des Kosmos. Forscher konnten ihnen nun dabei zusehen, wie sie sich Sterne einverleiben. Die Erkenntnisse sollen helfen, die Entwicklung von Galaxien besser zu verstehen. Kanadische Wissenschaftler haben das Phänomen nun zum zweiten Mal beobachtet.

Wo sind die Signale entstanden? Ist es gerecht, Schülern die Zukunft zu verbauen, weil Lehrer ihnen schlechte Noten geben? Das hat sich eine Lehrerin gefragt - und entschieden: Bei ihr besteht jeder das Abitur. Ein christliches Ehepaar will seine Kinder unbedingt zu Hause unterrichten.

Die Behörden bringen die Kinder daraufhin ins Heim. Kiss zählen seit zu den Weltstars des Rock, jetzt naht das Ende der Band. Ein Interview von Alex Gernandt mehr Ökotourismus, Kopfsteinpflaster - und ganz viel Kultur: Auch zwei deutsche Städte haben es unter die 52 sehenswertesten Orte der Welt geschafft.

Von Julia Stanek mehr Eine indonesische Airline veranstaltet ab sofort Konzerte an Bord - allerdings nicht als erste. Bei Kontrollen von Hähnchen-Frischfleisch im deutschen Einzelhandel ist einem Bericht zufolge in jeder zweiten Probe ein Durchfallerreger nachgewiesen worden.

Verbraucherschützer fordern mehr Hygiene in Schlachthöfen. Ist dunkles Brot gesünder als helles? Darf man Spinat wirklich nicht aufwärmen? Und wie gesund ist Schnaps nach dem Essen? Unser Jahrhundert wird das Jahrhundert der Arbeit genannt; tatsächlich ist es das Jahrhundert der Schmerzen, des Elends und der Verderbnis. Und doch haben die bürgerlichen Ökonomen und Philosophen, von dem peinlich konfusen Auguste Comte bis zum lächerlich klaren Leroy-Beaulieu, die bürgerlichen Schriftsteller, von dem scharlatanhaften romantischen Viktor Hugo bis zum naiv albernen Paul de Kock, samt und sonders ekelerregende Loblieder auf den Gott Fortschritt, den ältesten Sohn der Arbeit, angestimmt.

Sie durchwanderten vergangene Jahrhunderte, durchwühlten den Staub und das Elend des Feudalismus, um dessen Dunkelheit als Gegensatz neben die Freuden der Gegenwart zu stellen. Nun, wir wollen ihnen das Bild der proletarischen Genüsse im kapitalistischen Fortschrittsjahr zeigen, wie es von Einem von ihnen geschildert wird, dem Dr. Aber bevor der Doktor das Bild des proletarischen Elends vor uns ausbreitet, wollen wir erst hören, wie ein elsässischer Manufakturist, Herr Th.

Das war das goldene Zeitalter des Arbeiters. Indes, damals hatte die Industrie noch nicht die Welt mit ihren Baumwollstoffen überschwemmt und ihre Dollfus und Koechlin noch nicht zu Millionären gemacht. Zu tausenden liefen die Arbeiter dem Pfeifen der Maschine nach. Infolgedessen kommen sie übermüdet nach Hause und gehen morgens, noch ehe sie ordentlich ausgeschlafen haben, fort, um pünktlich zu sein, wenn die Fabrik geöffnet wird. Jahr erreichen, derselbe Prozentsatz in den Familien der Weberei- und Spinnereiarbeiter bereits vor vollendetem zweiten Jahr stirbt Diese lange tägliche Qual ist es hauptsächlich, welche die Arbeiter in den Baumwollspinnereien entkräftet.

O jämmerliche Fehlgeburt der revolutionären Prinzipien der Bourgeoisie! O grausige Geschenke ihres Götzen Fortschritt! Die Menschenfreunde nennen diejenigen, die, um sich auf die leichte Art zu bereichern, den Armen Arbeit geben, Wohltäter der Menschheit - es wäre besser, die Pest zu säen, die Brunnen zu vergiften, als inmitten einer ländlichen Bevölkerung eine Fabrik zu errichten.

Führe die Fabrikarbeit ein, und adieu Freude, Gesundheit, Freiheit - adieu alles, was das Leben schön, was es wert macht, gelebt zu werden. Die Ökomomen werden nicht müde, den Arbeitern zuzurufen: Arbeitet, damit der Nationalreichtum wächst!

Und sein Schüler Cherbuliez setzt hinzu: Aber von ihrem eigenen Gekrächz betäubt und verwirrt, erwidern die Ökonomen: Arbeitet, arbeitet, um eures Wohlstandes willen! Arbeitet, arbeitet Tag und Nacht; indem ihr arbeitet, vermehrt ihr eure Leiden, und euer Elend enthebt uns der Aufgabe, euch gesetzlich zur Arbeit zu zwingen.

Arbeitet, arbeitet, Proletarier, vermehrt den gesellschaftlichen Reichtum und damit euer persönliches Elend. Arbeitet, arbeitet, um, immer ärmer geworden, noch mehr Ursache zu haben, zu arbeiten und elend zu sein.

Das ist das unerbittliche Gesetz der kapitalistischen Produktion. Stellt euren Arbeiterinnen die Vermögen zur Verfügung, die sie für euch an ihrem eigenen Leib abgedarbt haben. Ihr seid Freunde des Handels? Fördert den Umsatz, hier habt ihr Verbraucher wie gerufen; gebt ihnen unbegrenzten Kredit. Eure Arbeiterinnen werden bezahlen, wie sie es können: Sie werden euch ins Paradies schicken, besser noch als eure wohlhabenden Pfaffen.

Mit eingefallenen Wangen, abgemagerten Körper überlaufen sie die Fabrikanten mit kläglichen Ansprachen: Und die Herren industriellen Menschenfreunde benutzen die Arbeitslosigkeit, um noch billiger zu produzieren. Wenn die industriellen Krisen auf die Perioden der Überarbeit so notwendig folgen wie die Nacht dem Tag und erzwungene Arbeitslosigkeit bei grenzenlosem Elend nach sich ziehen, so bringen sie auch den unerbittlichen Bankrott mit sich.

Nach Hunderten von Millionen beziffert sich der Wert der zerstörten Waren; im vorigen Jahrhundert verbrannte man sie oder warf sie ins Wasser. Tausende junger, kräftiger Männer haben in den Kolonialkriegen des Jahrhunderts mit ihrem Blut das Meer gefärbt.

Die Finanziers wissen nicht mehr, wo dieselben unterbringen; so machen sie sich dann auf, bei jenen glücklichen Völkern, die sich noch Zigaretten rauchend in der Sonne räkeln, Eisenbahnen zu bauen, Fabriken zu errichten und den Fluch der Arbeit zu importieren. Und dieser französische Kapitalexport endet eines schönen Tages mit diplomatischen Verwicklungen: Bis hierher war meine Aufgabe leicht; ich hatte nur wirkliche, uns allen leider nur zu bekannte Übel zu schildern.

Nur Ärzte, Fachleute für Gesundheitsvorsorge und kommunistische Ökonomen können sie unternehmen. Es verkündet der Hahn euch den Morgen umsonst! Was für die Spitzenindustrie gilt, gilt mehr oder weniger für alle durch die moderne Mechanik umgestalteten Industrien. Was sehen wir aber? Je mehr sich die Maschine vervollkommnet und mit beständig wachsender Schnelligkeit und Präzision die menschliche Arbeit verdrängt, verdoppelt der Arbeiter noch seine Anstrengungen, anstatt seine Ruhe entsprechend zu vermehren, als wollte er mit den Maschinen wetteifern.

O törichte und mörderische Konkurrenz! Um der Konkurrenz zwischen Mensch und Maschine freie Bahn zu verschaffen, haben die Proletarier die weisen Gesetze, welche die Arbeit der Handwerker der alten Zünfte beschränkten, abgeschafft, die Feiertage unterdrückt. Jordaens und die niederländische Schule haben sie uns auf ihren lebenslustigen Gemälden dargestellt.

Erhabene Riesenmägen, was ist aus euch geworden? Wir sind durch und durch verzwergt und entartet. Da jedoch die Arbeiterklasse in ihrer Einfalt sich den Kopf hat verdrehen lassen und sich mit ihrem kindlichen Ungestüm blindlings in Arbeit und Enthaltsamkeit gestürzt hat, so sieht sich die Kapitalistenklasse zu erzwungener Faulheit und Üppigkeit, zur Unproduktivität und Überkonsum verurteilt.

Und wenn die Überarbeit des Proletariers seinen Körper abrackert und seine Nerven zerrüttet, so bringt sie dem Bourgeois nicht weniger Leiden. Die Enthaltsamkeit, zu welcher sich die produktive Klasse hat verurteilen lassen, macht es der Bourgeoisie zur Pflicht, sich der Überkonsumtion der zuviel verfertigten Produkte zu widmen. Zu Anfang der kapitalistischen Produktion, vor ein oder zwei Jahrhunderten, war der Bourgeois noch ein ordentlicher Mann mit vernünftigen und friedlichen Sitten: Heute gibt es keinen Sohn eines Emporkömmlings, der nicht glaubt, er müsse die Prostitution fördern und seinen Körper verquecksilbern, um der Schufterei, der sich die Arbeiter in den Quecksilberminen aussetzen, einen Sinn zu geben.

Bei diesem Geschäft geht der Körper schnell zugrunde, die Haare fallen aus, das Zahnfleisch geht zurück, der Rumpf deformiert, der Bauch schwillt an, die Brust wird asthmatisch, die Bewegungen werden schwerfälliger, die Gelenke steif, die Glieder gichtig.

Die Frauen von Welt führen ein Märtyrerleben. Um die feenhaften Garderoben, bei deren Herstellung sich die Schneiderinnen zugrunde richten, zu probieren und zur Geltung zu bringen, schlüpfen sie von morgens bis abends von einer Robe in die andere; stundenlang liefern sie ihren hohlen Kopf Haarkünstlern aus, die um jeden Preis ihre Leidenschaft für die Aufschichtung falscher Haare befriedigen wollen.

Einige Zahlen mögen beweisen, wie kollosal dieses Brachlegen von produktiven Kräften ist. Zieht man hiervon ab, was zu alt oder zu jung zur Arbeit, die Frauen, unproduktive Jugendliche und Kinder, dann die ideologischen Berufe, wie Regierung, Polizei, Kirche, Stadtverwaltung, Armee, Prostituierte, Künstler, Wissenschaftler etc.

Von diesen acht Millionen kommen auf:. Welch erhebendes Resultat der kapitalistisch angewandten Maschinerie! Diamantschleifer, Spitzenarbeiterinnen, Luxusstickerinnen, Galanteriearbeiter, Modeschneider, Ausstatter der Lusthäuser etc. Mit Schrecken sah sie jeder Änderung der Dinge entgegen. Angesichts der jammervollen Lebensweise, der sich die Arbeiterklasse resigniert unterwarf, und der organischen Verkümmerung, welche die unnatürliche Arbeitssucht zur Folge hat, steigert sich noch ihr Widerwille gegen jede Auferlegung von Arbeitsleistungen und gegen jede Einschränkung ihrer Genüsse.

Und just zu dieser Zeit setzten es sich die Proletarier, ohne der Demoralisierung, welche sich die Bourgeoisie als eine gesellschaftliche Pflicht auferlegt hatte, im geringsten zu achten, in den Kopf, die Kapitalisten zwangsweise zur Arbeit anzuhalten. In ihrer Einfalt nahmen sie die Theorien der Ökonomen und Moralisten über die Arbeit ernst und schickten sich an, die Praxis derselben den Kapitalisten zur Pflicht zu machen.

Das Proletariat proklamierte die Parole: Ein Beispiel, gegen das es keinen Widerspruch gibt, ist Belgien, dieses Schlaraffenland des Kapitalismus. Seine Neutralität ist von den europäischen Mächten verbürgt, und trotzdem ist seine Armee, im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, eine der stärksten. Die glorreichen Schlachtfelder der tapferen belgischen Armee aber sind die Ebenen des Borinage und von Charleroi; in dem Blute von unbewaffneten Bergleuten und Arbeitern pflegt der belgische Offizier seinen Degen zu taufen und Abzeichen zu sammeln.

Die europäischen Nationen haben keine Volks-, sondern Söldnerarmeen zum Schutze der Kapitalisten gegen die Wut des Volkes, das diese zu zehnstündiger Gruben- und Fabrikarbeit verdammen will. Um sich diese mühselige Arbeit zu erleichtern, hat die Bourgeoisie eine Masse Leute von der Arbeiterklasse abgezogen und sie, die bedeutend höherstehend sind als jene, die in der nützlichen Produktion verblieben, ihrerseits zu Unproduktivität und Überkonsum verdammt.

Und da die europäischen Arbeiter, vor Hunger und Kälte zitternd, sich weigern, die Stoffe, die sie weben, zu tragen, den Wein, den sie ernten, zu trinken, so sehen sich die armen Fabrikanten genötigt, wie Wiesel in ferne Länder zu laufen und dort Leute zu suchen, die sie tragen und trinken.